Testbericht: Grand Slam Tennis 2

In diesem Jahr hat nun auch EA Sports mit „Grand Slam Tennis 2“ eine neue Tennis-Simulation am Start! EA Sports verspricht unter anderem eine komplett neue Steuerung und eine Grafik die seines gleichen sucht. Trifft das auch wirklich zu und lohnt sich der Kauf von „Grand Slam Tennis 2“? Das und mehr erfährt ihr wie immer in unserem ausführlichen Testbericht!

Der erste Teil von „Grand Slam Tennis“ kam exklusiv für Nintendo Wii auf den Markt. Im zweiten Teil dürfen nun auch PlayStation 3 und Xbox 360 Spieler das Raket in die Hand nehmen. Rund 23 aktuelle Spieler, darunter Rafa Nadal, Roger Federer und Djokovic stehen zur Auswahl. Aber auch Tennis-Legenden wie John McEnroe, Björn Borg oder Boris Becker können ausgewählt werden.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Electronic Arts Schweiz für das zur Verfügung gestellte Test-Exemplar!

Keine Installation notwendig!
Gute Nachrichten, das Spiel setzt keine Installation voraus. Das heisst, ihr könnt die Disc einlegen und gleich drauf los spielen – was will man(n) mehr?

Alle Grand Slam Titel mit von der Partie, nur 23 lizenzierte Spieler
Nicht nur in der FIFA oder NHL-Serie kann EA Sports auf viele Lizenzen setzen, sondern auch in „Grand Slam Tennis 2“. EA Sports wäre nicht EA Sports, wenn sie nicht auch alle Lizenzen für alle Grand Slam Turniere ergattern können. Erstmals kann also auch auf dem heiligen Rasen von Wimbledon gespielt werden. Neben Wimbledon können die Pokale vom French Open, Australian Open und natürlich das US Open gewonnen werden.

Wie bereits erwähnt stehen 23 lizenzierte Spielerinnen und Spieler zur Auswahl. Für unseren Geschmack eine etwas dürftige Auswahl, wir hätten ein paar weitere Stars gewünscht.

Steuerung mit PlayStation Move oder doch lieber mit dem Pad?
EA Sports hat definitiv viel Wert auf die Steuerung gesetzt. „Grand Slam Tennis 2“ kann nicht nur mit dem Pad auf verschiedene Arten gespielt werden, sondern bietet zudem volle Unterstützung für PlayStation Move. Die Steuerung mit der Stick-Steuerung konnte im Test vollends durch hohe Genauigkeit überzeugen. Während man mit dem linken Stick den Spieler bewegen kann, bestimmt man mit dem rechten Stick die Art und die Stärke des Schlags. Die Steuerung erinnert stark an Spiele wie beispielsweise „Skate“.

Am Anfang braucht es schon etwas Übung, bis man endlich den Dreh raus hat. Damit die Schläge die volle Wirkung zeigen, heisst es ein gutes Timing zu haben. Ansonsten fliegt der Ball mehr oder weniger unkontrolliert über das Netz. Erschwert wird das ganze durch die verschiedenen Beläge. Auf Rasen ist das Timing anders als beispielsweise auf Sand.

Wer mit der Stick-Steuerung nichts anfangen kann, hat die Möglichkeit mit den Buttons zu spielen. Diese Steuerungsvariante kann mit „Top Spin 4“ oder „Virtua Tennis“ verglichen werden und ist weniger anspruchsvoll als die Stick-Steuerung. Sehr gefallen hat uns übrigens auch die PlayStation Move Steuerung. Die Bewegungen werden fast ohne Verzögerungen im Spiel umgesetzt.

Gestört haben uns die extrem wenigen Fehler auf dem Platz. Bitte jetzt nicht falsch verstehen, wir freuen uns natürlich auch, wenn wir ohne Fehler durch ein Match kommen. Doch der Realität entspricht das leider nicht. Wir haben mehrere Matches gespielt und nur einmal ging der Ball ins Aus.

Der Karriere-Modus
Für den Karriere-Modus könnt ihr einen eigenen Spieler frei gestalten. Wer schon einmal einen eigenen Spieler in FIFA erstellt hat, wird ohne grosse Probleme zu recht kommen. Der Editor bietet viele Anpassungsmöglichkeiten, so könnte man bis ins kleinste Detail das Gesicht formen und gestalten. Die aus FIFA und NHL bekannte Funktion „Gamefaces“ wird ebenfalls unterstützt. Somit könnt ihr ein Bild von euch auf die Server von EA Sports hochladen und dann virtualisieren lassen.

Im Karriere-Modus können neben den Turnieren unters anderem auch Trainings oder Showmatches absolviert werden. In beiden Modi könnt ihr Punkte verdienen, die für neue Schläger, Schuhe oder anderes eingetauscht werden können. Vor allem die Trainings wirken etwas langweilig.

Rund 10 Jahre dauert der Karriere-Modus. Das Ziel ist klar, die Weltspitze zu erklimmen. Und das ist im Prinzip mit dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad gar nicht so schwer, obwohl der Schwierigkeitsgrad stetig steigt.  An dieser Stelle ein Tipp: Spielt ja nicht auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad! Die Gegner werden erst ab dem Schwierigkeitsgrad „Profi“ richtig unangenehm. Vorher kann ein Nadal oder ein Federer von einem Noname Spieler geschlagen werden.

Obwohl in „Grand Slam Tennis 2“ alle Grand Slams vertreten sind, kommt bei uns im Karriere-Modus keine wirkliche Stimmung auf. Es fehlen die Herausforderungen und die Siegerehrungen. Ja richtig gelesen, es gibt keine Siegerehrungen. Wenn ihr ein Turnier gewinnt, wird nur eine einfache Einblendung angezeigt. Herausforderungen hören sich immer ähnlich an, so müssen beispielsweise mehrere Schläge korrekt ausgeführt werden um das Ziel zu erreichen. Durch das Levelsystem werden vielleicht einige von euch, gefallen am Karriere-Modus haben. Für uns war das einfach zu wenig.

Leblose Grafik
Ja leblose Grafik trifft es eigentlich auf den Punkt. Dabei sind es nicht unbedingt die Spieler, die uns nicht gefallen haben. Sondern einfach das ganze drum herum. Es wirkt einfach leblos. Die Balljunge schauen zwar dem Ball nach, geht dieser ins Aus bewegen sie sich aber keinen Zentimeter und schauen wie vom Blitz getroffen wieder gerade aus. Das gleiche trifft auf den Schiedsrichter zu, der extrem Steiff auf seinem Stuhl hoch oben sitzt. Es geht noch weiter, auch beim Publikum hat EA Sports geschlampt. Während vor allem bei der „NHL“-Reihe das Publikum sehr gut ausschaut, sieht das Publikum von „Grand Slam Tennis 2“ wie ein schlechter Witz aus.

Yes, it’s John McEnroe – mit beschränktem Wortschatz!
Kommentiert werden die Matches von keinem geringeren als John McEnroe und Pat Cash. Was auf dem Blatt wirklich gut ausschaut, hört in der Praxis nicht ganz so gut an. Die beiden Kommentatoren haben leider einen ziemlich beschränkten Wortschatz. Schon nach kurzer Zeit wiederholen sie sich immer wieder, was auf die Dauer auf die Nerven geht. Doch nicht nur während den Matches kommentiert John McEnroe mit beschränktem Wortschatz unsere Aktionen auf dem Court, sondern auch in den Trainingslektionen. Auch hier fällt schnell der beschränkte Wortschatz auf. Eine deutsche Synchronstimme gibt es übrigens nicht.

Fazit – es fehlt überall ein wenig
„Grand Slam Tennis 2“ hinkt der Konkurrenz nach, das ist Fakt. Zwar kann EA Sports mit allen Grand Slam Lizenzen, gutem Gameplay und einer durchaus guten Steuerung (Pad und PlayStation Move) punkten. Auf der anderen Seite passt einfach vieles noch nicht zusammen. Die leblose Grafik, der unmotivierende Karriere-Modus und die immer wiederholenden Kommentatoren fallen zu stark ins Gewicht.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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