Testbericht: LittleBIGPlanet Vita

Mit LittleBIGPlanet für die PlayStation Vita kommt Sackboy endlich auf die Handheld-Konsole. Als vor knapp drei Jahren LittleBIGPlanet für die PSP auf den Markt kam, war schnell klar, dass die Entwickler nicht an das Original von der PlayStation 3 herankommen – technisch war damals einfach nicht mehr aus der PSP zu holen. Die PS Vita hat deutlich mehr Power unter der Haube und sollte diese Probleme nicht aufweisen – oder doch?

Wir haben uns das Spiel angeschaut und können euch schon jetzt verraten, der Suchtfaktor ist extrem hoch!

LittleBIGPlanet VITA kann mit Heimkonsole mithalten!
Tarsier Studios und Double Eleven haben es hinbekommen, alle Inhalte von der PS3 auch auf die PlayStation Vita zu portieren und diese sogar noch zu verbessern – vor allem die Steuerung! Dank der verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita (Touchscreen, Touchpad, usw..) konnten die Entwicklerstudios komplett neue Levels entwickeln. Auch die Grafik sieht für eine Handheld-Konsole einfach top aus, bis auf die wenigen, nicht so hoch aufgelösten Texturen. Die Stärke bei LittleBIGPlanet liegt aber definitiv beim grossen Umfang, und der wurde, wie bereits erwähnt, auf die Handheld-Konsole fast 1 zu 1 übernommen.

Planet Carnivalia braucht deine Hilfe!
Auf dem Planeten Carnivalia wütet ein Puppenspieler, der alle Einwohner zu Marionetten verwandeln will. Mit Sackboy müssen wir den Planeten retten. Der Puppenspieler war einst sehr erfolgreich und beliebt beim Volk von Carnivalia, wie uns der ehemalige Zirkusdirektor verrät. Als der Erfolg den Puppenspieler verliess und er vom Publikum nur noch ausgebuht wurde, trat er seinen Rücktritt an. Doch ein paar Jahre später, passieren mysteriöse Dinge auf dem Planeten. Urplötzlich wurden immer mehrere Sack-Wesen in böse und seelenlose Marionetten verwandelt, die den Planeten und die vielen Häuser vernichten.  Der ehemals so beliebte Puppenspieler hat sie in die Marionetten verwandelt! Unser Auftrag ist es nun, mit Sackboy diesen Machenschaften ein Ende zu setzen.

Wie schon von der Heimkonsole gewohnt, bietet auch die PS Vita Version sehr schöne Levels, liebevoll gestaltete Sack-Wesen und perfekt abgestimmte Soundtracks. Die Entwicklerstudios haben hier wirklich eine super Arbeit abgegeben, die ich so eigentlich nicht erwartet hätte. Schliesslich hat Sony mit LittleBIGPlanet 2 die Messlatte schon hoch angesetzt.

Der Einstieg, leicht gemacht!
Der ehemalige Zirkusdirektor lässt uns nicht etwa einfach ins kalte Wasser fallen, sondern führt uns zu einem Geheimenort, der von den Marionetten noch nicht entdeckt wurde. Hier dürfen wir uns erstmals, in aller Ruhe, mit der Steuerung des Sackboys vertraut machen. Schliesslich gibt es durch die neuen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita verschiedene Änderungen im Gameplay.

Durch ein wirklich durchdachtes Tutorial, lernen wir nach und nach die verschiedenen Steuerungen und Objekte näher kennen. Im Verlaufe des Spiels erfahren wir auch, was es mit den Blasen aufsich hat. Zusammengefasst erhöhen die Blasen unser Highscore und können darüber hinaus auch noch neue Sticker, Kostüme oder Objekte für das Popit-Menü beinhalten. Die Objekte können dann auch im Editor verwendet werden, damit man auch eigene ansprechende Levels erstellen kann. Am Ende eines Levels kann der virtuelle Schwanzvergleich beginnen, dann wenn man seine Leistung mit allen anderen auf der Welt vergleichen kann. Ach ja, mit der integrierten Kamera der PS Vita kann man ebenfalls Fotos schiessen, die im Editor oder in den verschiedenen Levels verwendet werden können.

Durch die vielen neuen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita, konnten die Entwickler auch das Gameplay auf den Kopf stellen und haben einige witzige Sachen ins Spiel integriert. So werden im Grunde genommen, die kompletten Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita ausgenützt – egal ob Touchscreen, Touchpad oder die verschiedenen Tasten. Daraus resultieren ganz neue Gameplaymöglichkeiten, die so in der PS3-Version einfach fehlen. Ich möchte nicht mehr auf die Möglichkeiten verzichten, die mir die PS Vita in LittleBIGPlanet bietet.

Keine Lust alleine zu spielen?
Ein Multiplayer-Modi gibt es auch bei der PS Vita Version von LittleBIGPlanet, schliesslich können einige Blasen nur im Multiplayer-Modi gesammelt werden. Schaut man sich den Planeten Carnivalia an und will ein Level anwählen, so wird automatisch angezeigt, ob jemand anderes dieses Level noch spielt. Wer nicht alleine das Level bestreiten möchte, kann dann ganz bequem nachfragen, ob er Lust hat das Level gemeinsam zu bestreiten.

Damit in den Levels kommunziert werden kann, steht entweder ein Text-Chat oder ein Voice-Chat zur Auswahl. Der Multiplayer-Modi macht auf jeden Fall grossen Spass, nur gibt es immer wieder Aussetzer die sich bemerkbar machen. Ebenfalls das Problem mit den Ladezeiten, macht sich im Multiplayer extrem bemerkbar.

Die Ladezeiten
Einen dicken Minuspunkt gibt es für die extrem langen Ladezeiten. Die hohen Ladezeiten machen sich bereits beim Start des Spiels bemerkbar und ziehen sich dann weiter, bis man endlich das gewünschte Level gestartet hat. Es scheint ein bisschen eine Krankheit von der PS Vita zu sein, schliesslich bemängelten wir schon bei einigen PS Vita Spielen die hohen Ladezeiten. Die Ladezeiten waren vor allem bei online Spielen extrem nervig, denn da dauert es am längsten. Vielleicht wird ein Patch die Ladezeiten noch etwas drücken – wünschenswert wäre es auf jeden Fall.

Der umfangreiche Editor
Was wäre LittleBIGPlanet ohne einen Editor? Genau, das geht gar nicht. Deshalb haben die Entwickler auch einen sehr umfangreichen Editor in der PS Vita Version untergebracht. Neben bereits vorhandenen Gegenstände, kann man weitere Gegenstände einfach fotografieren und so in das Spiel einbringen. Doch bevor wirklich anschaubare Levels im Editor entstehen, sollte man sich die über 65 Tutorials genauer ansehen. Wer denkt, er kann gleich loslegen, müssen wir enttäuschen. Zuerst will einfach nichts so funktionieren, wie man das eigentlich gerne haben möchte.

Wie gesagt, der Editor ist extrem umfangreich und die ausführlichen Tutorials sind eigentlich ein Muss! Das könnte vielleicht ein paar von euch abhalten, den Editor wirklich zu nutzen, doch ich kann nur sagen.. traut euch! Sobald man den Editor endlich versteht, macht es wirklich einen riesen Spass eigene Levels zu kreieren und diese mit der Community zu teilen. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Create & Share – Die Community sorgt für langanhaltenden Spielspass
Obwohl das Spiel schon einen grossen Umfang bietet, kann dieser mit Levels aus der Community erweitert werden. Dabei sind im Prinzip mehr oder weniger keine Grenzen gesetzt, schaut man die Anzahl an Levels von LittleBIGPlanet und LittleBIGPlanet 2 von der PS3 an. Dort wurden bereits über 7 Millionen Levels von der Community erstellt, die dann auch ohne Probleme heruntergeladen werden können.

Fazit
Schon lange hat mich kein Spiel mehr so in den Bann gezogen wie LittleBIGPlanet für die PS Vita. Es gibt praktisch immer wieder etwas Neues zu entdecken, so gross ist der Umfang des Spiels. Die Entwickler haben es zudem geschafft, die Vorteile der PS Vita perfekt ins Spiel zu integrieren, so dass ganz neue Gameplaymöglichkeiten entstanden sind. Auf der anderen Seite, muss man für den Editor etwas Zeit aufbringen, bis man ihn so halbwegs versteht. Den grössten Minuspunkt vergeben wir für die hohen Ladezeiten, die müssten sich noch bessern. Sonst gibt es nichts zu meckern! Kaufen!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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