The Last of Us im Test – grosses Gefühlskino!

Mit The Last of Us erscheint wohl eines der letzten Highlights exklusiv für die PlayStation 3 und dafür hat sich das Entwicklerstudio Naughty Dog reichlich Zeit gelassen. Bereits im Dezember 2011 wurde das Spiel bei den Video Game Awards angekündigt und schon damals, packte mich die Geschichte rund um die Protagonisten Joel und Ellie. Als ich das erste Mal von The Last of Us hörte, erinnerte mich das Spiel sofort an den Film I am Legend mit Will Smith, schliesslich geht es für Joel und Ellie auch in The Last of Us ums Nackte überleben.

Ob sich die Wartezeit auf den Titel gelohnt hat, erfährt ihr auf den nächsten Zeilen.

Die Story – Der Kampf ums Überleben hat begonnen!
Wir möchten euch an dieser Stelle nicht zu viel von der Story verraten, sonst wäre die Spannung im Spiel mehr oder weniger bereits jetzt verflogen und auch Sony will keine Spoiler in den Testberichten – daran halten wir uns natürlich. Nur so viel, die Story ist extrem unterhaltsam und regte uns an der einen oder anderen Stelle zum nachdenken an. Bereits ab den ersten Minuten schafft es Naughty Dog mit The Last of Us uns in den Bann zu ziehen.

Ursprung der Katastrophe ist ein Pilz, der sich rasendschnell auf der ganzen Welt verbreitet. Damit sich der Pilz nicht noch schneller verbreitet, wurden die Grossstädte in verschiedene Quarantänenzonen unterteilt, die nicht über den legalen Weg verlassen werden dürfen. Das Militär kontrolliert die Gegenden, wer sich nicht an die Regeln hält, wird eingesperrt oder getötet – kurz gesagt, Horror-Zustände für diejenigen die nicht mit dem Pilz infiziert sind. Durch die krasse Bevormundung des Militärs, hat sich die militante Fraktion Fireflies gebildet. Anführerin der Fireflies ist Marlene, im Spiel auch gerne Queen Firefly genannt. Marlene ist es dann auch, die uns einen Auftrag vermittelt, der uns das ganze Spiel verfolgen wird – Ellie soll aus der Stadt geschaffen werden, gegen eine angemessene Bezahlung in Form von Waffen, versteht sich. Tess ist die Freundin von Joel, die ihn begleitet und Joel’s grösster Rückhalt darstellt.

Naughty Dog schafft es einmal mehr, die Geschichte der einzelnen Protagonisten perfekt und glaubwürdig zu erzählen. So gibt es zahlreiche Abschnitte, wo wir einfach durch die Gegend laufen und uns mit Ellie unterhalten, ohne das wir vom Militär oder einer infizierten Horde angegriffen werden. Diese Abschnitte sind zuerst etwas ungewohnt, da wir eigentlich immer mit einem Angriff gerechnet haben. Dennoch ist es schön, dass Naughty Dog so viel Zeit für die Vorstellung der Protagonisten eingeplant hat.

The Last of Us zeigt eindrücklich, wie eine Plizepidemie die komplette Menschheit verändern kann. Die infinizierten Menschen entwickeln sich regelrecht zu wilden Tieren, die vor nichts und niemandem halt machen. Aber auch die Leute die nicht infiziert sind, verhalten sich nicht wirklich besser. Man tötet andere Menschen um zu überleben. Wer nicht tötet, stirbt. Oder anders gesagt, wer in der Welt von The Last of Us irgendwie überleben will, muss stark sein – die schwachen Leute werden gnadenlos getötet – ob von infizierten oder nicht infizierten Leute.

Insgesamt werdet ihr mit der Kampagne zwischen 12 bis 15 Stunden beschäftigt sein. So viel zur Story, den Rest erlebt ihr am besten selbst, es lohnt sich!

Das Gameplay
The Last of Us zeichnet sich durch eine perfekte Mischung aus Stealth- und Action-Elementen aus. Wer einen Shooter erwartet hat, muss an dieser Stelle enttäuscht werden. In The Last of Us muss man extrem sparsam mit der Munition umgehen, sonst könnte es in der einen oder anderen Situation knapp werden.

Bei den meisten Abschnitten lässt Naughty Dog jedoch den Spieler entscheiden, ob er sich um die Gegner schleichen möchte oder ob er mit Waffengewalt dahinter will. Wer sich fürs Schleichen entscheidet, kann die menschlichen Gegner auch mit einer brutal dargestellten Nahkampfattacke ausser Kraft setzen. Allerdings teilen diese auch gerne aus und Joel kann – zumindest am Anfang – nicht extrem viel einstecken.

Es lohnt sich die Gegenden genau unter die Lupe zu nehmen, denn überall sind Materialien versteckt die beispielsweise für Medi-Kits, Bomben oder modifizierte Schlagstöcke benötigt werden. Die Schlagstöcke oder Schlageisen gehen aber nach und nach kaputt, so dass ihr wiederum einen neuen Schlagstock besorgen müsst. Über die „Select“-Taste kann das Menü aufgerufen werden, wo ihr dann die Waffen oder auch die Fähigkeiten von Joel verbessern könnt – beispielsweise das er sich schneller heilt oder er viel besser bzw. weiter hört.

Einen Kritikpunkt müssen wir an dieser Stelle dennoch anbringen: Die KI-Gegner! Ab und zu fällt einfach auf, dass sich die KI nicht besonders schlau verhält. Teils laufen die Gegner ohne Ziel in der Gegend herum oder schnurstracks in unsere Arme. Das müsste nicht sein, den sonst macht die KI – bis auf die Aussetzer – einen guten Eindruck.

Die Atmosphäre – Wie immer bei Naughty Dog – 1A!
Die Jungs und Mädels bei Naughty Dog haben es wieder einmal geschafft, das Thema perfekt in Bildern umzusetzen. Man fühlt sofort, dass in der Umgebung viele Gefahren lauern – seien es die Clicker, die schon so stark vom Pilz befallen sind, dass sie nichts mehr sehen, dafür umso besser hören können, oder sonstig Infizierte. Die Gebäude in der Umgebung sind total verwildert und teilweise sogar eingestürzt, oder U-Bahnen die unter Wasser stehen – All das und der perfekte Soundtrack trägt zu der besonderen Atmospähre bei.

Kurz gesagt: Die Atomosphäre kann bei The Last of Us auf ganzer Linie überzeugen.

Die Grafik – kurz und knapp – sie ist beeindruckend!
Die Grafik von The Last of Us ist beeindruckend, vor allem die stimmigen Lichteffekte kommen extrem gut zur Geltung. Man merkt dem Spiel an, dass sich die Entwickler extrem Mühe gegeben haben und viel Wert auf die Details legten. Die Gesichtsanimationen sind authentisch und sehr detailliert, so detaillierte Gesichtsanimationen habe ich noch nie auf der PS3 gesehen – auch nicht in L.A. Noire.

Ganz ohne Fehler kommt aber auch The Last of Us nicht aus – hier und da trafen wir matschige Texturen an und äusserst selten schlich sich auch ein Clipping-Fehler ein. Halb so wild, den wie bereits erwähnt, die Grafik ist beeindruckend!

Fazit: The Last of Us das Spiel des Jahres?
The Last of Us lebt von der dramatischen Story, die uns von der ersten Minute an in den Bann gezogen hat. Da schauen wir gerne über ein paar matschige Texturen und die teils „verwirrte“ KI hinweg! Wir können uns gar nicht mehr erinnern, wann ein Spiel so unter die Haut ging wie The Last of Us – man leidet mit Joel und Ellie mit und wird auch richtig aggressiv wenn bsp. Ellie von jemandem angegriffen wird. Ich glaube das ist genau der Schlüssel von The Last of Us, man kann sich extrem schnell in die Person versetzen und fühlt ganz einfach mit.

Ob The Last of Us den Titel „das Spiel des Jahres“ verdient hat, ist nicht abschliessend zu beantworten – noch nicht. Das Jahr hat noch sechs Monate, es erwarten uns noch weitere interessante Spiele für die PS3. Bis jetzt ist es zumindest das Spiel, was mich persönlich am meisten „berührt“ und überzeugt hat. Es erübrigt sich zu sagen, dass The Last of Us definitiv ein Pflichtkauf ist!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

Auch interessant

So schauen Sie sich Videos auf PS3 an

Spielkonsolen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Seit langem kann man über die Gamingkonsole …

Ein Kommentar

  1. Hab es auch seit Release Zuhause rumfahren.
    Inzwischen werde ich wohl um die 4 Stunden gespielt haben.
    Bis jetzt bin ich auch echt weggeblasen worden.
    Das Gefühl von Panik und Terror überkam mich bisher nicht nur einmal.
    Ich habe lange nicht mehr soviel Nervenkitzel beim Spielen erfahren dürfen.

    Grüße

    http://nerdingers-katze.blogspot.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.