Donnerstag , 14. Dezember 2017
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FIFA 14 im Test – lohnt sich ein Kauf für die PS3?

Nun ist es soweit, EA SPORTS hat die Fussballsimulation FIFA 14 für die aktuelle Konsolen-Generation und PC veröffentlicht. Doch lohnt sich überhaupt ein Kauf für die PlayStation 3? Schliesslich kommt am 29. November 2013 bereits die Next-Gen-Version für die PlayStation 4 auf den Markt, die gegenüber der aktuellen Version viele neue Features bieten wird. Doch wir können euch beruhigen, der Kauf lohnt sich auch für die aktuelle Konsolen-Generation! EA SPORTS hat nicht einfach die Spielerdatenbank aktualisiert, sondern vor allem am Gameplay spürbare Änderungen vorgenommen.

FIFA14-Barca

Das Gameplay – fühlt sich irgendwie „Anders“ an!
Wer sich an das Gameplay von FIFA 13 gewohnt ist, muss sich in FIFA 14 definitiv umstellen! Vor allem an der Geschwindigkeit hat EA SPORTS spürbar geschraubt. Obwohl mein Spieler sprintete, kam es mir so vor als würde dieser gemütlich in der Gegend herum joggen. Was im Sprint auch auffällt, die Spieler legen den Ball deutlich weiter vor und eine Richtungsänderung wird nicht mehr Ruck Zuck umgesetzt. Man merkt nun viel mehr, welcher Spieler Flink ist und welcher Spieler eine lahme Krücke ist. Diese Änderungen kommen dem Realismus sehr entgegen.

Ich persönlich habe in FIFA 13 selten irgendwelche Tricks angewendet – zu umständlich waren mir die verschiedenen Tastenkombinationen. Da in FIFA 14 die Ausführung der Tricks deutlich vereinfacht wurde – sie können mit nur einer Taste bzw. mit dem rechten Stick ausgeführt werden – bin ich auch auf den Geschmack gekommen. Je nach Skills der Spieler, können sie spektakulärere Tricks ausführen und verfügen über eine deutlich bessere Ballkontrolle. Der Ball kann darüber hinaus mit der Taste L2 von den Gegnern abgeschirmt werden.

 

Aufgrund der neuen Ballphysik „Pure Shot“ unterlaufen unserern Spielern vermehrt Fehler bei Pässen oder Torschüssen. Nicht alle Pässe kommen also dort an, wo wir das gerne hätten. Auch bei den Torschüssen, landen die Bälle vermehrt neben dem Tor als im Tor. Das ist  zwar teilweise etwas frustrierend, wirkt isch aber positiv auf den Realismus aus. Allerdings kommt es vor allem bei schlechten Teams zu viel zu Fehlpässen, was auf Dauer sehr frustiert.

Doch nicht nur im Angriff haben die Entwickler Änderungen vorgenommen, auch in der Verteidigung muss man sich als FIFA 13-Spieler umstellen. Während man in FIFA 13 noch relativ einfach zu Torchancen kam, muss man in FIFA 14 viel mehr Geduld aufbringen. Wer einfach die Bälle nach vorne schlägt und meint ein schneller Stürmer macht irgendwann schon ein Tor, wird mit grosser Wahrscheinlichkeit als Verlierer vom Platz gehen. Warum? Weil die Verteidigung ganz einfach viel intelligenter aufspielt! Man muss die Bälle länger in den eigenen Reihen halten – Tiki Taka lässt grüssen – um dann irgendeinmal eine Lücke in die Verteidigung zu reissen. Tja, Geduld ist eine Tugend!

Die Verteidiger schliessen die Lücken viel schneller, agieren beim Pressing viel aggressiver und sind einfach deutlich geschickter als im Vorgänger. Endlich kann man übrigens auch in einem Laufduell den Gegner festhalten oder ihm an seinem Trikot zupfen. Diese Änderungen wirken sich alle auf den Realismus des Spiels aus – positiv versteht sich!

Zusammengefasst: EA SPORTS hat das Gameplay komplett überarbeitet. Durch die Umstellungen ist das Spiel deutlich simulationslastiger geworden, was zur Folge hat das die Spiele weniger attraktiv sind.

fifa14_3

Die Atmosphäre passt – bis auf die 2D-Zuschauer und Kommentatoren
Fangen wir beim übearbeiteten Menü an, das mich aufgrund der Kacheloptik stark an Windows 8 bzw. Windows Phone 8 erinnert. Doch die neue Menüoptik kann überzeugen! Sie ist nun deutlich übersichtlicher, was sich unter anderem auch im Pausenmenü positiv auswirkt. So kann man im Pausenmenü nun auch direkt die Taktik ändern, ohne dass man wieder in die Team-Einstellungen wechseln muss. In den Untermenüs hat sich allerdings, bis auf das etwas frischere Design, nichts geändert.

Was die Grafik angeht, hat sich gegenüber dem Vorgänger nichts geändert, was nicht zwingend negativ ist. Bei den Animationen können ein paar kleinere Verbesserungen ausgemacht werden, vor allem bei der Ausführung der Tricks oder bei den Jubelgesten. Nichts geändert hat sich hingegen bei den 2D-Pappzuschauern. Laut EA SPORTS dürfen wir uns erst mit der NextGen-Version auf schöner animierte Zuschauer freuen – die aktuelle Konsolen-Generation hat zu wenig Power – angeblich. Sei’s drum, ändern können wir es nicht. Sonst ist mehr oder weniger alles einfach „FIFA-typisch“ – die Fangesänge sorgen wiederum für eine gute Atmospähre, während die beiden Kommentatoren Manni Breuckmann und Frank Buschmann mehrheitlich dasselbe labern und deshalb schnell auf die Nerven gehen.

Fast hätte ich’s vergessen: Wer in der Nachspielzeit im eigenen Stadion das Siegestor erziehlt, darf sich auf einen ohrenbetäubenden Jubel der Fans freuen – ganz cool gemacht!

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Was gibt’s Neues bei den Modi?
EA SPORTS scheint sich vorwiegend auf das Gameplay von FIFA 14 konzentriert zu haben, denn an den Modi gibt es praktisch keine Neuerungen – mit der Betonung auf praktisch! Was wir schon lange gefordert haben, ist nun endlich von EA SPORTS erhöht worden! Das Scouting-Netzwerk im Manager-Modus wurde endlich überarbeitet! Nun kann man während der ganzen Saison weltweit nach neuen Stars ausschau halten! Auch können endlich auch 16 Jährige in die erste Mannschaft aufgenommen werden. Man hat nun die Möglichkeit bis zu sechs Scouts los zu schicken, jeder mit einem individuellen Anforderungsprofil. Durch diese Neuerungen machen die Transfers auf einen Schlag deutlich mehr Spass!

Neben dem überarbeiteten Manger-Modus, hat EA SPORTS im Online-Modus den Saison-Modus eingeführt. Zusammen mit einem Freund, kann man so gegen zwei andere Spieler in einer eigenen Online-Saison antreten. Der sehr beliebte Ultimate Team Modus ist natürlich auch wieder vertreten, so wie der Be a Pro Modus auch.

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Fazit
Vor diesem Testbericht war ich mir wirklich nicht sicher, ob sich ein Kauf von FIFA 14 für die aktuelle Konsolen-Generation lohnen würde. Nun kann ich sagen, doch es lohnt sich schon … aber! Wer lieber auf die ganz grossen Neuerungen warten will, der sollte auf die NextGen-Version warten. Wer sich allerdings mit kleineren, aber guten Verbesserungen zufrieden gibt, der sollte bei FIFA 14 für die PS3 zugreifen. Ich denke da vor allem an die Verbesserungen am Gameplay oder auch im Transfer-System im Manager-Modus. Schlussendlich werden eingefleischte FIFA-Fans so oder so bei beiden Versionen zugreifen..

PES 2014 oder FIFA 14? Diese Runde geht wieder an EA SPORTS. Warum? Momentan ist FIFA 14 einfach ausgereifter und kann mit den vielen Lizenzen punkten. Doch die Konkurrenz schläft nicht und hat mit der Fox-Engine eine Grafik-Engine entwickelt, die ihre volle Leistung erst auf den NextGen-Konsolen entfalten wird. Spätestens im nächsten Jahr wird es spannend, ob EA SPORTS die Nummer 1 der Fussballsimulationen behaupten kann.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf
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Ein Kommentar

  1. Guter Test, kompakt, aber alles wichtige drin.
    Guckt doch mal auf unserer Seite vorbei:
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