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FIFA 17 für PS4 im Test

Es ist schon wahnsinnig wie schnell die Zeit vergeht. Kaum hab ich mich in FIFA 16 eingelebt, schon steht der Nachfolger FIFA 17 vor der Türe. Und dieser hat es in diesem Jahr in sich: Neben der neuen Frostbite-Engine, womit noch realistischerer Fussball ermöglicht wird, haben die Entwickler erstmals einen Story-Modus integriert. Doch reicht das, um den Thron als beste Fussballsimulation zu erklimmen?

In den letzten Tagen habe ich die Zeit genutzt, um mir die neue Fussballsimulation aus dem Hause EA SPORTS näher anzuschauen.

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Alex Hunter – Der Story-Modus „The Journey“ sorgt für Spielspass!

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, dürfen wir uns erstmals in FIFA 17 auf einen Story-Modus freuen. Dies ist unter anderem der neuen Frostbite-Engine zu verdanken, womit überhaupt ein solcher Story-Modus realisiert werden kann. Zur Story: Dem Nachwuchstalent Alex Hunter, wohlgemerkt erst 17 Jahre alt, stehen die Türen nach einem erfolgreichen Probetraining zu den Top-Clubs wie Manchester United, Chelsea oder auch dem amtierenden englischen Meister Leicester City offen. Doch auch die kleineren Klubs mit weniger grossen Ambitionen buhlen um den Spieler. Für welchen Verein entscheidet sich Alex Hunter? Das liegt bei euch! Zwar locken die grösseren Vereinen mit deutlich besseren Konditionen, dafür dürfte es umso schwieriger sein einen Stammplatz zu ergattern. Ich habe mich deshalb für einen kleineren Verein entschieden. Apropos, zu Beginn des Story-Modus könnt ihr euch auch die Position auswählen.

Um Alex Hunter auf seinem Weg zum Weltstar zu begleiten, sehen wir uns immer wieder mit den sogenannten Skill-Games konfrontiert. Ja, das sind genau diese kleinen Spiele, die bereits in FIFA 16 vor dem Start des Spiels gespielt werden konnte. Einmal können wir die Fähigkeiten beim Elfmeterschießen verbessern, dann bei Standards oder eben auch bei den Dribblings oder Verteidigung. Aus allen Skill-Games erhalten wir dann neue Fertigkeiten, wie neue Dribblings. Alle Skill-Games können ohne Probleme simuliert werden, das Resultat könnte aber fatal sein. Heisst, wenn ihr die Skill-Games immer nur simuliert, kann es ganz gut sein, dass die Bewertung schlecht ist und ihr somit keine Spielzeit vom Trainer erhaltet. Wer noch nie eine FIFA-Ableger gespielt hat, sollte sich auf jeden Fall den Story-Modus zu Gemüte führen, euch werden mit den Skill-Games alle Fertigkeiten beigebracht.

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Sofern Alex Hunter das Vertrauen von seinem Trainer erhält, werden wiederum verschiedene Aufgaben vorgegeben. Beim Spielstand von 1:1 erwartet der Trainer von uns, dass wir das Siegestor machen oder eine gewisse Anzahl an Zweikämpfen gewinnen. All diese Aktionen resultieren wiederum in einer Gesamtnote (von 1-10). Je besser ihr euch auf dem Platz verkauft, umso mehr Spielzeit erhalten wir. Alles im Prinzip sehr logisch, so sieht der Alltag von jedem Profifussballer aus – ja sogar von jedem Amateur-Fussballer. Ihr könnt vor jedem Match auswählen, ob ihr nur Alex Hunter spielen möchtet oder eben das komplette Team. Ich zumindest habe mich jeweils für letzteres entschieden – dies ist aber sicherlich Geschmackssache.

Neben den Skill-Games und den Spielen müsst ihr aber auch bei Interviews eine gute Figur abgeben. Ihr habt aus einem Dialogsystem die Möglichkeit verschiedene Antworten auszuwählen. Alex Hunter wird dann entweder als cooler oder hitzigen Typ wahrgenommen. Der Einfluss eurer Auswahl ist allerdings nicht wirklich maßgebend für die Entwicklung eures Sprösslings. Zu wenig wirken sich die verschiedenen Antworten darauf aus.

Dennoch habe ich während gut 16 Stunden ziemlich viel Spass an der Entwicklung von Alex Hunter gehabt. Der Story-Modus „The Journey“ ist auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung zum Spiel. Hier und da besteht aber noch Luft nach oben – vor allem was die Interviews angeht. Hier hätte ich mir mehr Einfluss auf die Entwicklung und etwas mehr Abwechslung gewünscht. Zudem habe ich das Gefühl, dass manche Geschehnisse gar nicht beeinflusst werden können – egal wie gut ihr euch auf dem Platz macht. Nichtsdestotrotz ist es sehr interessant die Entwicklung von Alex Hunter zu verfolgen – man geht mit ihm durch Höhen und Tiefen. The Journey stellt für mich eine sinnvolle Ergänzung dar, in dem man sich ein bisschen fühlt wie in einem interaktiven Sportfilm.

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Bekannte Spiel-Modi, kaum Neuerungen
Mit dem Story-Modus „The Journey“ ist dann auch die grösste Neuerung bereits vorgestellt. Ansonsten gibt es wiederum die bekannten Spiel-Modi wie Ultimate Team und dem klassischen Karriere-Modus. Für Ultimate Team Anhänger lohnt es sich übrigens dennoch einen Blick auf den Story-Modus zu werfen. Denn im Story-Modus habt ihr die Möglichkeit auch Karten-Packs für den Ultimate Team-Modus abzusahnen.

Im Karriere-Modus gibt es ein paar Neuerungen: So werdet ihr als Trainer nun auch bewertet, was einen Einfluss auf eure Zukunft hat. Mit einer guten Beurteilung kommt ihr recht schnell an einen lukrativen Job, bei einer schlechteren Beurteilung bleiben die Angebote von grossen Mannschaften wie Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United und Co aus. Des Weiteren bietet FIFA 17 eine bessere Übersicht über die Finanzen an und ihr müsst die Ziele des Vereins nun auch über eine längere Zeit in den Augen halten.

Im Online-Modus geht es darum, euch von der tiefsten Division in die Höchste – also in die 1. Division hochzukämpfen. Hier hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert, aber es macht auf jeden Fall viel Spass, sich gegen andere Spieler zu messen. Bevor ihr euch an die Online-Matches heranwagt, empfehlen wir euch zumindest ein paar Offline-Partien absolviert zu haben. Im besten Falle spielt ihr sogar den Story-Modus durch, bei dem ihr in den Skill-Games alles notwendige lernt.

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Gameplay – es geht härter zur Sache
Was mir bereits bei der Demo aufgefallen ist, die Spieler agieren in FIFA 17 deutlich härter als zuvor. Die Spieler kämpfen regelrecht um die Bälle und versuchen die Bälle abzuschirmen. Auch wenn der Ball nicht beim ballführenden Spieler ist, blockieren uns die Gegner oder versuchen es zumindest. Pressing scheint in FIFA 17 deutlich mehr zum Zuge zu kommen als bei den bisherigen Ablegern. Der Gegner versucht die Räume so eng wie möglich zu halten, das hat zur Folge, dass ihr nicht mehr ganz so einfach vors Tor kommt. Um an einen Torerfolg zu kommen, müsst ihr deutlich mehr Pässe spielen. Es ist fast nicht mehr möglich, von ganzen hinten einfach übers Feld zu marschieren und dann noch zu treffen.

Doch nicht nur die gegnerische KI agierte deutlich physischer und entsprechend intelligenter. Auch die computergesteuerten Mitspieler suchen sich neue Wege. Die Aussenverteidiger schalten sich konsequenter in den Angriff ein, so wie es heute von allen Aussenverteidiger erwartet wird. Das sorgt alles in allem für eine deutlich realistischere Spielweise. Ja, es ist einfach deutlich mehr auf dem Feld los, als noch in den Vorgängern.

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Eine grundlegende Änderung gibt es übrigens bei den Standards, Eckbällen und bei den Elfmetern.  Bei den Standards, also Freistössen, und bei den Elfmetern läuft ihr nun mit dem linken Stick an, könnt mit den Triggern den Schuss verzögern und könnt euch recht kurzfristig noch für eine andere Ecke entscheiden. Das hat zumindest mich zu Beginn recht irritiert, doch nach etlichen Skill-Games mit Alex Hunter, habe ich nun den Dreh raus.

Bei den Eckbällen wird mittels einem gelben Kreis angezeigt, wo der Ball landen wird. Den Kreis könnt ihr mit dem linken Stick bewegen und somit auch der Ort wo der Ball landen wird. Auch bei den Eckbällen kommt die physische Präsenz deutlich mehr zum Zuge. Mit einem kleinen Spieler ist es fast unmöglich ein Tor zu erzielen – vor allem dann, wenn die gegnerischen Verteidiger ein paar Köpfe grösser sind als unser Spieler. Was ihr in diesen Situationen versuchen könnt, ist mittels der L2-Taste den Ball vor den Gegnern abzuschirmen, das kann ab und zu gelingen.

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Präsentation und Sound
Wir können uns noch gut an das Publikum aus FIFA 12 oder 13 erinnern, das mehr statisch als etwas anderes war. In FIFA 17 ist merklich mehr los rund um den Platz. Die Fans reagieren auf Aktionen auf dem Platz, der Trainer läuft ungeduldig an der Seitenlinie umher, Ersatzspieler machen sich für ihren Einsatz warm und ja sogar Kameramänner sind zu sehen. Bei den grösseren Vereinen singen die Fans die bekannten Lieder, beim FC Liverpool beispielsweise „You Never Walk Alone“ – das hört sich schon sehr gut und authentisch an. Das alles sorgt für eine gute Präsentation, dennoch kommt sie nicht ganz an NHL 17 heran.

Soundtechnisch bietet FIFA wieder einen guten Mix beim Soundtrack an. In der deutschen Version wird das Spiel wiederum von Wolff-Christoph Fuss und Frank Buschmann. Sie haben ein paar neue Sätze dazu gelernt und machen ihren Job den Umständen entsprechend gut. Mir gefallen die englischen Kommentatoren nach wie vor besser, aber das dürfte wohl Geschmacksache sein.

 

 

Wertung

Gameplay - 89%
Grafik - 90%
Sound - 87%
Umfang - 94%

90%

Ja, FIFA 17 hat sich auf jeden Fall in die richtige Richtung entwickelt. Mit The Journey ist erstmals ein Story-Modus mit von der Partie, der zwar nicht ganz so abwechslungsreich ist, aber dennoch viel Potenzial hat. Bleibt zu hoffen, dass EA SPORTS am Story-Modus auch in FIFA 18 festhält, diesen aber noch gezielt erweitert. Es wäre beispielsweise cool, wenn man sich die Sponsoren selber aussuchen könnte oder auch über die "virtuellen" sozialen Medien interagieren könnte. Gameplay-technisch hat FIFA 17 auf jeden Fall auch Fortschritte erzielt, mir gefällt es wie die Spieler nun physischer zur Sache gehen.  Ja, FIFA 17 ist weiterhin ein Fussball-Titel der auch Einsteigern viel Spass machen wird.

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Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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