GamesCom 2011: Pressevorführungen von Sony

Heute war viel los an der GamesCom. An den Pressevorführungen von Sony wurde eine ordentliche Palette an neuen Games präsentiert. Für euch die Zusammenfassung und ein paar Eindrücke des ersten Tages.

TitelStarhawk
Dylan Jobe hat uns seinen neusten Streich live vorgeführt. Der Nachfolger des erfolgreichen Multiplayer-only Titels Warhawk ist in einer fernen Grenzregion der Galaxie angesiedelt. Menschen haben Kolonien gegründet und bauen das wichtige Mineral Rift ab. Rift Energie ist ebenso wertvoll wie auch gefährlich. Wer einmal einer Dosis Rift Energie ausgesetzt wurde, der muss mit unliebsamen Mutationen am Körper rechnen und den Verlust der geistigen Fähigkeit. Die Rift-Mutanten verehren das Rift und wollen es um jeden Preis vor dem Abbau der Minenarbeiter beschützen. Unser Held, Emmet Graves, wurde wie sein Bruder der Rift Energie ausgesetzt. Während sich sein Bruder vollständig transformiert hat und zum Oberbösewicht Brutal Outlaw wurde, hat sich bei Emmet die Transformation nicht ganz vollzogen. Er kann auf die übernatürlichen Fähigkeiten zurückgreifen, ohne jedoch ein hirnloser Mutant geworden zu sein. Und so spielt seine Geschichte im ewigen Konflikt zwischen Aussenseiter und Beschützer der Menschen. Das Game ist nicht nur ein langweiliger Action Bretzler, LightBox interacitve hat auch strategische Elemente eingebaut. So können in Starhawk Gebäude gebaut und genutzt werden. Rift wird dabei als Währung fungieren und jedes Gebäude hat seinen individuellen Preis. Egal ob Mauern, Geschütztürme, Bunker oder Fahrzeuggaragen, alles kann zur Unterstützung des Gamers in der Welt geschickt platziert werden. Das lustigste Feature dabei: Die Gebäude können als Waffen eingesetzt werden. Wird ein Gebäude zum platzieren ausgewählt, wird es aus dem Weltraum abgeworfen. Falls dabei ein unglücklicher Feind am Abwurfort stehen sollte… *Platsch*. Jeder vernichtete Gegner hinterlässt kleinere Mengen an Rift. So lautet das Motto auch: „Kill to build, build to kill“. Der Kampf selbst ist sehr dynamisch und wird wie schon beim Vorgänger entweder am Boden oder in der Luft ausgetragen. Besonderen Wert legen die Entwickler auf den neuen Singleplayer Modus und versprechen ausgewogene Action und intelligente KI-Gehilfen und Gegner. Auch der Multiplayermodus wurde kurz vorgeführt, dabei sahen wir ein 8 vs. 8 Capture the Flag Game im Weltraum. Die Basis schwebte dabei offen im Weltraum, im Hintergrund war wunderschön ein fremder Planet dargestellt. In den Weltraumkarten ist der Luftkampf viel offener, es können sich hitzige Weltraumfights entwickeln. Und auch das berühmte Jet Pack ist wieder mit an Bord und sorgt für fliegenden Spass. Bis zu max. 32 Mitspieler können eine Onlinesession absolvieren.
Unser Fazit: Die Grafik macht einiges her und die taktischen Elemente könnten sich beim richtigen Einsatz als willkommene Abwechslung und sinnvolle Erweiterung erweisen. Wir sind gespannt auf die finale Version.

Ratchet & Clank: All4One
Der neuste Streich im Ratchet und Clank Universum ist klar auf Co-Op Gameplay ausgerichtet. Bis zu vier Spieler können gleichzeitig auf dem selben Bildschirm die Abenteuer des Helden Ratchet und seines Robotergehilfen Clank spielen. Dabei nutzen die Entwickler von Insomniac geschickt platzierte Mechanismen um die gegenseitige Hilfe zu fördern und doch einen Wettbewerb unter den Mitspielern aufrecht zu erhalten. Ein Beispiel: Um ein etwas grösseres Loch zu überqueren kann Clank mithilfe der Blitzer-Gun rüber geschossen werden. Alle anderen Mitspieler können sich dann per Knopfdruck dank Clank rüberschwingen. Am Ende jeden Levels werden die gesammelten Schrauben (ja, die gibts immer noch) ausgewertet, derjenige mit den meisten Schrauben erhält noch einen Bonus dazu. Neue Waffen und Upgrades können nur bei genügend Schrauben gekauft werden, der Wettbewerb um die kleinen rostigen Dinger unter den Spielern ist also in jedem Level zugegen. Das Co-Op Game kann online wie auch offline absolviert werden, durch einfachen Knopfdruck können Spieler jederzeit in das aktuelle Spielgeschehen einsteigen. Grafisch orientiert sich der Titel an den Vorgängern, knallig bunt und herrlich schräg. In dieser Richtung hat sich mit dem neusten Titel nicht viel getan. Der Release soll übrigens am 18. Oktober 2011 sein, das gilt jedoch nur für Nordamerika. Bis jetzt noch kein Kommentar zum europäischen Datum.
Fazit: Ein Plattformer für die ganze Familie oder nicht so geübte Gamer. Könnte das nächste Weihnachtsgeschenk für die lieben Kleinen werden. 🙂

Tekken Hybrid
Der Überraschungstitel aus dem Hause Namco Bandai vereint drei verschiedene Elemente, die die Herzen der Tekken-Fans höherschlagen lassen. Da wäre als erstes der neue, CGI animierte, Tekkenfilm Tekken Blood Vengeance 3D. Dies ist der erste Tekken Film in dem das Team rund um Tekken auch wirklich involviert war, zwar nicht für die Story sondern für die Kampfszenen und Charaktere. Das Script wurde von Dai Sato geschrieben, der sich selbst als grosser Tekken-Fan geoutet hat. Für die passende musikalische Unterhaltung sorgt Hitashi Sakimoto, der bereits bei einigen Final Fantasy Games die musikalische Begleitung beisteuern durfte. Tonspuren werden auf Englisch und Japanisch verfügbar sein, Untertitel werden wesentlich mehr auf die Blu-Ray gepresst.
Der zweite Teil von Tekken Hybrid bildet das Game Tekken Tag Tournament HD. Die überarbeitete Version des PS2 Klassikers bietet mitsamt dem berühmten Tekken Bowling stundenlangen Prügelspass. Und zuguter Letzt der neuste Streich, Tekken Tag Tournament 2 Prologue! Diese Version bildet die Vorgeschichte zu den neuen Tekken Arcademaschinen, die im Herbst auf den Markt kommen werden. Erstmals ist ein Tekken-Game komplett in 3D spielbar. Die Gamemodes sind wie gewohnt vorhanden, über Arcade, bis Training und Model View gibts alles was das Fighter-Herz begehrt. Ein genaues Release-Datum steht noch aus, es wird aber Ende Jahr, bzw. die Weihnachtszeit angepeilt.
Fazit: Ein PS3 exklusiver Titel, der drei Elemente auf einer Blu-Ray Disc zusammenfasst. Was wünscht sich der Tekken-Fan heut zu Weihnacht?

The Journey
Robin von thatgamecompany hat aus dem Nähkästchen geplaudert und die Entwicklung von The Journey erläutert. Am Anfang stand unbeholfen ein kleines Flash-Game das aber bereits über die wichtigsten Mechanismen von The Journey verfügte. Zwei Jahre und viele Arbeitsstunden später stehen wir nun vor dem fast vollendeten Game. The Journey zu beschreiben fällt wohl jedem ein bisschen schwerer. Stellt euch einfach Flower in der Wüste vor. Na, get the picture? Nein, so einfach ist es leider doch nicht. The Journey ist ein sehr persönliches Game das dem Spieler einen Spiegel über sein eigenes Spielverhalten vorhalten kann. Das Ziel der Entwickler: Sie wollen Leute zusammenbringen, die dann friedlich zusammen spielen. Sie gingen dabei sogar soweit, dass sie stressverursachende Elemente aus dem Spiel entfernt haben. Beispielsweise wurde der Wettbewerb unter den Spielern um die verschiedenen Kleidungsfetzen, die gesammelt werden müssen (oder können?), entfernt. Scheinbar hat dieses Element zu Eifersucht unter den Spielern geführt. thatgamecompany hat dann beschlossen, alle Möglichkeiten sich fies gegenüber andern Spielern zu verhalten aus dem Spiel zu streichen. Dem Spieler obliegt nur noch die Entscheidung ob er helfen will oder nicht. Dabei kommunizieren die Spieler untereinander mit sehr eingeschränkten Mitteln. Es gibt weder einen Text- noch einen Sprachchat. Lediglich ein paar Funktionen sollen den Spielern die Kommunikation untereinander ermöglichen (ein Ausrufezeichen über dem Kopf zeigt den Willen zur Interaktion an). Das Game selbst ist noch nicht fertiggestellt, ein Releasedatum steht also noch in den Sternen.
Fazit: Ein Experiment wie The Flower, wer dieses mag wird The Journey sicher auch wieder lieben. Wir lassen uns gerne auf den Ausflug ein und freuen uns bereits auf die Reise in die heisse und einsame Wüste von The Journey.

Uncharted 3: Drake’s Deception
Der Schnauzer von den räudigen Hunden hat uns live zwei Singleplayer Levels vorgeführt. Zu Beginn hat er sich für die „noch etwas kantige Grafik“ entschuldigt. Leider konnten wir keine Kanten entdecken, das Game hat mit der überarbeiteten Grafikengine einen super Eindruck gemacht. Das erste Level wurde bereits auf der E3 gezeigt. Ein Frachtschiff, inmitten eines stürmischen Ozeans und Nathan, der versucht unter Deck zu kommen. Die optimierte Physikengine lässt sich nicht zweimal bitten und stellt das Schaukeln und Wanken des Schiffes auf beeindruckende Weise dar. Selbst Fässer, Kisten und sonstiger Krimskrams fliegt wunderschön berechnet durch die Gegend. Als unser Haudegen Drake unbedacht im Maschinenraum einen Motor in die Luft jagt, bricht plötzlich die Hölle aus. Wassermassen in rauen Mengen strömen in den Schiffsbauch und drohen aus Nathan hübsches Fischfutter zu machen. Sich flott zur Wehr gegen die Gegnerhorden gesetzt, befindet sich der Held auch schon auf dem Weg zum Ausgang. Wenn nur das Schiff nicht auf die Seite kippen würde. Wie gewohnt spielt Uncharted mit sich immer wechselnden Situtationen und schafft es abermals, ein richtiges Kino-Feeling aufkommen zu lassen. Der zweite Level ist der bereits gestern an der Sonypressekonferenz gezeigte Wüstenlevel mit dem Frachtflugzeug. Dieses Mal können wir jedoch noch ein bisschen weiter blicken als gestern Abend. Was passiert wird aber nicht verraten. 🙂
Fazit: Es ist Uncharted. Es ist ein Grafikmonster. Es ist ein Actionknaller. Es wird ein Blockbuster im 2011. Es ist Sonys stärkster Exklusivtitel für die PS3. Es. ist. Uncharted. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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