God of War: Ascension im eisenharten Test

Mit God of War:Ascension (GoW:A) bringt uns das Studio Santa Monica den sechsten Ableger der GoW-Franchinse. Die Entwickler versprachen in einem Interview, dass der Spieler mit diesem Teil Kratos besser verstehen lernt. Man darf also gespannt sein..

Plot
Kratos erwacht in einem Gefängnis für Verräter, welche einen Bluteid gebrochen haben. Wie er in diese missliche Situation kam wird nicht erläutert. Jedoch wird schnell klar, dass auch so ein Gefängnis Kratos nicht lange halten kann..

Schon zu Beginn des Spiels macht einem eine der Furien das Leben schwer und versucht Kratos Ausbruch um jeden Preis zu verhindern. Nachdem das halbe Gefängnis in Schutt und Asche liegt und es eine Furie weniger gibt, wird auch schon das nächste Ziel bekanntgegeben. Das Orakel von Delphi soll uns helfen unsere Visionen der toten Familie und den Wahnsinn der Furien abzuschütteln.
Hier kommt auch schon die meiner Meinung nach grösste Schwäche n der Geschichte von GoW:A. Die Suche nach dem Orakel nimmt viel Zeit in Anspruch, in welcher Story-technisch gesehen nichts passiert. Somit fängt die Story erst nach ca. einem Drittel an, richtig an Fahrt zu gewinnen. Auch die Tatsache, dass ein Grossteil der Story in Rückblenden erzählt wird macht einem das Verständnis nicht einfacher. Unaufmerksame Spieler werden sich das eine oder andere Mal dabei erwischen, wie sie sich fragen; „Was habe ich gerade gemacht“ oder „Wo bin ich?“.
Auch sonst ist die Story auf jedenfall nicht für Leute gedacht, welche zum ersten mal einen GoW-Titel in die Hand nehmen.

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Gameplay
Das Spielprinzip von GoW ist weitläufig bekannt und schnell erklärt. Mit seinen beiden Chaosklingen stutzt Kratos alles zurecht, was ihm in den Weg kommt und liefert spektakuläre Kombos ab. Auch die Quick Time Events (QTE) sind wieder eine wahre Freude und manch ein noch so pompöser Bossgegner muss in die Knie gehen.  GoW war nie dafür bekannt ein Spiel zu sein, durch welches der Charakter einfach durchläuft. Somit ist auch dieses Spiel (vor allem im Hard-Mode) ein dicker Brocken und man braucht doch einiges an Frustresistenz um die steil ansteigende Lernkurve zu meistern.

Neue Waffen gibt es in GoW:A eigentlich keine, stattdessen bedienen wir uns bei den Elementen der grossen vier griechischen Gottheiten. So findet man doch ziemlich schnell die Erweiterungen Feuer (Ares), Eis (Poseidon), Blitz (Zeus) und Seelen (Hades) für unsere Klingen. Enttäuscht hat mich, dass diese Upgrades jeweils einfach rumlagen und man nicht wirklich das Gefühl hat etwas dafür getan zu haben.

Eine interessante Neuerung bietet das Uroboros-Amulett. Sobald Kratos dieses Amulett aktiviert, kann er bestimmte Dinge wieder in seinen Urzustand versetzten oder zerfallen lassen. So ist es möglich eine kaputte Brücke wieder passierbar zu machen. Dass sich damit auch das eine oder andere geniale Rätsel machen lässt, kann man sich denken.

Grafik und Sound
Die Grafik ist wie aus GoW 3 sehr schön gemacht und imponiert sowohl beim Spielen, wie auch in den Story-Sequenzen. Mir persönlich haben die Szenen beim Betreten eines neuen Bereichs am besten gefallen. Hier sieht man, wie viel Mühe sich die Santa Monica Studios gegeben haben.

Auch am Sound gibt es nicht viel zu meckern und wirkt nie fehl am Platz, sondern unterstreicht die Kulisse jeweils sehr gut.
Ganz ohne Wermutstropfen kommt das Spiel aber nicht aus. Die Kamera hat mich in vielen Situationen gezwungen ein und denselben Abschnitt immer wieder zu spielen bis ich ihn blind hätte machen können. Man merkt doch ab und an, dass die Kamera nicht immer optimal liegt und man nicht sieht, dass man nun hätte einen Sprung machen müssen um den Boden unter den Füssen nicht zu verlieren. Eine andere Situation ist, dass die Kamera soweit herauszoomt, dass man nur noch anhand der peitschenden Chaosklingen erahnen kann wo sich Kratos aktuell befinden könnte.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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