Testbericht: Dead Island – Die Zombies sind los!

Schon wieder ein Spiel mit Zombies? Ja, „Dead Island“ ist so ein Spiel und macht vieles auch richtig, dennoch hat Techland und Deep Silver noch Verbesserungspotential. Wo diese liegen, erfährt ihr in unserem ausführlichen Testbericht zum Zombie-Game!

Installation – keine langen Wartezeiten
Kurz und schmerzlos, „Dead Island“ legt abgsehen von den Speicherständen keine Daten auf eurer Festplatte ab.

Der Anfang, die Atmospähre und Grafik
Das Intro von „Dead Island“ startet mit fetten Rap-Beats und einer betrunkenen Person, die sichtlich besoffen durch die Gegend torkelt. Im Hotzelzimmer wirft sich die Person noch einige Pillen ein und legt sich dann schlafen. Diese Person die sich dort hinlegt ist entweder die Schusswaffen-Spezialistin Purna, der Rapper Sam B, Wurf-Spezialist Logan oder die Messerfrau Xian. Jede Charaktere hat einen eigenen Skilltree. Ihr könnt einer dieser vier Personen auswählen, oder natürlich auch ein Co-Op Gameplay mit allen vier Charaktere starten.

In nur einer Nacht verwandelt sich die idyllische, neuseeländische Partyinsel Banoi in eine Zombie-Hölle. Vom Hotelzimmer aus gehen wir auf Erkundungstour auf Banoi, schnell begegnen wir den ersten Zombies und auch rund um uns ist vieles voller Blut und angefressene Leichen liegen herum.

Auf den ersten Blick sieht die fiktive Partyinsel und das Palm Hotel überaus schön aus, dennoch machen sich schnell einige Schwirigkeiten der Chrome 5-Engine sichtbar. Teilweise sind die Texturen sehr matschig dargestellt oder die Animationen sind nicht flüssig und kann beispielsweise nicht darstellen, wie ein Objekt aufgehoben und durch die Luft geschmissen wird.Auch hat das Spiel leider einige Clipping-Probleme.

In Innenräume haben sich die Entwickler leider etwas weniger Mühe gegeben. Zu oft sehen wir das gleiche Inventar und auch sonst sieht es draussen einfach viel besser aus, obwohl es auch da nicht perfekt ist.

Im Endeffekt kann sich die Partyinsel dennoch sehen lassen. Ein Tipp noch am Rande, wer sich von einer Horde-Zombies schützen möchte, kann einfach in ein Bungalow oder in ein anderes Objekt mit Türen gehen, schon ziehen sich die Zombies zurück. Nicht ganz realstisch, schliesslich sollten auch Zombies eine Türklinke betätigen können… Die Betonung liegt auf sollten.

Die Story

Die Story hat uns nicht gerade vom Hocker gehauen, doch bietet sie immerhin rund 25 Stunden Spielspass. Darin einberechnet sind die Haupt- und die Nebenquests. In Nebenquests könnt ihr dann beispielsweise neue Baupläne für Waffen verdienen oder ihr werdet dafür bezahlt.

Viel mehr gibt es zur Story nicht zu sagen, schlussendlich sollt ihr einfach die Zombies töten!

Im Gefecht gegen die Zombies!
Wie bereits erwähnt, kann am Anfang ausgewählt werden mit welcher Charaktere wird auf die Jagd nach Zombies gehen möchten. Jede Charaktere hat eine andere Fähigkeit um gegen die Herde-Zombies vorzugehen. Die Nahkämpfe verlaufen meistens ähnlich ab, ausser gegen die Thugs die teilweise Übermächtig scheinen. Die Thugs können extrem viele Schläge einstecken und schlagen auch ziemlich hart zurück. Jedesmal wenn wir getroffen werden, machen wir einen Abflug nach hinten. Mit gutem Timinig und etwas Glück, können aber auch sie ohne Probleme getötet werden.

In „Dead Island“ gibt es auch die Möglichkeit Distanzkämpfe auszutragen. Dann halt mittels einer Pistole oder eines Gewehrs. Diese sind im Gegensatz zu den Nahkämpfen nicht wirklich gelungen. Zu viele Schüsse vertragen die Zombies und zu ungenau ist das Zielen.

Ach ja, wer einem Gegner die Beine abtrennt, dann stirbt dieser direkt als hätte man ihm den Kopf abgetrennt. Nicht ganz logisch, aber was solls.

Co-op Modus – Nicht ganz das, was versprochen wurde
Der Co-op Modus macht auf dem Papier einen interessanten Eindruck, schliesslich kann die Story mit bis zu vier Kollegen durchgespielt werden. Alle Gegenständen können untereinander getauscht werden, so kann man dem Kollegen schnell aus der Patsche helfen. Ab und zu nimmt aber ein nicht unbedingt erwünschter Spieler teil, der einen viel höheren Level hat als wir.. Was dann kommt, ist nur noch einfach. Mit einem besser bewerteten Spieler sind die Levels ohne Probleme zu schaffen.

Im Co-op sind die Thugs einfacher zu besiegen, schliesslich kann ein Spieler den Thug bewusst ablenken und die anderen schlagen auf ihn ein.

Die Rollenspiel-Elemente – nicht ganz gelungen
In „Dead Island“ dreht sich vieles um bekannte Rollenspiel-Elemente. Aber genau das scheint nicht die Stärke der Entwickler zu sein. Die Fähigkeitsbäume sind alle ziemlich linear ausgefallen. Um eine höhere Stufe zu erreichen, müssen zuerst alle Fähigkeiten einer Stufe erlernt werden. Wer also eine Fähigkeit etwas höher im Baum erlernen möchte, muss alle Fähigkeiten zuvor erlernen. Das kann ziemlich ärgerlich werden, vor allem wenn man eine Fähigkeit gar nicht erlernen möchte, weil man das nötige Objekt nicht besitzt.

Leider ist auch die Inventarliste etwas kurz geraten, so dass wir vor allem am Anfang des Spiels immer wieder ganz gut überlegen mussten, welches Objekt wir jetzt aus der Inventarliste entfernen. Später während des Spiels, können wir die Objekte dann auch an anderen Orten deponieren.

Fazit
„Dead Island“ ist grundsätzlich ein guter Zombie-Slasher geworden, der auch wirklich Spass machen kann. Vor allem an Anfang sind wir bestrebt immer neue Waffen und Komponenten zu sammeln, so dass wir schon fast süchtig danach wurden. Das Spiel ist auch sehr umfangreich geworden und bietet eine riesengrosse Map. Doch auf der anderen Seite hat Techland einfach nicht das Optimale aus dem Spiel geholt. An zu vielen Stellen macht das Spiel einen unfertigen Eindruck, um eine Bestnote vergeben zu können.

Schlussendlich bleibt ein durchaus unterhaltsames Zombie-Spiel, das nicht unbedingt in jede Gamersammlung gehört.

Entwickler: Techland
Publisher: Deep Silver
Release: 6. September 2011
Ab 18 Jahren geeignet (in Deutschland nicht auf dem Markt!)

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = Meisterwerk!)

sterne-3
Wir vergeben 3 von möglichen 5 Sternen!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

Auch interessant

So schauen Sie sich Videos auf PS3 an

Spielkonsolen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Seit langem kann man über die Gamingkonsole …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.