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Testbericht: F1 2011 (Vita)

Mit „F1 2011“ hat Codemasters letztes Jahr wieder eine sehr gute Formel 1-Simulation für PlayStation 3 auf den Markt gebracht. Obwohl bereits die neue Formel 1 Saison gestartet ist, hat Codemasters „F1 2011“ für die PS Vita fit gemacht. Ist es Codemasters gelungen, das tolle PS3-Spiel auf die neue Handheld-Konsole von Sony zu portieren?

Intro lässt hoffen und viele Spielmodi!
Das Intro wurde gleich von der PlayStation 3-Version übernommen und sieht auch auf der PS Vita dank dem brillanten Display gut aus. Das Hauptmenü hingegen sieht im Vergleich zur PS3-Version etwas anders aus. Aufgeräumt wirkt das Menü trotzdem, obwohl Codemasters auf viele Details der PS3 Version verzichtet hat. Insgesamt stehen sieben verschiedene Spielmodi zur Auswahl, diese stellen wir euch kurz vor:

  • Schnelles Rennen – Wer keine Lust hat lange in den Menüs zu verbringen, sondern gleich auf den Asphalt hinaus will, der sollte sich für diesen Modus entscheiden. Ausgewählt muss lediglich der Fahrer und die Strecke.
  • Grand Prix – Ein ganzes Rennwochenende kann in diesem Spielmodi gespielt werden inkl. Training und Qualifying. Auch hier gilt es wieder einen Fahrer und die gewünschte Strecke auszuwählen.
  • Zeitfahren – Ein schnelles Fahrzeug und ein guter Fahrer, das sind hier die Voraussetzungen um eine schnelle Runde hinzukriegen.
  • Weltmeisterschaft – In diesem Modus könnt ihr mit einem lizenzierten Fahrer eine ganze Saison absolvieren und mit etwas Glück Weltmeister zu werden.
  • Karrieremodus – Das Herzstück von „F1 2011“. Im Karriere-Modus könnt ihr einen eigenen Fahrer erstellen, um am Ende für einen grossen Rennstall fahren zu dürfen. Aller Anfang ist schwer, so auch in F1 2011… Deshalb muss man sich zuerst bei kleineren Teams beweisen, um später bei einem grossen Team angeheuert zu werden.
  • Challenges – Last but not least die Herausforderungen. In immerhin 60 verschiedenen Herausforderungen gilt es verschiedene Ziele zu erreichen, beispielsweise Checkpoints in einer vorgegeben Zeit zu erreichen.

Dank der Analog-Sticks lassen sich die Fahrzeuge gut und gezielt auf den Strecken bewegen. Allerdings hat sich Codemasters vom Simulation-Genre verabschiedet und liefert mit „F1 2011“ für PS Vita einen Arcade-Racer ab.

KI und Grafik enttäuscht
Was sich Codemasters bei den KI-Gegnern gedacht hat, ist uns immer noch ein Rätsel. Unsere Gegner fahren meistens exakt wie ein Schweizer Uhrwerk auf der Ideallinie. Eine grosse Herausforderung sind die KI-Gegner definitiv nicht, da sie alles andere als clever auf der Strecke unterwegs sind. Hier und da kommt es vor, dass sich die KI-Gegner auf einer Geraden einfach selber abschiessen oder wirklich einfache Kurven nicht kriegen. Zweikämpfe gibt es selten und wenn es zu einem kommt, konnten wir ohne Probleme am Gegner vorbeifahren – das macht so leider keinen Spass.

Der Strafenkatalog ist zwar auch bei der PS Vita Version mit von der Partie, doch gelten diese Regeln wohl nur für den Spieler, nicht so für die KI. Sie dürfen mit voller Fahrt in uns hereinfahren und erhalten keine Strafe. Wenn der Spieler allerdings ein vergleichbares „Manöver“ fährt, wird sofort eine Strafe verhängt. Wenigstens kann der Strafenkatalog in den Einstellungen komplett deaktiviert werden – was wir an dieser Stelle nur empfehlen können!

Grafisch ist das Spiel leider Meilenweit von „Uncharted: Golden Abyss“ entfernt – das bis jetzt die beste Grafik auf der PS Vita aufweisen konnte. Die Boliden sehen zwar nicht so schlecht aus, doch die Strecken wirken extrem blass. Details sind fast keine auszumachen, dazu kommt die teils verschwommene Grafik und die Framerate-Einbrüche.

Der Sound ist zwar nicht so überzeugend wie bei der PS3-Version, macht aber dennoch Laune, vor allem mit Kopfhörern. Die Motorenklänge hören sich allerdings etwas zu dumpf an. Etwas mehr röhren hätte nicht geschadet!

Fazit – Nachholbedarf!
Bei F1 2011 hat sich Codemasters ganz offensichtlich an der 3DS Version des Spiels orientiert – ein krasser Fehler wie sich jetzt herausstellt! Das Spiel ist zwar nicht ein komplettes Desaster geworden, doch muss sich Codemasters in Zukunft deutlich steigern. Die enttäuschende Grafik würden wir Codemasters ja noch verzeihen, aber die extrem schlecht KI-Gegner sind einfach zu viel des Guten! So kommt während den Rennen kaum Spannung auf..

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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