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Testbericht: DiRT 3

Mit „DiRT 3“ konzentriert sich Codemasters wieder bewusst auf den Rally-Sport, was bei „DiRT 2“ beispielsweise nicht der Fall war. Ob sich diese Ausrichtung positiv auf „DiRT 3“ auswirkt, erfährt ihr in unserem Test!

Die Multiplayer-Modi konnten wir übrigens nicht testen. Um diese zu nutzen, hätten wir den Online-Pass über den PlayStation Store aktivieren müssen. Der PlayStation Store stand jedoch zum Zeitpunkt des Tests nicht zur Verfügung, deshalb konzentriert sich unser Test nur auf den Einzelspieler-Modus.

Für Abwechslung ist gesorgt
In „DiRT 3“ sind über 50 Rennstrecken und in etwa gleich viele Fahrzeuge aus verschiedenen Kategorien enthalten. Es sind nicht nur neue Fahrzeuge wie der Ford Focus RS mit von der Partie, sondern auch ältere Fahrzeuge aus den 60er Jahren. Somit sind Fahrzeuge aus den letzten 50 Jahren im Spiel enthalten, was für viel Abwechslung sorgt!

Die 50 Rennstrecken sind in verschiedenen Ländern angesiedelt, dementsprechend ändert sich auch der Untergrund von Land zu Land. In Monaco könnt ihr eure Runden am wunderschönen Hafen auf Asphalt drehen, während es in Norwegen schneit und ihr dementsprechend auf ziemlich glattem Untergrund fahren müsst, herrscht in Kenia ein sehr trockenes Klima mit trockenem Untergrund. Für Abwechslung ist in „DiRT 3“ also definitiv gesorgt!

Mit oder ohne Stützräder?
In „DiRT 3“ stehen diverse Fahrhilfen zur Auswahl, sofern ihr alle aktiviert habt, müsst ihr eigentlich nur steuern und Gas geben – gebremst wird automatisch. Schnell werdet ihr bemerken, dass so nicht wirklich viel Spass aufkommt – zumindest war es bei uns so. Wer sich etwas mehr zu traut, der schaltet zumindest die Lenk- und Bremshilfen aus und fährt nur mit aktiviertem ABS und der angezeigten Ideallinie.

Mit den aktivierten Fahrhilfen, werdet ihr die Konkurrenz ohne Probleme abhängen. Wagt ihr euch jedoch ohne die Stützräder (Fahrhilfen) auf die Strecke, so kann schon ein kleiner Fehler das ganze Rennen kosten! Immerhin gibt es die bekannte „Rückspuhlfunktion“ aus dem Vorgänger, so kann ein Fehler schnell wieder korrigiert werden. Pro Rennen stehen 5 solcher Rückspuhlfunktionen zur Verfügung. Wer sie einsetzt, erhält allerdings weniger RUF-Punkte.

Obwohl „DiRT 3“ keine wirkliche Simulation ist, kann sich das Fahrverhalten sehen lassen. „DiRT 3“ ist eine Mischung aus Arcade-Action und einer Simulation. Empfehlenswert ist übrigens ein Lenkrad, die Fahrzeuge reagieren mit dem Gamepad extrem rasch auf Richtungswechsel. Leider kommt die Dualshock-Funktion des Controllers nicht ganz so gut zur Geltung. Der Untergrund wird zwar mit leichter Vibration vermittelt, doch hätte es ruhig etwas mehr sein können.

Tuning – spärlich
Wer gerne selbst etwas am Fahrzeug schrauben möchte, wird in „DiRT 3“ leider etwas enttäuscht. Die Funktionen sind ziemlich spärlich ausgefallen. Die Einstellungen können mit einem Schiebregler etwas angepasst werden, grossen Spielraum lassen die Einstellungen leider nicht zu.

Jetzt wird’s dreckig! Die Dirt-Tour
Die Dirt-Tour ist eigentlich nichts anderes als der Story-Modus von „DiRT 3“. Die Dirt-Tour ist in 4 Saisons unterteilt, am Schluss einer erfolgreichen Saison winkt dann das Saisonfinale (die X-Games). Zur Auswahl stehen nicht nur Rally-Rennen, sondern auch Rally-Cross, Trailblazer-Events, Head2Head, Gymkhana und Landrush-Modus. Anbei eine kurze Erläuterung der verschiedenen Renntypen: 

  • Rally-Cross – Die typischen Rally-Rennen auf verschiedenen Strecken und Untergründen.
  • Trailblazer-Events – Hier geht es ganz schnell zu und her. Mit diversen PS-Monstern fährt ihr gegen die Uhr.
  • Head2Head – An diesen Events fährt ihr gegen einen Gegner auf einer engen Strecken.
  • Gymkhana – Diese neue Events werden von Ken Block präsentiert. Es geht darum in einer Arena so viele Tricks wie nur möglich zu absolvieren, um an Punkte zu kommen. Driften, Donuts, Sprünge und vieles mehr könnt ihr in diesem Modus absolvieren. Die Orte wo ihr Punkte sammeln könnt, werden entsprechend markiert. Sobald der Trick erfolgreich absolviert wurde, wird es euch akustisch mitgeteilt. Die Handbremse ist bei den Gymkhana Events ein wichtiges Hilfsmittel, um die teils waghalsigen Manöver auszuführen. Wer Tricks aneinanderhängt, kann zudem den Multiplikator erhöhen.
  • Landrush-Modus – Diese Events werden auf Rundkursen mit Trucks und Buggies absolviert.

Die vier Saisons sind dann jeweils auf vier Meisterschaften unterteilt. Die Meisterschaften finden in diversen Ländern statt und bieten diverse Renntypen an. Übrigens müssen nicht alle Events in den Meisterschaften absolviert werden, um das Finale zu bestreiten. Wer also keinen Bock auf die Gymkhana Events hat, kann diese einfach auslassen und dennoch ins Saisonfinale gelangen.

Für gute Rennen erhält ihr sogenannte „RUF“-Punkte (Erfahrungspunkte), je besser ihr auf der Strecke seid umso mehr RUF-Punkte erhält ihr. Mit den RUF-Punkten werden neue Fahrzeuge freigeschaltet.

YouTube hier, YouTube da… Bla bla bla!
Nach den Rennen will uns ein „Teammitglied“ immer wieder den Videoupload auf YouTube schmackhaft machen. Was sich am Anfang noch interessant anhörte, sorgte auf Dauer nur für Ärger. Obwohl wir ein schlechtes Rennen absolviert haben, will uns das Teammitglied schmackhaft machen, dass die Welt dieses Rennen unbedingt sehen möchte – schade kann dieser Typ nicht gefeuert werden ;-).

Der Videoupload ist leider etwas lahm, obwohl genügend Bandbreite vorhanden wäre. Der zweite Negativpunkt, die Videos werden nur in der Auflösung 480p hochgeladen – schade!

Endlich – Splitscreen! Grafik oho! Sound klasse!
Na endlich hat auch Codemasters auf die Community gehört! Den in „DiRT 3“ ist endlich auch ein Splitscreen-Modus vorhanden. Der Splitscreen-Modus ist für alle Modi verfügbar. Zu zweit und mit bis zu sechs KI-Piloten könnt ihr die Rennen austragen. Ebenfalls können die Gymkhana Events im Splitscreen-Modus ausgetragen werden.

Grafisch ist „DiRT 3“ wirklich sehr gut gelungen. Die Landschaften und die Fahrzeuge sind liebevoll gestaltet, auch die Cockpit-Ansicht. Der Schnee wird wunderschön durch die Gegner vor uns aufgewirbelt. Das Schadensmodell kann auch wirklich als Schadensmodell erwähnt werden. Bei einem Crash wird die Stossstange umher gewirbelt oder die Scheiben gehen zu bruche. Auf das Fahrverhalten wirken sich die Schäden leider nur leicht aus. Alles in allem hat Codemasters eine wirklich gute grafische Arbeit geleistet!

Der Sound der Fahrzeuge ist ebenfalls klasse! Auch im Menü werden abwechslungsreiche Tracks geboten.

Fazit
„DiRT 3“ ist ein sehr gutes Rally-Spiel geworden. Ohne die Fahrhilfen bietet das Spiel actionreiche Rennen, auf wunderschönen Rennstrecken. Die Menüs hätten etwas peppiger daher kommen können und auch die Werkstatt fehlt fast gänzlich.

Für alle Fans und Sympathisanten des Rallysports ist das Spiel sicher ein Kauf wert!

Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Release: erhältlich
Ab12 Jahren geeignet

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Wir vergeben schmutzige 4 von möglichen 5 Sternen!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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