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Testbericht: Unit 13

Zipper Interactive wurde unter anderem durch „MAG“ und „SOCOM“ für PlayStation 3 bekannt. Nun wagt sich das Entwicklerstudio mit „Unit 13“ auch auf die brandneue PS Vita. „Unit 13“ ist zudem der erste 3rd-Person Shooter für die Handheld-Konsole. Die erste Frage die wir uns gestellt haben war, wie gut spielt sich ein Shooter auf der PS Vita? Diese Frage können wir bereits an dieser Stelle beantworten – herrvoragend!  Noch nie war ein Shooter so gut auf einer Handheld-Konsole zu spielen, wie auf der PS Vita. Doch was bietet „Unit 13“ sonst noch? Kann es grafisch mit „Uncharted: Golden Abyss“ mithalten? Bietet das Spiel eine fordernde und motivierende Story? Das und mehr, erfährt ihr wie immer in unserem Testbericht!

Willkomen bei Unit 13, der militärischen Elite, den Härtesten der Harten!
„Unit 13“ ist eine militärische Spezialeinheit, die es vor allem mit Terrorismus und vielen anderen gefährlichen Dingen zu tun bekommt. Bevor ihr euch als Mitglied der „Unit 13“ nennen könnt, muss zuerst eine Tutorialmission absolviert werden. Dort angelangt, wird uns schon ein erster Spitzname vergeben – wir heissen in dieser Mission „Animal“. Wird die Tutorialmission erfolgreich beendet, dürft ihr der Spezialeinheit beitreten. Insgesamt gibt es sechs Mitglieder in der Unit 13, alle verfügen über eigene Statistiken, Fähigkeiten und Waffen. So gibt es den Späher, Schwere-Waffen-Spezialisten, Scharfschützen, Techniker, Kommandosoldaten und den Infiltrator. Für jede Mission kann ein anderer Charaktere ausgewählt werden, je nach dem halt welche Charaktere uns schneller ans Ziel bringt.

Insgesamt bietet „Unit 13“ 36 verschiedene Missionen, die in neun Gebiete unterteilt sind. Die Gebiete sind ziemlich unterschiedlich angelegt, beispielsweise in einem Hotel oder an einer U-Bahn Station. In Unit 13 gibt es insgesamt fünf verschiedene Missionstypen. Da hätten wir „Action“, „Covert Operations“, „Zeitlimit“, „Elite“ und „High Value Target“. In „Action“-Missionen heisst es auf alles ballern, was sich bewegt – naja nicht ganz, aber ihr wisst schon. In „Covert Operations“ hingegen, dürft ihr von den Gegnern nicht entdeckt werden, sonst heisst es Game Over! Die „Deadline“-Missionen erklären sich eigentlich von selbst, hier geht es darum ein Missionsziel in einer vorbestimmten Zeit zu erreichen. Die „Elite“-Missionen sind definitiv was für geübte Spieler! Bei diesen Missionen regeneriert sich die Gesundheit unseres Soldaten nicht mehr automatisch und es gibt keine Checkpoints – darunter sind echte Knacknüsse!  Bei allen dieser Missionen sammelt ihr Punkte, aus den Punkten wird eine Sterne-Bewertung ermittelt, mit der dann die „High Value Target“-Missionen freigeschaltet werden können. Diese Missionen sind noch schwieriger als die Elite-Missionen. Hier geht es in den meisten Missionen darum, einen hohen Terroristen zu töten. Das Schwierigkeitslevel ist hier übrigens auf „Spezialist“ eingestellt – der höchste Schwierigkeitsgrad. Bei all diesen Missionstypen seid ihr übrigens auf euch selber gestellt, KI-Kameraden gibt es keine – schade. Da wir schon bei den Künstlichen Intelligenz sind, möchten wir natürlich auch noch ein paar Worte zu den KI-Gegnern schreiben. Einen hohen IQ verfügen die Gegner leider nicht, sie agieren in vielen Fällen ziemlich schwach.

Unsere Gegner können wir mit einem grossen Waffenarsenal bekämpfen. Gezielt wird entweder in der 3rd-Person-Ansicht oder optional auch in der Ego-Perspektive. Die Steuerung im allgemeinen funktioniert überaus gut und exakt – fast wie ein Schweizer Uhrwerk! Die Missionen sind zwar unterschiedlich zu spielen, doch fehlt uns bei den Missionen das gewisse Etwas. Vieles läuft immer wieder nach dem gleichen Schema ab. Die Story von „Unit 13“ wirkt einfach wild zusammengewürfelt, ohne eine richtige Hintergrundgeschichte. Doch für das Story-Telling waren die Jungs und Mädels von Zipper Interactive noch nie bekannt.

Der Koop-Modus – das macht Spass!
Im Koop-Modus könnt ihr gegen einen Freund oder gegen beliebige Gegner online spielen. Voraussetzung dafür ist allerdings WiFi, über 3G funktioniert der Koop-Modus nicht. Ihr habt die Möglichkeit ein eigenes Spiel zu hosten und dann entweder für alle freizugeben oder nur für Kollegen (privat). Während des Koop-Modus kann übrigens das integrierte Mikrofon verwendet werden, ein nützliches Feature wenn man strategisch vorgehen möchte.  Gespielt werden übrigens die genau gleichen 36 Missionen wie im Einzelspieler-Modus von „Unit 13“. Alle 24 Stunden wird darüber hinaus eine neue Herausforderung aufgeschaltet. Bei diesen Herausforderungen habt ihr allerdings nur einen Versuch, um ans Ziel bzw. die meisten Punkte zu ergattern.

Auf jeden Fall ist der Koop-Modus eine Bereicherung für das Spiel.

Grafik passabel / Sound in Ordnung
Im Vergleich zu „Uncharted: Golden Abyss“ enttäuscht die Grafik von „Unit 13“. Die Texturen sehen an vielen Stellen verwaschen aus und die Schatten als auch Gegenstände sehen eckig aus. Hier hätte sich Zipper Interactive definitv mehr ins Zeug legen können, nein sogar müssen. „Uncharted“ oder auch „WipEout 2047“ haben ja gezeigt, zu was die PS Vita eigentlich fähig ist.

Die Soundkulisse hingegen ist in Ordnung. Die Waffen hören sich nach Waffen an und nicht nach Spielzeugpistolen. Mit Kopfhörer können sogar die Schritte ausgemacht werden. Und wehe wir werden bei einer Mission entdeckt, so wird das uns akkustisch natürlich gleich mit der passenden Musik mitgeteilt.

Fazit
Mit etwas mehr Mühe hätte Zipper Interactive einen wirklich guten Shooter abgeben können. Unit 13 bleibt hinter den Erwartungen zurück, obwohl vor allem die Steuerung vollends überzeugen kann. Doch auch der Koop-Modus ist auf jeden Fall eine Bereicherung für das Spiel. Hingegen die Grafik und auch die Story des Spiels, sind Meilenweit von einem Top-Titel entfernt. So ist Unit 13 ein solider Taktik-Shooter geworden – nicht mehr und nicht weniger.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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