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Assassin’s Creed Syndicate für PS4 im Test

Alle Jahre wieder erscheint ein neues Assassin’s Creed! Während der letzte Ableger Assassin’s Creed Unity nicht wirklich überzeugen konnte, will Ubisoft bei Assassin’s Creed Syndicate nun alles besser machen. Doch gelingt das, oder erhalten wir wieder nur einen durchschnittlichen Ableger, der mit vielen Fehlern auftrumpft? Wir haben Assassin’s Creed Syndicate  für euch unter die Lupe genommen und sagen euch, wo die Stärken, aber auch die Schwächen des Titels liegen.

Assassin’s Creed Syndicate ist ab sofort unter anderem für PlayStation 4 im Handel erhältlich.

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Wie war das mit den Fehlern..?
Nach dem enttäuschenden Assassin’s Creed Unity, müssen wir uns auf jeden Fall mit dieser Frage auseinandersetzen. Ja, Assassin’s Creed Unity war eine Enttäuschung, vor allem aufgrund der vielen Fehlern die beim Launch das Spielvergnügen trübten. Diesbezüglich kann ich euch beruhigen. Bei Assassin’s Creed Syndicate sind uns keine haarsträubenden Fehler zu Gesicht bekommen. Zwar kommt auch dieser Ableger nicht komplett ohne Fehler daher, aber nennt mir ein Spiel, das bereits zu Beginn komplett ohne Fehler dahergekommen ist..

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London im Jahre 1868
Worum geht es im neuesten Ableger? Assassin’s Creed Syndicate entführt uns nach London in das Jahr 1868. Die industrielle Revolution ist voll im Gange, neue Technologien verändern das Leben der Menschen. London blüht in dieser Zeit auf, immer mehr Menschen strömen in die Hauptstadt Englands. Auch das Geschwisterpaar Jacob und Evie Frye halten sich in dieser Zeit in London auf. Beide gehören der britischen Assassinen-Brüderschaft an und werden uns im Verlaufe des Spiels begleiten.

Während Evie Frye einen legendären Edensplitter finden möchte, will Jacob Frye die Bruderschaft weiter ausbauen. Gemeinsam kämpfen sie gegen die Templer unter der Führung von Crawford Starrick, den man im Verlaufe des Spiels zu Fall bringen soll. Unterstützt wird das Geschwisterpaar von einer Gang, die wir im Spiel gründen und ausbauen müssen.

Die Story hätte theoretisch recht viel zu bieten, bleibt aber vieles leider schuldig. Es werden zwar verschiedene Themen angesprochen, die eigentlich auch recht viel Potenzial hätten, einen roten Faden durch die Story ist aber meistens nicht vorhanden oder wird schlichtweg nicht weiterverfolgt. Wieder mit an Bord sind zahlreiche historische Persönlichkeiten wie Queen Victoria, Karl Marx, Charles Darwin oder Alexander Graham Bell.

Es scheint so als hätte Ubisoft den Fokus auf andere Themen gelegt, nur nicht die Story. Eigentlich ein Part der bei früheren Ablegern, ausgenommen AC: Unity, immer für viel Spannung und Abwechslung sorgte. Möglicherweise täte es der Assassin’s Creed-Reihe einfach auch gut, wenn nicht jedes Jahr ein neuer Titel erscheinen würde. Somit hätte man deutlich mehr Zeit sich auch auf die Story zu konzentrieren. Aber klar, „money sells“, wie es auch im Jahr 1868 der Fall war. Mehr möchten wir zur Story an dieser Stelle nicht verraten, sonst hätten wir euch zu sehr gespoilert.

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Mit zwei Protagonisten unterwegs
Erstmals in der Geschichte von Assassin’s Creed, dürfen wir uns gleich mit zwei Protagonisten anfreunden. Im Spiel können wir recht flexibel von Jacob zu Evie und umgekehrt wechseln. Nur in den Hauptmissionen wird uns strikt vorgegeben, welchen Protagonisten wir steuern müssen. Ein Feature das wir auch von GTA V kennen, doch dort wurde das ganze besser umgesetzt und in die Story integriert. Eine Auswirkung auf die Story des Spiels haben die zwei Protagonisten mehr oder weniger nicht. Obwohl sich beide Protagonisten unterschiedliche Skills aneignen können, ähneln sie sich zum Schluss so stark, dass es kaum feststellbare Unterschiede gibt. So gesehen, hätte man es auch bei einem Protagonist sein lassen können.

In insgesamt neun unterteilten Sequenzen absolvieren wir zahlreiche Missionen. Die Missionen sind recht abwechslungsreich gehalten, so müssen wir unter anderem andere Personen beschatten, Meuchelmorde ausführen (unter anderem im Auftrag von Charles Darwin) oder andere Figuren beschützen. Aufgrund der verbesserten Steuerung, die von Unity weiterentwickelt wurde, machen die Missionen deutlich mehr Spass und sorgen für weniger Frustmomente. Es fällt auf, dass sich die Entwickler das Feedback des letzten Ablegers zu Herzen genommen haben. Trotzdem bleiben Evie oder Jacob ab und zu noch im blödesten Moment an einem Kamin hängen – das müsste nicht sein. Die KI-Gegner agieren übrigens deutlich besser als noch bei Unity, auch hier haben die Entwickler gelernt. Leider sehen die Gegner aber praktisch alle genau gleich aus, weshalb man teilweise das Gefühl hat, immer denselben Gegner zu töten.

Als grösste Neuerung im Gameplay kann definitiv der Enterhaken genannt werden. Recht früh im Spiel erhalten unsere zwei Protagonisten die Möglichkeit, sich mithilfe des Enterhakens von Haus zu Haus zu schwingen oder sich an Gebäuden hochzuziehen. Das neue Feature ist recht gut ins Spiel integriert, kommt aber leider nicht ohne Frustmomente aus. Heisst; Ihr könnt nicht selber genau bestimmen wo ihr hinzielt. So kommt es halt vor, dass ihr nicht auf das Gebäude vor euch kommt, sondern eben gerade auf das Gebäude das hinter euch liegt. Das kann nerven, dafür ist man aber dank dem Enterhaken deutlich schneller in luftiger Höhe. Natürlich gibt es bei Assassin’s Creed Syndicate auch wieder die Aussichtstürme, die ihr erklimmen müsst, um das Gebiet sichtbar zu machen.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit mit Pferdekutschen sich vorwärts zu bewegen. Mit einem PS kommt ihr recht schnell durch die Strassen von London und ihr könnt auch von einer Pferdekutsche zur nächsten springen – ganz einfach. Die Pferdekutschen sind dabei sehr einfach zu steuern. Ja, das macht richtig Spass, vor allem da man in ganz London eine Pferdekutsche klauen kann.

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Die Spielwelt – gross und schön!
Was den Entwicklern wieder richtig gut gelungen ist, ist die grosse und offene Spielwelt. Nein, ich würde sogar behaupten, dass die Spielwelt wieder das Highlight ist. Nicht nur der Big Ben wird perfekt inszeniert, sondern – oder vor allem auch – die Themse. Dort können wir von Boot zu Boot springen, was durchaus seinen Reiz hat. Darüber hinaus gibt es ein ausgeprägtes Kanalsystem, Zuggleise rund um London und zahlreiche weitere Sightseeings!

Natürlich dürfen auch die Hinterhöfe nicht fehlen, die je nach Viertel recht düster oder eben wunderschön sind. Unser Hauptquartier ist zudem in einem Zug untergebracht, der den Innenstadtbereich kontinuierlich umrundet. Aber keine Angst, ihr müsst euer Hauptquartier nicht immer stundenlang suchen, hierzu dient euch die Schnellreisefunktion.

Die gute Grafik und der passende Sound sorgen hier für eine gelungene Atmosphäre. Bei der Synchronisation waren die Entwickler nicht ganz so konsequent, auf den Strassen sprechen einige Bürger deutsch und die anderen englisch. Das trübt zwar das Spielerlebnis nicht, aber müsste nicht sein.

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Pro und Contras

  • riesige, offene Spielwelt
  • überarbeitete und bessere Steuerung (inkl. Kampfsystem)
  • Abwechslungsreiche Missionen
  • Enterhaken und Pferdekutschen
  • stimmiger Sound, gute Grafik
  • Viel Potenzial bei der Story vergeben
  • Zwei Protagonisten, ohne grosse Wirkung
  • Teilweise noch Probleme beim klettern

Wertung

Gameplay - 80%
Grafik - 90%
Sound - 88%
Umfang - 82%
Story - 75%

83%

Ja, den Entwicklern ist es gelungen nach dem enttäuschenden Unity, wieder ein gutes Assassin’s Creed auf die Beine zu stellen. Die Wiedergutmachung ist auf den ersten Blick auf jeden Fall gelungen. Dazu tragen vor allem die Spielwelt, die bessere Steuerung und die abwechslungsreichen Missionen bei. Dennoch hätten sich die Entwickler etwas mehr Gedanken zur Story und die Umsetzung der zwei Protagonisten machen können bzw. müssen. Hier hat man definitiv viel Potenzial vergeben – schade. Alles in allem hat Ubisoft mit Assassin’s Creed Syndicate aber die Kurve in die richtige Richtung gekriegt.

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Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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