Samstag , 24. Februar 2018
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Battlefield: Hardline für PS4 im Test

Mit Battlefield: Hardline hat uns Electronic Arts und Visceral Games (die Macher von Dead Space) ziemlich überrascht. Der neueste Battlefield-Ableger erinnert uns von der Beschreibung her an den Actionfilm Heat aus dem Jahre 1995. Einige von euch werden diesen Film bestimmt in bester Erinnerung haben. Mit Battlefield: Hardline lässt uns das Entwickler-Studio mehr oder weniger diesen Film nachspielen – auf der Seite der Polizei oder als Räuber. Hört sich interessant an, oder?

Wir schauen uns in unserem Test an, ob die Umsetzung überzeugen kann.

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Einzelspieler-Modus verpackt als TV-Serie
Der Einzelspieler-Modus hat Visceral Games geschickt als TV-Serie verpackt. Unterbricht man das Spiel und startet es dann später wieder, so erhält man einen kleinen Rückblick was bisher alles geschah. Wird das Spiel unterbrochen, gibt es eine kleine Vorschau mit den Worten „Das nächste Mal bei Hardline..“. Das ist definitiv nett anzusehen und gibt dem Spiel einen gewissen Charme. Insgesamt umfasst Battlefield: Hardline 10 Episoden, die ungefähr für acht Stunden Spielspass sorgen.

Die Story kann über weite Phasen überzeugen und sorgt für gute Unterhaltung, sie ist allerdings nicht sehr tiefgründig. In der Story übernehmen wir die Rolle des jungen und ambitionierten Detective’s Nick Mendoza. Neben einer neuen Szenendrogen, die sich in Los Angeles und Miami rasend schnell verbreitet, dreht sich die Story um Verräter in den eigenen Reihen. Die Story wird mit zahlreichen Zwischensequenzen angereichert, die optisch definitiv überzeugen. Hervorheben möchten wir vor allem die Gesichtsanimationen, die dank der Frostbite-Engine 3 von DICE sehr schöne Gesichter auf den Bildschirm zaubert. Die Gebiete in der wir uns während der Story aufhalten, sind recht gross gehalten und bieten auch optisch eine gute Abwechslung. Auch hier lässt die Frostbite-Engine 3 ihre Stärken spielen. Schade nur, hat es Visceral Games nicht geschafft, auf der PS4 eine Auflösung von 1080p zu ermöglichen – nur 900p ist für eine Next-Gen-Konsole etwas schwach. Ach ja, die Xbox One-Version kommt sogar nur auf 720p – hätte ich fast vergessen.

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Natürlich können wir als Cop unsere Gegner auch einfach nur „verhaften“ und erhalten so sogar noch eine höhere Punktzahl am Schluss. Marke zeigen, Handfesseln anlegen, ja so ungefähr sieht jeweils eine Verhaftung in Battlefield: Hardline aus. Nur blöde, dass wir in den Missionen eine Vielzahl an Gegner dingfest machen müssen und es einfacher und deutlich weniger Zeitaufwendig ist, die Gegner einfach umzunieten. Wenn wir schon bei den Gegnern sind, die agieren in Battlefield: Hardline leider nicht immer wie gewünscht – heisst, nicht intelligent. Weshalb können wir einen Wachmann praktisch neben einem seiner Kollegen festnehmen (ja, mit Hände hoch, usw..) und der reagiert nicht einmal darauf? Unlogisch hoch zwei!

Dann hätten wir noch die Geschichte mit den Stealth-Elementen. Ja, eigentlich finde ich Stealth-Elemente in einem Spiel wie es Battlefield: Hardline ist, passend. Allerdings müssen die Stealth-Elemente auch gut umgesetzt sein und nicht so aufgesetzt wie in Battlefield: Hardline. Das Sammeln von Hinweisen macht in anfangs auch noch Spass, jedoch leidet die Langzeitmotivation darunter. Weshalb müssen wir den Hinweisen nachgehen, wenn wir dann so oder so nur einen Text angezeigt bekommen. Hier hätte sich Visceral Games mehr Gedanken machen müssen!

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Der Multiplayer-Modus – hinkt Battlefield hinterher…
Der Multiplayer-Modus von Battlefield: Hardline bietet aktuell neun verschiedene Maps und fünf Modi – weitere dürften in Zukunft mittels DLC nachgereicht werden. Natürlich ist auch wieder ein klassischer Multiplayer-Modus mit von der Partie, wo wir uns mit bis zu 64 Spielern messen können. Interessanter, oder besser gesagt am interessantesten, fanden wir den Spielmodi „Hotwire“. In diesem Modi müssen wir Autos knacken und damit auf der Map herumfahren – schlussendlich ähnelt das Prinzip dem bekannten Capture-the-Flag. Die beiden Modi „Crosshair“ und „VIP“ sind für kleinere Gruppen gedacht. Letzterer erinnerte uns stark an die guten alten Counterstrike-Zeiten, wo man die Geiseln von den Terroristen befreien musste.

Die Maps können optisch leider ganz und gar nicht mit der Einzelspieler-Missionen mithalten. Die meisten Maps sind recht karg, wie beispielsweise Hollywood Heights. Dustbowl gibt auch nicht viel mehr her, immerhin sieht der Sandsturm auf dieser Map recht gut aus. Die Maps sind mit zahlreichen Gegenständen versehen, wie beispielsweise eine Seilwinde. Im Multiplayer-Modus gehen diese Gegenstände aber leider ziemlich unter.

Fahrzeuge sind natürlich weiterhin vorhanden, doch eine so grosse Anzahl wie wir es aus Battlefield 4 kennen, gibt es leider nicht. Jets oder Panzer sucht man übrigens vergebens, was allerdings auch Sinn macht. Dafür gibt es ein paar Boote und Hubschrauber (begrenzt auf 2 pro Team). Der Multiplayer-Modus hat spürbar weniger zu bieten als der von Battlefield 4. Das dürfte vor allem die Fans der Reihe ganz und gar nicht erfreuen. Immerhin ist der Multiplayer-Modus für Anfänger damit deutlich überschaubarer.

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Fazit
Schlussendlich weiss nich nicht genau, was ich jetzt an Battlefield: Hardline als wirklich gut hervorheben kann. Klar, die Grafik kann, trotz 900p, überzeugen – vor allem die Gesichtsanimationen. Was der Einzelspieler- und Multiplayer-Modus angeht, bietet uns Visceral Games allerdings nur standardkost! Der Detektiv-Titel macht irgendwie nichts wirklich falsch, aber auch nichts wirklich hervorragend!

Ja, Battlefield: Hardline ist nicht schlecht, in jeder Gaming-Sammlung muss der Titel allerdings definitiv nicht vorhanden sein.

Wertung

Gameplay - 73%
Grafik - 82%
Sound - 80%
Umfang - 74%
User Rating: 4.75 ( 1 votes)

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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