Testbericht: FIFA Street

EA Sports hat nach langer Zeit ein neues „FIFA Street“ auf den Markt gebracht. Das Spiel soll laut EA Sports deutlich realistischer sein als die vorherigen Ableger, die definitiv im Arcade-Genre einzustufen waren.

Ob EA Sports mit „FIFA Street“ ein grosses Comeback feiern kann, erfährt ihr wie immer in unserem ausführlichen Testbericht.

Alles neu in „FIFA Street“!
FIFA Street bietet eine grosse Auswahl an verschiedenen Spielmodi. Ein paar von diesen Spielmodi stellen wir euch kurz vor:

  • 5 gegen 5 – Der Klassiker schlechthin! Bereits bei den Vorgängern war diese Disziplin vorhanden. Man spielt ganz einfach mit fünf Spielern gegen fünf andere Spieler.
  • 6 gegen 6 – Auf grösseren Plätzen, vorwiegend in Futsal-Hallen, können auch Matches gegen sechs Gegner gespielt werden.
  • Panna – in diesem Spielmodi geht es nicht darum, so viele Tore wie möglich zu schiessen, sondern so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Punkte gibt es dabei unter anderem für Tricks, Übersteiger und Tunneln.
  • Letzter Mann –  Die Regeln sind ziemlich einfach, wer als letzter Mann auf dem Feld steht und das letzte Tore schiesst, der hat das Spiel gewonnen.

Diese Spielmodi können mit allen bekannten Mannschaften wie Real Madrid, Manchester United, Bayern München usw. gespielt werden und sorgen für viel Abwechslung. Neben den Fussballklubs, stehen auch die Nationalteams zur Auswahl.

„FIFA Street“ vereint gekonnt die Strassenfussball-Regeln und die Futsal-Regeln. Beispielsweise bei Panna und Letzter Mann gibt es schlichtweg keine Regeln sowie kein Seitenaus. Hingegen gibt es auch Spiele die mit einem Schiedsrichter geführt werden, hier gibt es dann auch das Seitenaus und ein Schiedsrichter pfeifft die Fouls ab, zum Teil leider etwas kleinlich. Für Abwechslung ist bei „FIFA Street“ auf jeden Fall gesorgt.

Das Herzstück von FIFA Street ist die neue Welt-Tournee (World Tour). Hier geht es darum vom kleinen Hinterhof-Strassenfussball-Team zu einer international bekannten Mannschaft aufzusteigen. Bei der Welt Tournee kann ein eigenes Team zusammengestellt werden, samt einem eigenen Charakter der als Kapitän fungiert. EA Sports gibt euch die Möglichkeit, euer eigenes Logo zu kreieren und natürlich die Trickotfarbe festzulegen. In diesem Modus werdet ihr mit den verschiedenen Spielmodi rund um den Globus konfrontiert.  Je mehr Tricks ihr im Welt-Tournee Modus erfolgreich anwendet, umso schneller steigen euer Spieler im Rang auf. Durch den Rang wird bestimmt, welche Tricks der Spieler anwenden kann und wie schnell sich euer Spieler auf dem Feld bewegt. Neben dem Rang, könnt ihr im Welt-Tournee Modus zusätzlich auch Kleidungsstücke oder Schuhe freischalten, je nach dem was für ein Schwierigkeitsgrad ihr auswählt, bis zu drei pro Spiel. Umso besser ihr auf der Welt-Tournee spielt, desto schneller könnt ihr auch bekannte Fussballstars wie Benzema, Ronaldo oder Messi.

Wer keine Lust auf die Welt-Tournee hat, kann ein Freundschaftsspiel austragen und die Regeln einfach selber bestimmen.

Gameplay – Fast unbegrenzte Tricks!
Dank der Street-Dribble Funktion, kann der Spieler über 50 neue Tricks ausführen und den Ball zu 100% kontrollieren. Das gelingt während dem Spiel ziemlich gut, setzt aber ein gutes Timing und etwas Übung voraus. Übrigens auf die Combos-Funktion der Vorgänger, hat sich EA Sports verarbschiedet – was für deutlich mehr Realismus sorgt! Je nach dem auf was für einem Untergrund das Spiel ausgetragen wird, verhält sich die Ballphysik anders. Ob wir jetzt auf einem Hinterhof, auf Kunstrasen oder in einer Futsal-Halle spielen, der Ball verhält sich deutlich anders, was wiederum für mehr Realismus sorgt.

Neben der Street-Dribble Funktion, kommt in FIFA Street die Player Impact Engine zum Einsatz – die wurde bereits bei FIFA 12 erfolgreich eingesetzt. Doch die künstliche Intelligenz unserer Mitspieler lässt leider zu wünschen übrig. Egal was für eine Taktik ausgewählt wird, die Mitspieler kommen eher selten nach vorne und bieten sich an. Auch der Torwart hat ab und an seine Aussetzer, die zum Teil für Frustmomente sorgen.

Grafik überzeugt, Sound macht Laune!
EA Sports hat im Vergleich zu „FIFA 12“ nicht viel an der Grafik geändert. Das heisst, auch in „FIFA Street“ bestehen die Zuschauer aus Pappkarton-Figuren. Immerhin sehen aber die verschiedenen Plätze sehr anschaulich aus und haben jeweils ein eigenes Setting. Die Spieler hätten definitiv etwas mehr Polygonen gut getan, die sehen im Vergleich zu „FIFA 12“ sichtbar schlechter aus. Die Kameraposition kann darüber hinaus nicht angepasst werden, was aber nicht negativ auffällt, da die gewählte Kameraposition immer einen guten Blick auf das Spielfeld gewährt.

Gefallen hat uns der passende Sound in Form von den ausgewählten Tracks! Ausserdem gibt es diesmal auch nichts bei den Kommentatoren zu bemängeln – da diese schlichtweg nicht vorhanden sind. Dafür fühlen wir uns viel näher am geschehen, da die Spieler auf dem Platz und die Fans auf den Rängen für Stimmung sorgen.

Fazit
„FIFA Street“ ist definitiv Erwachsen geworden und sorgt für viel Spass. Es überzeugt mit dem komplett neuen Tricksystem, mit den unterschiedlichen Plätzen und natürlich mit den vielen offiziellen Lizenzen. Auf der anderen Seite haben wir die leider zu schwachen KI-Gegner und KI-Mitspieler. Spass macht es auf jeden Fall, vor allem dann wenn man gegen einen Kollegen im Wohnzimmer spielt!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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