PES 2014 im Test – neue Engine, neues Glück?

Die FOX Engine der Kojima Productions, soll PES 2014 (Pro Evolution Soccer 2014) aus dem Hause Konami an die Spitze der Fussball-Simulationen katapultieren. Was einem sofort auffällt, ist die deutlich bessere Grafik gegenüber dem Vorgänger. Doch reicht die bessere Grafik aus, um EA SPORTS mit FIFA 14 auf den zweiten Rang zu verdrängen? Wir verraten es euch, in unserem ausführlichen Review zur neuen Fussball-Simulation!

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Neue Ligen konzentrieren sich auf Südamerika..
Die PES-Anhänger fordern schon seit einiger Zeit, endlich neue Ligen die offiziell lizenziert sind – eine neverending story halt. Die meistgewünschten Ligen bleiben aber weiterhin exklusiv bei der Konkurrenz, doch man darf sich trotzdem auf ein paar neue Ligen freuen.

Neu dabei sind die Teams der AFC Champions League aus Asien, die Copa und Recopa Sudamericana und die ersten Ligen aus Argentinien und Chile. Ausserdem sind weiterhin die UEFA Champions League, die UEFA Europa League und die Copa Libertadores offiziell lizenziert. Die Stimmung kommt übrigens wunderbar herüber, wenn die Spieler zur Champions League Hymne ins Stadion einlaufen – das auch dank der neuen Engine, dazu etwas weiter unten mehr!

Die Ligen aus Frankreich, Holland, Italien, Brasilien und Spanien sind übrigens wiederum mit von der Partie. Ausserdem sind zahlreiche bekannte europäische Mannschaften lizenziert, darunter beispielsweise der FC Bayern München.

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Die Modi – Meister-Liga, Be A Legend, UEFA Champions League, usw..
Bei den Modi gesellt isch neu die Meister-Liga dazu, was allerdings kein wirklich neuer Modi ist. Neu kann man in der Meister-Liga als Trainer einfach das Team wechseln, oder zusätzlich eine Nationalmannschaft betreuen. Bei Be A Legend arbeitet man sich von No-Name-Kicker zu einer Legende hinauf – interessant, aber nichts Neues. Neu hingegen ist der Modi AFC Champions League, wo man die asiatische Champions League spielen kann. Ausserdem sind natürlich wieder die folgenden Modi vertreten: UEFA Champions League (ich liebe die Hymne!), UEFA Europa League und Copa Libertadores..

Nichts passendes darunter? Dann kann man wieder eine eigene Liga oder einen eigenen Pokal erstellen.

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Neue Engine, neues Glück?
Konami hat PES 2014 von Grund auf neu entwickelt, was sich auch schnell bemerkbar macht. Die Fussball-Simulation basiert neu auf der Fox Engine der Kojima Productions, die auch im kommenden Metal Gear Solid V: The Phantom Pain zum Einsatz kommen wird. Dieser radikale Entscheid hat viele in der Branche überrascht, war aber dringend nötig und bezahlt sich aus! Noch nie sahen die Gesichter und Animationen so gut aus wie in PES 2014! Ja, sogar die Konkurrenz aus dem Hause EA SPORTS hat hier das nachsehen, zumindest was den Vorgänger FIFA 13 betrifft.

Doch auch in PES 2014 ist nicht alles Gold was glänzt. Die Grafik-Engine sieht zwar wunderschön aus, läuft aber einfach noch nicht ganz flüssig. In mehreren Situationen machte sich dies leider negativ bemerkbar. Genau aus diesem Grund hat Konami wohl auch die Regen-Partien einfach mal so gestrichen – die PS3 wäre damit total überfordert. Bei den Animationen der Spieler gibt es auf den ersten Blick nichts auszusetzen, schaut man sich aber die Übergänge der Animationen etwas genauer an, fällt auf, dass diese nicht ganz flüssig sind und die Spieler eher wie ein Roboter agieren.

Des Weiteren kommt es in PES 2014 zu unangenehmen Glitches. Das heisst, Spieler laufen durch andere Spieler hindurch oder Bälle die direkt auf den Torhüter fliegen, fliegen auch einfach hindurch. So etwas sollte in einer finalen Version nicht passieren, auch wenn das Spiel von Grund auf neu entwickelt wurde. Da muss Konami dringend mit einem Patch nachbessern!

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Emotionen dank „Heart“
Emotionen gehören zum Fussball und erstmals spielen die Emotionen auch in einer Fussball-Simulation eine zentrale Rolle. Konami nennt das Feature „Heart“. Kann einer meiner Spieler komplett alleine auf das Tor zu sprinten, wird dieser natürlich von den eigenen Fans angefeuert. Durch das Anfeuern des Publikums, sprintet mein Spieler noch einen Zacken schneller als er das sonst tun würde – dank den Emotionen halt. Dieses Feature kann sich wahrhaftig auf das Spielgeschehen auswirken und wurde toll durch die Entwickler umgesetzt.

Und sonst so?
Die Kommentatoren Hansi Küpper und Wolff-Christoph Fuss, dürfen die Partien auch in PES 2014 wieder kommentieren. Abgesehen von ein paar unpassenden Kommentaren, machten die beiden Kommentatoren einen guten Eindruck und sorgten für etwas Abwechslung. Der Soundtrack von Konami kann hingegen ganz und gar nicht mit der Konkurrenz mithalten – zu klein ist die Musikauswahl.

Die Bewertungen der Spieler kann man derzeit nicht ernst nehmen. Da hat beispielsweise ein unbekannter Nachwuchsspieler dieselben Bewertungen wie ein gestandener Profi-Fussballer. Das kann so einfach nicht stimmen und wirkt eher unprofessionell. Konami, unbedingt nachbessern!

Fazit
Es fällt mir schwer, eine Bewertung für PES 2014 abzugeben. Auf der einen Seite macht Konami sehr vieles richtig, auf der anderen Seite besteht aber auch noch viel Verbesserungspotential. So kann die Grafik von PES 2014 auf der ganzen Linie überzeugen, doch kommt es leider immer wieder zu unangenehmen Rucklern und zu unschönen Glitches. Falls Konami diese Probleme mit neuen Patches in den Griff bekommt, muss sich PES nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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