Testbericht: Sleeping Dogs

Vielleicht geht es einigen von Euch (ähnlich wie uns) und Ihr habt mit Freude zur Kenntnis genommen, dass Sleeping Dogs wirklich cool wirkt (Demo-Modus, Trailers etc.). Sleeping Dogs ist auch cool, doch es ist schlussendlich eher weniger das, was wir erwartet haben. Doch greifen wir nicht schon zum Fazit.

Story
Erfreulicherweise haben wir den Eindruck, das dieses Spiel nicht unnötig viel Story-Hintergrund bietet. Zu Beginn wird einem mehr oder weniger lediglich klar gemacht, dass Ihr als Spieler fortan eine Doppelrolle einnehmt und sowohl als (Undercover) Cop als auch als krimineller Bandenangehörigen agieren werdet. Zeitgleich werdet Ihr in einem relativ locker gestalteten Tutorial mit dem Gameplay vertraut gemacht. Wieviel Story und inwiefern sich diese im Verlaufe des Spiels noch ergibt möchten wir Euch selbst entdecken lassen. Wir sind grundsätzlich der Ansicht, dass eine gute Mischung entstanden ist aus Spiel und Story.

Gameplay/Navigation

– Gameplay
Der Protagonist lässt sich ziemlich intuitiv durch das Spiel preschen. Wobei wir bewusst „preschen“ erwähnen, das ganze macht einen wirklich flotten Eindruck und es geht oft mit viel Tempo zu und her – nicht nur weil Ihr einen absoluten Kampfkunst-Athleten mimt, sondern auch weil dieser jedes Hindernis spielerisch leicht überwinden kann (Häuserfassaden, Reling, etc.). Das macht wirklich Spass! Nie wieder die Treppe suchen um nach unten/oben zu gelangen oder mühsam um die Absperrung rumgehen – einfach drauf los. Komplizierter wird’s wenn es darum geht, erste Martial-Arts Einsätze zu bestehen. Draufhauen geht noch, aber im richtigen Moment kontern und mehrere Gegner im Griff haben, das benötigt (jedenfalls für eingefleischte Shooter wie mich) Angewöhnungszeit! Zwar könnt Ihr auch kurzen Prozess machen und den Gegner durch sogenannte „Umwelt-Attacken“ spontan und gänzlich DEFINITIV ausschalten (Stromschläge, unter Garagentor zermalmen oder in Mülltonne werfen), jedoch fehlt uns ganz klar eine simple Schusswaffe. Man hätte ja deren Einsatz mit wenig Munition limitieren können, so dass der Spieler sich trotzdem mit dem Erlernen der Kampfkünste auseinandersetzen muss statt ständig rumzuballern.

– Navigation
Die Openworld-Übersichts-Karte lässt sich einfach verstehen und bedienen, ebenso Kommunikationsmittel wie Handy und Computer/Überwachungszentrale. Die Navigation im Skill-Menu zum aufmotzen der Cop-/Verbrecher-Fähigkeiten sind jedoch etwas zähflüssig. Autos und Mofas lassen sich zweckmässig fortbewegen, solid aber nicht spektakulär.

Waffen/Items

– Waffen
Wie bereits kurz angesprochen kommen im Game zwar Schusswaffen zum Einsatz, jedoch müsst Ihr immer wieder aber auch vorlieb mit Messern oder anderem Werkzeug nehmen (als Alternative zu den Fäusten). Nach unserem Geschmack etwas zuwenig Waffengewalt.

– Items
Den Sammlerinstinkt kann man wie in diversen anderen Games auch hier ausleben, indem z. B. mehr oder weniger gut versteckte Koffer/Boxen gesammelt werden können. Falls Ihr mal Geld braucht um euch z. B. mit einem Snack auf dem Markt zu stärken oder Euch neu einzukleiden (oder auch zum „relaxen“ im horizontalen Gewerbe) empfehlen wir, Parkuhren umzunieten – das Geld lässt sich somit ziemlich locker einfahren.

Ambiente
Wer schon den einen oder anderen Trailer gesehen oder den Demo-Modus gespielt hat, weiss in etwa was Ihn erwartet. Ein im Verhältnis zu vergleichbaren Games doch eher exotisch anmutendes Spielgeschehen. Alles in allem empfinden wir das als jedoch durchaus gute Abwechslung und gleichzeitig als solid ausgearbeitet. Die Nähe zu GTA lässt sich nicht leugnen, ist aber durch den vormals genannt exotischen Charakter doch genügend distanziert, um als einfaches Plagiat abgestempelt werden zu können.

Fazit
Waschechte Shooter werden sich an diesem Spiel wohl nicht erfreuen können, Kampfkunst regiert deutlich! Die Grafik überzeugt uns, dem Spiel sind in bester Open-World manier nur wenig Grenzen gesetzt, Vergleiche lassen sich nur schwer ziehen. Deshalb lassen wir das und meinen: für jemanden der GTA, Red Dead Redemption etc. kennt und liebt und ausserdem die Wartezeit bis zum nächsten Rockstar-Knüller gerne verkürzen möchte, demjenigen empfehlen wir sicherlich dem Game eine Chance zu geben – vorausgesetzt Ihr seid exotisch veranlagt und lebt Euch gerne in fremd anmutenden Welten ein. All denjenigen, denen das Spiel zuwenig „Schussgewaltig“ klingt (mich eingeschlossen), denen raten wir eher, die aktuellen Knüller RESIDENT EVIL 6 und Far Cry 3 abzuchecken!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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