Testbericht: Reality Fighters – Kämpfen in echt!

Die Idee hinter „Reality Fighters“ für PS Vita hört sich überaus interessant an! Mittels der Kamera kann jeder Ort zu einem Kampfplatz gemacht werden – Augmented Reality eben! Darüber hinaus kann ein Kämpfer erstellt werden und das beste, das eigene Gesicht kann dank der Kamera ins Spiel eingefügt werden. Hört sich nach viel Spass an, oder doch nicht?

Die Augmented Reality Features
Das Hauptaugenmerk haben die Entwickler auf die Augmented Reality Features der PS Vita gesetzt – also den zwei Kameras. Das Touchscreen und auch das Touchpad (auf der Rückseite) werden übrigens im Spiel nicht verwendet. Wie bereits erwähnt, kann jeder Ort zu einem Kampfplatz gemacht werden. Das hat in der Tat auch durchaus gut funktioniert, egal ob im Wohnzimmer oder im Freien. Dafür wird die Kamera auf der Rückseite verwendet. Darüber hinaus stehen auch vorgegebene Umgebungen zur Auswahl, wie ein Waldrand oder in einem Park. Die vorgegebenen Umgebungen sehen allerdings ziemlich blass aus.

Um das eigene Gesicht ins Spiel zu integrieren, wird die Kamera auf der Vorderseite genutzt. Damit das Gesicht auch korrekt ins Spiel integriert wird, wird gutes Licht und der korrekte Blickwinkel vorausgesetzt. Das Spiel zeigt euch dabei gezielt an, wo genau die Augen und Lippen positioniert sein müssen. Bis dies klappt, können schon einige Minuten vorgehen. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, euer Gesicht bei Tageslicht scannen zu lassen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Die Möglichkeit sich komplett zu fotografieren, bietet das Spiel leider nicht. So können beispielsweise das Outfit und die weiteren Eigenschaften, wie die Bekleidung, den Körperbau, etc. separat ausgewählt werden.  Dabei stehen viele Anpassungsmöglichkeiten zur Auswahl, die teilweise Einfluss auf euren Kämpfer nehmen. Beispielsweise sorgen bessere Schuhe dafür, dass sich euer Kämpfer schneller bewegen kann oder Handschuhe bestimmen die Härte eures Schlags.

Langweiliger Story-Modus
Ihr habt euren Kämpfer erstellt? Dann könnt ihr zum Story-Modus übertreten. Ihr werdet von einem Pseudo Altmeister begrüsst, der immer wieder einen witzigen Spruch auf Lager hat – zumindest für die jüngeren Leser unter uns. Er ist es auch, der zwischen den kurzen Ladezeiten seinen Senf dazu gibt. Nun ja, bereits nach kurzer Zeit ist uns der Altmeister mit seinen Sprüchen auf die Neven gegangen.

Eigentlich ist es ja übertrieben von einem Story-Modus zu sprechen. Schliesslich treffen wir ganz einfach immer auf andere Gegner, die teilweise so richtig bescheuert aussehen. Als einzige Motivation dient das Punktesystem. Während dem Story-Modus könnt ihr Punkte sammeln, die dann für neue Eigenschaften wie Bekleidung, Handschuhe, usw.. eingelöst werden können.

… schnelles Spiel und Zeitherausforderungen
Neben dem Story-Modus könnt ihr ein schnelles Spiel ausführen oder eine Zeitherausforderung annehmen. Vor allem letzteres hat Spass gemacht und sorgt für ein bisschen Unterhaltung. In einer vorgebenen Zeit muss ein bestimmtes Ziel erfüllt werden, damit ihr die Goldmedaille abräumen könnt.

Ausserdem könnt ihr mittels Adhoc-Modus gegen andere lokale Spieler antreten oder über den Multiplayer-Modus gegen Spieler weltweit.

Gameplay naja, Sound ok
Verzichtet haben die Entwickler vollumfänglich auf das Touchscreen und das Touchpad auf der Rückseite. So werden ganz einfach diverse Buttons auf der PS Vita gedrückt, um als Sieger aus dem Kampf zu gehen. Dabei spielt es eigentlich gar keine grosse Rolle, welche Buttons man drückt. Schlussendlich ist es nur ein wildes drücken der Buttons – mehr nicht. Ein richtiges Kampfsystem wie bei Mortal Kombat oder Marvel vs. Capcom 3 existiert im Grunde genommen nicht. Dazu kommt noch, dass sich die KI-Gegner nicht wirklich gut verhalten. Ein Sieg ist eigentlich nur Formsache. Übrigens gibt es im Spiel verschiedene Kampfstile, beispielsweise Wrestler, Superhelden, Boxer oder auch Zombies, die rund 20 verschiedene Aktionen durchführen können.

Die Hintergrundmusik kann sich auf jeden Fall hören lassen, die Kampfgeräusche hingegen sind eher mittelmass. Über die deutsche Synchronstimme müssen wir nicht mehr viel schreiben, sie ist zwar gut verständlich, aber auf Dauer ärgerglich.

Fazit
Wer den Testbericht bis hier gelesen hat, der wird jetzt wohl kein gutes Fazit erwarten. Dem ist leider auch so! Das Spiel ist leider alles andere als gut geworden, obwohl die Idee dahinter wirklich gut ist. Fangen wir bei den positiven Punkten an. Das Spiel integriert die Augmented Features gut, so dass am Anfang wirklich ein „Wow-Effekt“ erzeugt wird. Ausserdem haben uns die Zeitherausforderungen gefallen, die für ein wenig Abwechslung sorgen und die Möglichkeit gegen andere Spieler entweder lokal oder online anzutreten. Das war es dann auch schon mit den positiven Punkten. Von einem Kampfsystem kann nicht die Rede sein und der Story-Modus sorgt für keine Langzeitmotivation. Für Zwischendurch ist das Spiel ok, aber dann nicht zu diesem Preis. Wer ein gutes Beat’em Up Spiel erwartet, kann sich das Geld definitiv sparen.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

Auch interessant

Touhou Kobuto V: Burst Battle ab sofort für PlayStation 4 und PS Vita erhältlich

NIS America und die flashpoint AG geben heute die Veröffentlichung von Touhou Kobuto V: Burst …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.