Testbericht: Summer Stars 2012

Im Sommer finden in London bekanntlich die olympischen Spiele statt. Ein erstes, nicht offizielles Olympia Spiel hat nun das Entwicklerstudio 49Games  mit „Summer Stars 2012“ auf den Markt gebracht. Das Spiel bietet 18 verschiedene Disziplinen, darunter 100m Sprint, Bogenschiessen, Schwimmen, Hochsprung, Mountain Bike und viele weitere Disziplinen!

Karriere-Modus mangelhaft

Summer Stars 2012  bietet selbstverständlich einen Karriere-Modus, bei dem es darum geht, Erfahrungspunkte zu sammeln und Erfolge freizuschalten. Das Menü ist zwar ziemlich aufgeräumt, wirkt aber doch etwas blass und lustlos. Im Karriere-Modus kann nur die Nation ausgewählt werden, weitere Individualisierungsmöglichkeiten gibt es schlicht weg nicht. Nicht einmal den Namen kann angepasst werden, geschweige dann die Charaktere auswählen. Gestartet wird übrigens immer mit einer Frau und einem Mann. Es ist nicht möglich, nur als Frau oder Mann den Karriere-Modus zu beginnen.

Schade, hier hätten wir uns definitiv mehr erwartet…

Das arme Gamepad…

Ganz gespannt waren wir über die Umsetzung der verschiedenen Disziplinen und ziemlich schnell waren wir enttäuscht davon! Beim Schwimmen oder bei den 100 Meter Läufen, geht es einfach nur darum, den Joystick bzw. die Joysticks so schnell wie möglich zu bewegen bzw. zu schütteln. Das erinnerte mich an „Track and Field“ auf dem altehrwürdigen Gameboy! Auch beim Stabhochsprung und Speerwerfen geht es darum, den Joystick so schnell wie möglich zu schütteln und dann im richtigen Moment eine Taste zu betätigen. Beim Trapolinspringen geht es ausnahmsweise nicht darum, die Joysticks wie wild zu schütteln, sondern es müssen die angezeigten Tasten in der richtigen Reihenfolge gedrückt werden. Als wären die lustlosen „Mini-Spiele“ nicht schon genug, kommen noch dämliche Aufgaben dazu. Ein Beispiel gefällig? Bei einer Aufgabe, müssen wir unsere Konkurrenz mit einer Wasserpistole bespritzen, damit der Sprung vom 10 Meter Turm nicht gelingt.

Übrigens, Summer Stars 2012 unterstützt auch PlayStation Move. Doch auch hier ist die Umsetzung mangelhaft. Beim 100 Meter oder noch besser 400 Meter Lauf, dürft ihr den PS Move Controller einfach nach oben und unten bewegen – das natürlich so schnell wie möglich. Wer Probleme mit den Schultern hat, sollte auf jeden Fall die PS Move Steuerung nicht nutzen!

Immerhin gibt es noch einen Splitscreen-Modus für bis zu vier Spielern. Aufgrund der schlechten Umsetzung, wollten meine Kollegen ihre Zeit nicht lange damit verschwenden – für mich absolut verständlich.

Grafik und Sound

Die Grafik ist zwar kein komplett Ausfall, bewegt sich aber nur im unteren Durchschnitt. Die Texturen und Animationen wirken ziemlich altbacken, was heisst, wir müssen uns mit unscharfen, eckigen und leblosen Grafiken begnügen. Hier könnte sich das Entwicklerstudio bei EA Sports oder Konami eine Scheibe abschneiden.

Ein weiterer Tiefpunkt sind die Kommentatoren, die schon nach wenigen Minuten nur noch auf die Nerven gehen. Man kann ein Sprung perfekt hinkriegen, dennoch kritisieren die Kommentatoren den Sprung. Auch die Sprüche sind nur unterste Schublade und wiederholen sich zudem immer wieder schnell.

Fazit

Glaubt mir, während des Tests habe ich nicht nur einmal den Kopf geschüttelt, so etwas habe ich nach „Eurosport Winter Games“ von 49Games definitiv nicht erwartet. Wer ein gutes Spiel zu den diesjährigen olypmischen Spielen sucht, sollte auf jeden Fall die Finger von „Summer Stars 2012“ lassen. Gameplay, Grafik und Sound sind einfach nur eine Enttäuschung. Mehr muss an dieser Stelle nicht gesagt werden.. Schade!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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