Unterschiede zwischen Google Chrome und Microsofts Chromium-basiertem Edge Browser

Wirklich jeder, der mit Computern oder tragbaren Begleitern wie Smartphones oder Tablets im Internet surft, benötigt einen Browser, eine Software also, die die Inhalte der Webseiten darstellen kann. Die Frage, welcher Browser der beste ist, kann unmöglich pauschal beantwortet werden, denn die Ansprüche jedes einzelnen Anwenders unterscheiden sich, teilweise sogar sehr gravierend.

Während für den einen sicheres Surfen und die Privatsphäre das wichtigste Kriterium sind, braucht der andere möglicherweise einen Webbrowser, der mit möglichst vielen Webanwendungen kompatibel ist oder mit dem er problemlos im Online Casino kostenlos spielen kann. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit oder die Verfügbarkeit vieler Erweiterungen können dabei Faktoren sein.

Eine sehr lange Zeit galt der Internet Explorer von Microsoft, der seit Windows 95 fester Bestandteil des populären Betriebssystems war, als das Maß der Dinge. Der Software-Riese hatte aber auch einiges getan, damit andere Browser sich nicht so leicht auf dem Markt etablieren konnten. Irgendwann jedoch war die Technik hinter dem Internet Explorer einfach zu veraltet und es gab zunehmend Probleme bei der korrekten Darstellung von Inhalten, die mit modernen Technologien erstellt wurden. Nun war die Zeit für andere Hersteller gekommen. Konkurrenzprodukte wie Opera, Mozilla Firefox oder Google Chrome gewannen immer mehr Marktanteile.

Die Browser-Engine Chromium

Webseiten bestehen aus Text, Bildern, Grafiken und vielen weiteren Elementen und es braucht einen Antrieb, einen sogenannten Renderer, der sie für die Darstellung auf dem Bildschirm vorbereitet. Diese Aufgabe übernimmt die Browser-Engine. Davon gibt es eine ganze Menge und bis vor einiger Zeit hatte fast jeder Browser seine eigene, was dazu führte, dass Webdesigner und -entwickler ihre Seiten auf allen gängigen Anzeigeprogrammen testen mussten. Nicht selten mussten deswegen sogar Kompromisse gefunden werden, damit eine Webseite überall gleich aussieht und funktioniert.

Inzwischen hat sich eine dieser Engines als besonders leistungsfähig und komfortabel für Entwickler herausgestellt. Von Google entwickelt, bildet die Chromium-Engine mittlerweile die Basis für fast alle heute gängigen Browser, auch für Chrome. Firefox von Mozilla nutzt sie ebenfalls und selbst Microsoft greift nun in seiner aktuellen Version von Edge auf diesen HTML-Renderer zurück. Grund genug, sich einmal mit den Unterschieden der beiden konkurrierenden Browser Chrome und Edge zu befassen.

Vorzüge und Nachteile von Chrome und Edge

Da beide Browser nun auf denselben Unterbau setzen, gibt es in der Darstellung von Webinhalten praktisch keine Unterschiede mehr. Was bei der Entscheidung für oder gegen eines der Programme den Ausschlag gibt, können demnach nur andere Aspekte sein. Schauen wir uns einmal an, wo die Stärken und Schwächen der beiden Konkurrenten liegen.

Arbeitstempo

Hinsichtlich der Performance scheint Google seinem Kind nicht mehr allzu viel Aufmerksamkeit zu schenken, denn Edge arbeitet deutlich schneller. In verschiedenen Benchmarks zeigt sich, dass Microsofts Browser sowohl bei der Geschwindigkeit als auch beim Speicherbedarf die Nase vorn hat. Wie solche Unterschiede bei Nutzung derselben Technik zustandekommen, bleibt ein Rätsel. Hier punktet also Edge.

Privatsphäre

Sicher surfen kann man mit beiden Programmen, Unterschiede zeigen sich aber bezüglich der Privatsphäre. Während bei Chrome Funktionen zur Unterbindung von Werbung und Tracking komplett fehlen, ist bei Edge die Weitergabe anonymisierter Nutzungsberichte standardmäßig ausgeschaltet. Welche Tracking- und Werbefunktionen man blockieren möchte, lässt sich jedoch nicht frei einstellen, sondern wird in drei verschiedenen Voreinstellungen festgelegt. Wer mit Chrome anonym surfen will, hat zwar die Möglichkeit dazu, muss allerdings tief in die Einstellungen vordringen. Auch hier ist Microsofts Produkt also im Vorteil.

Erweiterungen

Es ist Google sicher ein Dorn im Auge, aber alle Erweiterungen für Chrome lassen sich dank Nutzung derselben Engine auch in Edge installieren und funktionieren tadellos. In diesem Punkt lässt sich also kein Sieger bestimmen.

Fazit

Wer Windows auf aktuellem Stand hält und somit die neue Version von Edge besitzt, bekommt mit diesem Browser das bessere Rundum-Paket. Sowohl bei der Performance als auch hinsichtlich der Privatsphäre liegt Microsoft vorn. Google sollte wieder etwas Arbeit investieren, will man die Marktanteile von derzeit mehr als 60% nicht wieder verlieren.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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