Donnerstag , 19. Oktober 2017
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Tomb Raider: Definitive Edition im Test

Square Enix und Crystal Dynamics haben sich die Mühe gemacht die Tomb Raider Neuauflage vom letzten Jahr auch für die Next-Gen-Konsolen PlayStation 4 und Xbox One zu veröffentlichen. Schon das Tomb Raider aus dem letzten Jahr konnte mit guter Grafik und vor allem viel Action punkten.

Was macht die Tomb Raider: Definitive Edition – wie sie offiziell genannt wird – nun besser? Lohnt sich ein Kauf zum vollen Preis? Das und mehr analysieren wir in unserem ausführlichen Testbericht!

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Was ist bei der Tomb Raider: Definitive Edition inhaltlich anders?
Eine durchaus berechtigte Frage, die auch für viel Gesprächsstoff sorgte. In der Definitive Edition gibt es neben allen DLC’s, die nur aus ein paar Maps und Skins bestehen, noch ein zusätzliches verstecktes Grab. Das wars dann auch schon, mehr hat sich inhaltlich in der Definitive Edtion nichts geändert. Für unseren Geschmack ist das ein bisschen zu wenig. Ein Upgrade-Programm bieten Crystal Dynamics und Square Enix leider nicht. Die Tomb Raider: Definitive Edition kostet folgerichtig so viel wie ein komplett neues Spiel. Trotzdem, auch alle die schon die PS3-Version in ihrer Spielesammlung haben, sollten die Tomb Raider: Definitive Edition nicht komplett abschreiben. Alle anderen, es lohnt sich definitiv – sofern man Lust auf mehr Action als Adventure hat!

Die junge und noch unerfahrene Archälogin Lara Croft verschlägt es auch in der Definitive Edition wieder an die japanische Küste – genauer gesagt zum mysteriösen Drachen-Dreieck. Schon seit Jahrunderten wird immer wieder über verschwundene Schiffe und Flugzeuge berichtet. Auch das Forschungsschiff Endurance mit Lara Croft bleibt nicht verschont und geht in einem massiven Sturm vor einer geheimnisvollen Insel unter. Das Abenteuer beginnt! Die Definitive Edition bietet wiederum rund 10 bis 15 Stunden gute und vor allem actionreiche Unterhaltung! Bekanntlich setzt Crystal Dynamics bei der Neuauflage viel stärker auf actionreiche Elemente als auf Adventures.

Obwohl ich bereits die PS3-Version durchgespielt habe, hat mich die Definitive Edition nochmals gepackt – die Story macht einfach unheimmlich viel Spass! Vor allem die Entwicklung von der jungen Lara Croft ist interessant zu beobachten – von einer schüchternen, jungen Archälogin entwickelt sie sich im Verlaufe des Spiels in eine Frau die zu allem bereit ist!

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Die Grafik auf PC-Niveau
Wer Tomb Raider auf dem PC gespielt hat bzw. spielt, der wird beim Blick auf die PS4-Version keinen grossen Unterschied mehr feststellen – die Grafik der PS4 ist definitiv auf PC-Niveau. Die PS4-Version kann nicht nur mit einer Auflösung von 1080p und mit vier Mal höher aufgelösten Texturen punkten, sondern auch das erhöhen der Partikeleffekte wirkt sich sehr auf die Optik aus. Die Weitsicht war bereits bei der PS3-Version beeindruckend, doch die PS4-Version toppt diese um längen! Darüber hinaus sehen auch die Licht- und Schatteneffekte nochmals um einiges besser aus, was sich auch an der Umgebung bemerkbar macht.

Auch an der Protagonistin wurden zahlreiche Optimierungen vorgenommen, darunter zählen unter anderem deutlich mehr Polygonen und die TressFX-Technologie von AMD. Mit der TressFX-Technologie kann das Haar viel realistischer dargestellt und animiert werden. Das fällt in mehreren Spielsituationen positiv aus, beispielsweise wenn Lara unter Wasser taucht, sehen ihre Haare danach auch nass aus. Windet es stark, so bäumt sich ihr Pferdeschwanz etwas auf. Das sind alles eher Kleinigkeiten, fallen aber einem sofort auf und sorgten dafür, dass Lara viel lebensechter aussieht. Das Hauptaugenmerk haben die Entwickler offenbar aber auf das Gesicht gelegt, das nun deutlich „feiner“ wirkt und auch mehr Emotionen offenbart. Lara sieht in der Definitive Edition noch etwas jünger aus als noch bei der PS3-Version.

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Next-Gen-Features – Geschickt umgesetzt
Tomb Raider: Definitive Edition ist nicht nur ein Port der PS3-Version mit einer besseren Grafik geworden, nein. Bei Crystal Dynamics hat man sich auch Gedanken über die neuen Features der PlayStation 4 gemacht. Schliesslich bietet unter anderem der DualShock 4-Controller zahlreiche interessante Features, wie der Lautsprecher oder die Lightbar. Ausserdem unterstützt die Definitive Edition auch die PS4-Kamera (optional hier erhältlich). An all diese Features haben die Entwickler gedacht und sie – mehr oder weniger – sinnvoll umgesetzt.

Fangen wir gleich mit den Features des DualShock 4-Controllers an. Die eher umstrittene Lightbar zeigt uns den Gesundheitszustand von Lara an und signalisiert uns Schüsse mit einem kurzen „aufblitzen“. Ausserdem kann die PS4-Version mit einer sehr guten Implementierung der kleinen Lautsprecher des DualShock 4-Controllers überzeugen. Erhalten wir beispielsweise eine Anweisung via Walkietalkie, hört sich das extrem gut über die kleinen Lautsprecher an.

Ein weiteres Feature ist die Unterstützung der PS4 Kamera, die ihr euch als optionales Zubehör hier bestellen könnt. Die PS4-Kamera kann vor allem in hektischen Situationen glänzen, schliesslich kann man einfach mit Sprachbefehlen Lara dazu animieren die Waffe zu wechseln.

Fazit
Ich hab ganz vergessen, wie viel Spass Tomb Raider macht! Obwohl ich die Story schon einmal erlebt habe, hat mich die Story wieder gepackt. Mit der Definitive Edition zeigt Crystal Dynamics eindrücklich, was die Next-Gen-Konsolen auf dem Kasten haben. Optisch sah Lara Croft noch nie zuvor schöner aus und die PS4-Features können sich sehen lassen. Auf neue Inhalte darf man aber nicht zählen, auch wenn die Definitive Edition alle DLCs enthält (sind nur für den Multiplayer-Modus relevant). Trotzdem, die Definitive Edition ist eine Portierung aus dem letzten Jahr und hat dementsprechend mehr oder weniger dieselben Ecken und Kanten.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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