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Kritik Poker Night 2 für die PlayStation 3

Nicht oft kommt es vor, dass ein Casinospiel so leicht den Übergang von der Online-Welt in die Plattenlaufwerke von Konsolenspielern schafft. Allerdings ist Poker Night 2 auch nicht gerade das typische Casinospiel. Es sind vor allem die Charaktere, die dieses Spiel zu dem machen, was es ist.

Während Gameplay eher Nebensache ist, sind es die Interaktionen und der Humor gepaart mit bekannten Gesichtern, die die Aufmerksamkeit der Gaming-Fans erregen. Das Format tritt in die Fußstapfen seines Vorgängers Poker Night, woher wir Heavy von Team Fortress 2, Strong Bad von Homestar Runner sowie Penny Arcade’s Tycho und Max aus dem liebenswerten menschenähnlichen Polizistenduo Sam & Max kennen.

Dieses Mal bekommen es Spieler mit einer neuen Gruppe von Sonderlingen zu tun. Poker Night 2 heißt eine völlig neue Besetzung in der zwielichtigen Nightclub-Umgebung willkommen. Spielern ist es nun möglich, gegen Ash Williams von The Evil Dead, Brock Samson von The Venture Bros., Borderlands’ Claptrap sowie gegen Sam aus Sam und Max zu spielen. Portals GLaDOS sorgt zudem als Dealer durch ihr passiv-aggressives Verhalten für das ein oder andere Schmunzeln.

Sowohl am Gameplay als auch an der künstlichen Intelligenz wurden größere Verbesserungen vorgenommen. Spieler leisten sich hierbei so etwas wie einen Kampf, mehr als in Poker Night. Ihre Eigenarten und Taktiken scheinen komplett natürlich und schaffen es, Spieler nicht selten zu überraschen. Spieler haben zudem die Möglichkeit, sich zwischen Texas Hold’Em und Omaha Hold’em zu entscheiden.

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Trotz alledem stellt keiner der Gegner eine wirkliche Bedrohung dar – selbst für den unerfahrensten Pokerspieler. Während das für viele jedoch keine Rolle spielt, finden diejenigen, die auf der Suche nach einer größeren Herausforderung sind, an Anfängertischen auf Seiten wie beispielsweise Full Tilt Poker bessere Gegner. Dort haben Spieler die Möglichkeit, sämtliche Poker Regeln schnell und einfach zu erlernen.

Die Persönlichkeiten in Poker Night 2 sind der wahre Grund, weshalb Spieler zum Gamepad greifen sollten. Die Dialoge sind vollgepackt mit Humour und Audiowitzen, die Fans sicherlich zum kichern bringen. Spielern wird ein tiefer Einblick in die einzelnen Charaktere geboten, sodass es scheint, als verbringe man einen Abend mit Kumpeln. Während GLaDOS ihr für gewöhnlich dunkles Selbst gerade so zurückhält, sorgen Claptraps hyperaktives Geschwätz, Ashs Märchen über teuflische Abenteuer und Brocks masculine Retorten für puren Spielspaß und Charme.

Obwohl die Interaktionen so mitreißend sind, dass man fast vergisst, dass man sich in einem Kartenspiel befindet, kann es auf Dauer etwas langweilig werden. Nachdem man sich durch ein paar Turniere gespielt hat, wird man feststellen, dass sich Witze und Geschichten wiederholen und es nicht mehr ganz so lustig ist. Auch wenn der Content sehr umfangreich ist und Spieler für mehrere Stunden beschäftigt – nach einer gewissen Zeit lässt die Aufmerksamkeit sicherlich etwas nach.

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Entschlüsselbare Features und Extras im Spiel erlauben es Spielern, Drinks für ihre Gegner zu bestellen und ermöglichen Zugang zu neuen thematisch gestalteten Chip-Sets, Tischen und Kulissen, was Spielern definitiv einen Zusatzanreiz gibt, weiterzuspielen. Allerdings bedeuten das Nichtvorhandensein einer echten Pokerherausforderung, die Wiederholungen sowie das Fehlen eines Multiplayer Modus, dass Poker Night 2 Spielern zwar einen unterhaltsamen Abend bieten kann, doch darüber hinaus nicht viel mehr.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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