Dienstag , 17. Oktober 2017
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Mirror’s Edge Catalyst im ausführlichen Test

Nach langem warten, darf man sich nun endlich an dem neuen Mirros Edge versuchen. Ob es sich lohnt das Spiel zu kaufen und ob es das hält was es verspricht erfahrt Ihr in diesem ausführlichen Bericht. Auch hier werden wir wieder die Platin-Trophäe für euch erspielen um euch so das bestmögliche Bild des Spiels zu repräsentieren.

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Hier ein Bild von einer Zwischensequenz die Grafikdetails sind gut, leider nicht auf dem heutigen Stand. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Vorwort
Ziemlich genau 8 Jahre ist es her seit dem letzten Teil von Mirrors Edge. Damals war es wie das erste Super Mario man hat es zum ersten Mal gespielt und es war etwas komplett neues noch nie dagewesenes. Das heutige Mirrors Edge, ist nur sehr wenig anders als sein Vorgänger. Die Vor- und Nachteile werden wir euch noch exakt aufzählen und euch in folgenden Abschnitten versuchen bestmöglich aufzuzeigen was Catalyst kann und was nicht.

Die erste Kurzszene ist durchaus interessant, die Story an sich konnte aber nicht nur überzeugen. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Die erste Kurzszene ist durchaus interessant, die Story an sich konnte aber nicht nur überzeugen. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Die Story
Anfangs beginnt man mit Faith in einer Gefängniszelle, wird aber daraufhin relativ schnell frei gelassen weil man seine Strafe bereits abgesessen hat. Nach der Freilassung, sucht man einen alten Bekannten, dieser gibt einem diverse kleinere Aufgaben um sich gegen das Konglomerat zur Wehr zu setzen. Das Konglomerat ist eine mächtige Firmen-Kette die man auch als Regierung ansehen kann. Sie kontrollieren alles und jeden, und sind auch für die Strafverfolgung von Faiths Organisation verantwortlich. Im Verlauf der Geschichte wird man immer wieder den Namen KrugerSec hören, dies sind die Soldaten des Konglomerats und somit die Gegner von Faith. Leider fühlt man sich oft nicht in die Story rein versetzt, was schlussendlich massiv Kritik von mir erhält. Die Story ist nicht authentisch. Sie erzählt zwar von Faith und ihrer Vergangenheit aber allgemein wirkt sie wild zusammengewürfelt. Ich möchte euch möglichst Spoiler-Frei die Story beurteilen daher gehe ich an dieser Stelle auf keine Details ein. Stellt euch die Story ungefähr so vor, als wüsstet ihr bereits wer an der Fussball Europameisterschaft gewinnt. Sie ist total vorhersehbar und bietet praktisch keine Überraschungen.

 Schöne Lichteffekte in der Anfangsbleibe der Organisation von Faith. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Schöne Lichteffekte in der Anfangsbleibe der Organisation von Faith. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Wenn man damit leben kann, dass die Story sehr geradlinig ist und keinerlei Tiefgründigkeit besitzt wird mit Mirrors Edge sicherlich seine Freude haben. Zu viel von der Story möchten wir euch nicht erzählen, Ihr sollt das Spiel ja auch noch selbst kennen lernen. Wir möchten euch aber in keinster Weise falsche Hoffnungen machen und euch wirklich explizit darauf aufmerksam machen, dass Mirrors Edge keinen WOW-Effekt Story Modus besitzt es ist halt eine verlorene Runnerin die um Ihre Freiheit kämpft. In der Story erfahrt Ihr aber auch sehr viele interessante Fakten aus der Vergangenheit von Faith die Positiv beeindrucken und zeitweise zum Nachdenken bewegen. Mein persönliches Fazit für die Story fällt leider nicht positiv aus. Es wirkt einfach alles so als hätten die Entwickler massiv Zeitdruck gehabt. Das ist wirklich schade, denn das Spiel hätte wirklich Potenzial gehabt. In zu vielen Abschnitten der Story ist einfach das Herzblut was man von dem Vorgänger kennt nicht vorhanden.

Die Grafik
Leider ist auch bei der Grafik der Zeitdruck den die Entwickler hatten nicht zu übersehen, zu viele Pixel Fehler und Rendering Probleme machen die tolle Atmosphäre zeitweise zunichte. Dennoch erkennt man klar, dass es Mirrors Edge ist kein anderes Spiel hat einen so dermassen klaren Wiedererkennungswert wie diese Reihe. Die grafischen Details sind trotzdem nicht die besten der Sprung von 8 Jahren ist einfach teilweise gar nicht zu erkennen die Welt wirkt schlicht unreal.

 Netter Effekt man kann Faith im Spiegel begutachten. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Netter Effekt man kann Faith im Spiegel begutachten. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Würde man den Vorgänger HD ready machen, würde es fast gleich aussehen. Wer also ein Grafik Wunder erwartet wird hier klar enttäuscht mein Fazit zur Grafik ist auch nicht sonderlich gut, zu viele Texturaufbau Fehler und Rendering Probleme die einem den Spielspass verderben können. Dennoch hat das Spiel in einigen Abschnitten beeindrucken können. Sollten Höhenfanatiker unter euch sein, könnte es für euch durchaus interessant sein, dass man in einigen Missionen XXL Wolkenkratzer erklimmt und die View ist dabei wirklich atemberaubend ich war bisher noch in keinem Spiel so hoch oben wie in Mirrors Edge Catalyst.

Die Grafikdetails sind nicht überragend dennoch eine tolle View in einer der Hauptmissionen von Mirrors Edge. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Die Grafikdetails sind nicht überragend dennoch eine tolle View in einer der Hauptmissionen von Mirrors Edge. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Das Gameplay
Das Gameplay ist wirklich gut gemacht, mir sind keine grossen Fehler aufgefallen natürlich gab es ab und zu Frustmomente weil Faith nicht das gemacht hat, was man ihr gesagt hat dies war aber meistens spielerisches Versagen von mir. Es macht wirklich Spass mit Faith über die Dächer zu rennen und mit ihrer unglaublichen Athletik Abschnitte zu erreichen die unmöglich scheinen.

 Der Rote Pfad weist einem immer den richtigen Weg, hier rennen wir gerade an einigen Soldaten von KrugerSec vorbei. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Der Rote Pfad weist einem immer den richtigen Weg, hier rennen wir gerade an einigen Soldaten von KrugerSec vorbei. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Der Vorgänger hat aber irgendwie dennoch ein besseres Gameplay Gefühl übermittelt als der Nachfolger. Man hat beispielsweise Movements entfernt die für berühmte Speedruner ein absoluter Talentfaktor war, dazu gehörten unter anderem: in der Luft Kicken, Boxen oder sich ständig von Wänden abzustossen um so einen Tempo-Boost zu erhalten. Dies ist wirklich schade denn die besten Spieler wie Ovendonkey (auf Youtube zu finden) machen wahrscheinlich jetzt gar keine Speedruns für dieses Spiel. Wer nicht weiss was ein Speedrun ist sollte sich dies unbedingt mal anschauen. Dennoch kommt ein realistisches Geschwindigkeitsgefühl rüber und man fühlt das Adrenalin was in Faith lebt. Das Fazit zum Gameplay fällt durchaus positiv aus ich kann nur wenig Kritik am Gameplay äussern.

 Im Bild seht Ihr den Start einer Mission mit einem kleinen Beschrieb zur eigentlichen Aufgabe. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Im Bild seht Ihr den Start einer Mission mit einem kleinen Beschrieb zur eigentlichen Aufgabe. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Der Sound
Die Atmosphäre im Spiel und die tolle Musik die man sich vom Vorgänger gewöhnt ist, erhält man im zweiten Ableger von Mirrors Edge leider nicht. Während der gesamten Story wird man praktisch nie mit wirklich toller Musik versorgt es sind sehr eintönige Rhythmen die man bei Action oder einfach nur beim Rennen über die Hausdächer hören kann. Dies ist wirklich schade, denn ich bin der Meinung, dass man mit moderner Musik und einigen Vocals sehr viel an der Atmosphäre verändert hätte. Da ich ein Soundfanatiker bin habe ich mich auch intensiv darum bemüht für euch den besten Soundtrack zu finden. Ich wurde sogar fündig, verstehe im Nachhinein aber einfach nicht wieso man diesen Sound nie eingebaut hat in der Story im Abspann oder eben einfach allgemein im Spiel! Zu finden war dieser Soundtrack in der Startbasis von Faith auf einer JukeBox! Ja ihr habt richtig gehört, eine einfache JukeBox lieferte mir Sound und diesen durfte ich nur dann hören, wenn ich auch in dem Raum geblieben bin.

 Hier die besagte JukeBox wo man Lieder hören kann, leider ist nur ein Lied wirklich gut der Rest sind eintönige Rhythmen die keinerlei Vergnügen sind anzuhören. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Hier die besagte JukeBox wo man Lieder hören kann, leider ist nur ein Lied wirklich gut der Rest sind eintönige Rhythmen die keinerlei Vergnügen sind anzuhören. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Für mich mit die grösste Enttäuschung, die Atmosphäre und der Sound sind für mich in einem Spiel einfach enorm wichtig zumal es der Vorgänger ja mehr als gut hinbekommen hat. Vielleicht war auch hier der Zeitdruck der Grundfaktor für die schlechte Umsetzung und Visualisierung von Sound-Effekten.

Die Trophäen
Ich muss sagen, dass die Entwickler mit den Trophäen wirklich gute Arbeit geleistet haben. Jede Trophäe bis auf Balltänzerin war ohne technische Probleme zu meistern. Die Schwierigkeit der Trophäen war allerdings wirklich schwierig und wird einige sicherlich zur Verzweiflung bringen. Für mich war der Schwierigkeitsgrad der Trophäen aber perfekt und ich habe es sehr genossen ein grosses Lob an die Entwickler an dieser Stelle.

 Hier erhalte ich die Platin-Trophäe nach knapp 30 Stunden Spielzeit. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Hier erhalte ich die Platin-Trophäe nach knapp 30 Stunden Spielzeit. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Die oben erwähnte Trophäe ist etwas verbuggt, man erhält sie nur schwer beziehungsweise mit viel Glück. Sie will nicht richtig triggern. Solltet Ihr diese Trophäe erspielen wollen, mein Tipp an euch macht es immer und immer wieder irgendwann erscheint sie. Bei mir ging es eine knappe Stunde und es war mit viel Frust verbunden gebt hier einfach niemals auf! Schaut auch das Ihr vorher alle anderen Trophäen macht und diese als letztes anpeilt. Ich muss einfach nochmal betonen das diese Platin-Trophäe es wirklich in sich hat man muss wirklich an seine spielerischen Grenzen gehen um alles erfolgreich zu meistern, hier gilt ganz klar Ohne Fleiss kein Preis.

Der Multiplayer
Ein wirklicher Multiplayer existiert leider in Mirrors Edge Catalyst nicht, aber man kann eigene Parkours erstellen und so versuchen auf einer Weltrangliste den ersten Platz zu ergattern. Dies dürfte aber enorm schwierig sein, das Beste was ich geschafft habe war Top 4%. Es gibt auch Hackbare Displays die in der Welt wild verstreut sind. Diese benötigt Ihr auch für eine Trophäe und meines Wissens kann man sie auch nur einmal Hacken also kann man nicht wirklich von einem Multiplayer reden. Ob hier auch der Zeitdruck Grund ist? Wer weiss vielleicht erwarten uns in naher Zukunft ja noch tolle DLCs.

 Hier ein Scoreboard von den Weltrekorden der jeweiligen Parkour Strecken. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)
Hier ein Scoreboard von den Weltrekorden der jeweiligen Parkour Strecken. (Quelle: Mirrors Edge Catalyst, PS4)

Fazit
Die Entwickler von Mirrors Edge Catalyst haben klare Vorstellungen gehabt wie sie das Spiel präsentieren wollen, leider ist es zwecks Zeitdruck nicht wie erhofft umgesetzt worden. Dennoch ist es ein Kauf wert, denn mit knapp 30-40 Stunden Spielzeit (Platin-Trophäe inklusive) ist es durchaus sein Geld Wert. Man darf halt einfach nicht mit zu hohen Erwartungen an das Spiel rangehen. Für Parkour Fans ist dies dennoch die beste Wahl Ihr werdet kein besseres Spiel auf dem Markt finden das das Parkour Gefühl so gut vermittelt wie Mirrors Edge Catalyst. Der schlechte Sound und die teilweise etwas langweilige Musik ist mit guter eigener Musik von Spotify ertragbar. Dennoch ist dies für mich der grösste Kritikpunkt am gesamten Spiel. Die Trophäen bringen mich aber schlussendlich dennoch dazu zu sagen, dass alles in allem ein guter Job gemacht wurde, aber nur dann wenn man über ein „Hetzprodukt“ hinwegsehen kann.

Wertung

Gameplay - 85%
Grafik - 70%
Sound - 60%
Umfang - 80%
Story - 75%

74%

Schwache Story trifft auf starkes Gameplay mit leider nur dürftiger Atmosphäre und schlecht gewählter Musik ist Mirrors Edge Catalyst ein durchschnittliches Spiel mit viel Potenzial nach oben. Ein Kauf empfehlen wir euch nur dann wenn ihr über dies hinweg sehen könnt.

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Über Ismael Peter

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