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Testbericht: SSX

Lange war es ruhig rund um Snowboard-Games für PlayStation 3 bzw. für Konsolen. Das ändert sich glücklicherweise mit dem Release von „SSX“ vom Entwicklerstudio EA Canada. Das aktuelle „SSX“ ist bereits der fünfte „SSX“-Ableger, der letzte Ableger „SSX: On Tour“ erschien im Jahr 2005. Hat EA Sports die Auszeit genutzt, um das beste Snowboard-Game zu entwickeln? Diese Frage beantworten wir euch gerne in unserem ausführlichen Review zu „SSX“!

Das Tutorial – Keine Höhenangst erwünscht! 
Das Tutorial startet in einem Helikopter, von dem wir mit unserem Board springen müssen. Auf mehreren tausend Metern über Meer, werden uns die verschiedenen Tricks beigebracht. Insgesamt absolvieren wir in der Luft 22 verschiedene Tricks, die wir dann auch auf der Abfahrt nutzen können. Obwohl wir nicht Fans von Tutorials sind, können wir dieses Tutorial nur empfehlen. Das Tutorial ist auf jeden Fall gelungen, dennoch benötigten wir schon ein bisschen Zeit, um die verschiedenen Tricks fehlerfrei und ohne Sturz hinzubekommen. Positiver Nebeneffekt des Tutorials, die schöne Landschaft kann von oben begutachtet werden. Es ist übrigens dasselbe Tutorial, wie in der Demo-Version von „SSX“.

Im Tutorial wird darüber hinaus eine erste Erneuerung enthüllt. Die Tricks können mit der klassischen SSX-Steuerung oder mit einer neuen Steuerung ausgeführt werden. Mit der neuen Steuerung werden alle Tricks und Sprünge mit dem rechten Analogstick ausgeführt. Die erste Bewegung bestimmt, wo die Hand hingeht und die Zweite die Richtung in dem das Board gezogen wird. Drehungen werden mit dem linken Analogstick ausgeführt. Mit den Tasten „R“ und „L“ können die Tricks noch etwas Spektakulärer gestaltet werden. Mit der Taste „R2“ wird der Boost gestartet, dann geht es richtig schnell abwärts!

Während des Tutorials hören wir erstmals Run D.M.C.s „It’s Tricky“! Der Song signalisiert uns, dass die Boost-Liste komplett aufgefüllt ist. Im „Tricky-Modus“ können wir neben den „Standard-Tricks“ 24 weitere Über-Tricks ausführen, die natürlich wiederum für reichlich Punkte sorgen. Ist auch die Tricky-Leiste gefüllt, landen wir im Infinity-Modus, in dem nochmals 24 neue Super Über-Tricks dazu kommen.

Haben wir das Tutorial hoch über den Wolken erstmals beendet, dürfen wir die Tricks im sogenannten Boden-Tutorial endlich auch auf der Strecke ausprobieren.

Die World Tour / Der Einzelspieler-Modus
Eine kleine Story haben sich die Entwickler ausgedacht, nichts wirklich weltbewegendes aber immerhin. So haben sich drei Extremsportler zu einer Gruppe zusammengeschlossen, die sich fortan „Team SSX“ nennt. Das „Team SSX“ reist um die ganze Welt um zu beweisen, das sie die besten Snowboarder der Welt sind. Einer der Snowboarder entscheidet sich eines Tages das Team zu verlassen, um ganz alleine die neun „Deadly Descents“ zu bewältigen. Damit sind die neun gefährlichsten Abfahrten der Welt gemeint. Das passt den übrigen Snowboardern natürlich ganz und gar nicht und so reisen sie ihm hinterher, um zu verhindern, dass er der erste Snowboarder ist, dem dieses „Kunststück“ gelingt.

Sind alle Tutorials erfolgreich absolviert, geht es an das erste, richtige Event! Die World Tour beginnt der Spieler mit Zoey, eine Motocross-Fahrerin, die offensichtlich süchtig nach Adrenalin ist und immer wieder neue Herausforderungen sucht. Das Ziel der ersten Etappe in den Rocky Mountains ist grundsätzlich relativ einfach gehalten, so müsst ihr euch gegen drei andere Profi-Snowboarder behaupten und am Ziel unter den ersten Drei landen. Ist das gelungen, so werden weitere Events freigeschaltet. Sind alle Events in den Rocky Mountains absolviert, wird die äusserst gefährliche Abfahrt „Deadly Descents“ freigeschaltet. Im Spiel gibt es bei jeder Region eine „Deadly Descents“ Abfahrt, die von euch höchste Konzentration abverlangt. Das Ziel hört sich relativ einfach an, ihr müsst einfach ohne gröbere Stürze am Ziel ankommen – hört sich einfacher an, als es dann auch wirklich ist. Die KI-Gegner können übrigens überzeugen. Je länger das Spiel dauert, umso schwieriger wird es die Gegner zu schlagen.

Während der World Tour könnt ihr neue Charaktere, neues Equipment und neue Strecken freischalten bzw. kaufen. Bei jedem Event könnt ihr Punkte sammeln und diese dann gegen neues Equipment, wie ein neues Snowboard, Wingsuits oder Schutzpanzer, eintauschen. Die Schutzpanzer werden vor allem bei den „Deadly Descents“ Abfahrten dringends benötigt, ansonsten ist ein Überleben fast unmöglich. Ebenfalls wird der „Erkunden“-Modus freigeschaltet, der euch die „RiderNet“-Funktion freischaltet.

Multiplayer-Modus – Fehlanzeige
Einen richtigen Multiplayer-Modus sucht man in „SSX“ vergebens – es gibt ihn schlichtweg nicht. Auch ein Splitscreen-Modus ist leider nicht mit von der Partie, ein Feature das wir gerne gesehen hätte. Schliesslich gibt es nichts spannenderes, als gegen einen Kollegen in einem Raum anzutreten.

Gefallen hat uns hingegen das RiderNet. Fährt ein PlayStation Network Freund im Erkunden-Modus eine neue Bestzeit bzw. holt am meisten Punkten, so werdet ihr automatisch darüber informiert. Ihr habt nun die Möglichkeit die Herausforderung anzunehmen und seinen neuen Rekord zu schlagen. So kommt immerhin etwas Multiplayer-Feeling auf. Eine weitere Möglichkeit sind die Globalevents. Die Globalevents werden von SSX-Spielern selbst erstellt, ebenfalls werden die Rahmenbedingungen von ihnen festgelegt. Voraussetzung dafür ist ein Online-Pass, den ihr mit dem Kauf von SSX dazu erhaltet.

Grafik und Sound – kann sich sehen bzw. hören lassen!
Auf den ersten Blick sieht die Grafik von SSX einfach umwerfend aus. Wer sich aber beim rasanten Spiel ausnahmsweise etwas Zeit nimmt, um die Gegend im Detail zu bestaunen, wird hier und da auf unschöne Texturen stossen. Diese Texturen sind aber im normalen Gameplay nicht zu sehen, so schnell flitzt man mit den Boarder den Hang herunter. Ansonsten sehen die meisten Strecken wirklich umwerfend aus und sind auch sehr unterschiedlich gestaltet. Ein Lob an die Entwickler für das gelungene Streckendesign!

Der Sound passt zum rasanten Spiel! Gespielt wird vorwiegend elektronische Musik, die sehr gut zum Spiel passt. Wem diese Musikrichtung nicht zu sagt, hat die Möglichkeit seine eigene Musiksammlung ist Spiel zu integrieren. Ein nettes Feature, wie wir finden!

Arcade oder Simulation?
Diese Frage klärt sich ziemlich schnell.. SSX will keine Snowboard-Simulation sein, sondern für Spass sorgen! Und das macht es auf jeden Fall. Jede Strecke birgt seine eigenenen Herausforderungen, wie beispielsweise Klippen oder Baumstände die im Weg stehen. Misslingt ein Trick oder sieht man eine Klippe zu spät, so kann man mit der „L1“-Taste die Zeit zurückdrehen. Allerdings werden hierfür Punkte von euren Erfahrungspunkte abgezogen. Zu viele Fehler sollte man sich also nicht leisten.

Das Gameplay gefällt, vor allem auch durch die vielen verschiedenen Tricks und das gelungene Streckendesign!

Fazit
Electronic Arts hat mit „SSX“ mehr oder weniger alles richtig gemacht! Das Spiel kann in den wichtigsten Punkten, Grafik, Gameplay und Sound überzeugen. Jeder Fan des Snowboard-Sports können wir dieses Spiel ohne Einschränkungen ans Herz legen. Obwohl ich mich persönlich nicht als Snowboard-Fan betiteln würde, hat es mich dennoch gefesselt! Es macht einfach Spass den Hang herunterzubrettern und irre Tricks zu absolvieren. Ihr seht, auch für keine Snowboard-Fans ist das Spiel ein Kauf wert.

Einzig der fehlende Multiplayer-Modus ergibt in der Wertung ein paar Punkte Abzug!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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