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Testbericht: BRINK

BRINK“ ist genau in dieser Zeit erschienen, in dem das PlayStation Network nicht erreichbar war. Ein sichtlich schlechter Start für ein Spiel, das vorwiegend auf Multiplayer-Elemente setzt. Nun das PlayStation Network funktioniert jetzt wieder, jedenfalls teilweise, und wir konnten das Spiel ausführlich testen.

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Die Ark
Die Ark

Ab in die Zukunft!
„BRINK“ versetzt euch in die Zukunft auf eine künstlich angelegte Insel namens Ark, die irgendwo auf dieser Welt Millionen von Menschen ein neues Zuhause gibt. Ursprünglich galt die Ark nur als Forschungsprojekt, doch aufgrund des bedrohlich erhöhten Wasserstands der Weltmeere, wurde die Ark für viele Menschen ein neues Zuhause. Die auserwählten Menschen wurden mittels Frachtschiffe auf die Ark gebracht.

In „BRINK“ gibt es zwei Gruppen. Die eine möchten so schnell wie möglich von der Ark kommen und auf der Welt nach anderen Lebensmöglichkeiten suchen. Die zweite Gruppe setzt alles daran, die Ark zu verteidigen und Ordnung einzubringen. Eine Lösung die beide Gruppen zufrieden stellt, konnte keine gefunden werden. Deshalb bekämpfen sich die Gruppen in „BRINK“. Am Anfang vom Game muss man sich für eine der zwei Gruppen entscheiden. Danach könnt ihr einen Charakter erstellen und ganz nach eurem Geschmack anpassen. Es gibt eine vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten, so dass jeder seinen Spieler nach seinem Geschmack erschaffen kann. Während des Spiels können zudem weitere Individualisierungen freigeschaltet werden, wie beispielsweise neue Frisuren, neue Kleidung, usw.

Was jetzt, Multiplayer oder Singleplayer?
Bethesda Softworks möchte mit „BRINK“ den Multiplayer- und den Singleplayer-Modus miteinander verbinden. Das klappt zwar an einigen Stellen, doch hat man stets das Gefühl, dass man sich in Multiplayer-Schlachten befindet und nicht in einer pakenden Story. Die Schlachten werden mit Zwischensequenzen abgerundet. Wenn nicht genügend „Menschen“ online sind, werden die Gegner übrigens von KI-Gegnern (Bots) ersetzt. Erfreulicherweise konnten sich die KI-Gegner meistens gut in Szene setzen und hatten den positiven Nebeneffekt, dass das Spiel fast ohne Lags auskam.

Lags ein Thema das uns während des Spiels begleitet hat. Je mehr menschliche Spieler in „BRINK“ unterwegs waren, desto stärker waren die Lags. Nicht das ihr uns falsch versteht, die Lags waren zwar sehr störend, doch tauchten sie glücklicherweise nicht so häufig auf. Bethesda Softworks hat am Wochenende diesbezüglich einen neuen Patch veröffentlicht, der die Stabilität im Multiplayer-Modus deutlich verbessern soll. Getestet haben wir „BRINK“ ohne den genannten Patch.

Die Story selbst kann trotz der interessanten Hintergrundgeschichte nicht vollends überzeugen. Die gezeigten Zwischensequenzen sorgen für keine Spannung im Spiel, obwohl die eigentliche Geschichte mit der Ark eigentlich viel Potenzial hätte.

Soldaten, Spione, Sanitäter oder Techniker?
In „BRINK“ geht es vorwiegend um Teamwork, ohne Teamwork kommt man selten an die Erfahrungspunkte für den erfolgreichen Abschluss einer Mission heran. Insgesamt sind vier Klassen im Spiel enthalten Soldaten, Spione, Sanitäter und Techniker. Wenn es bei einer Mission um das Reparieren einer Maschine geht, so ist es ratsam einen Techniker im T eam zu haben. Schlussendlich werden aber dennoch alle vier Klassen benötigt, schliesslich muss der Techniker im Gefecht von Soldaten geschützt werden und der Sanitäter versorgt die „gefallenen“ Soldaten. Für diese Aufgaben könnt Ihr auch wieder Erfahrungspunkte sammeln.

Mit den Erfahrungspunkten könnt Ihr übrigens eue Items für euren Charakter freischalten. Durch die Erfahrungspunkte werden auch neue Fähigkeiten freigegeben, so kann beispielsweise der Techniker die Waffen der Soldaten verbessern oder der Sanitäter kann die verwundeten Soldaten schneller heilen.

SMART-System – Die Revolution?
Auf das SMART-System sind die Entwickler von Splash Damage besonders stolz. Mit der Sprinttaste kann der Spieler ähnlich wie ein Parkour-Läufer auf Objekten (Kisten, Geländern, usw.) herum springen. Dadurch eröffnen sich ganz neue Wege im Spiel, so dass wir das Ziel schneller erreichen. Übrigens, ein leichter Charakter kann weiter springen als ein schwerer Charakter. Auf der anderen Seite ist dafür der Energiebalken des schwereren Charakters etwas grösser.

Ganz so einfach, wie es auf den diversen Videos ausschaut, ist das SMART-System in der Realität leider nicht. Ab und zu kann man nicht gut abschätzen, ob der Spieler wirklich bis zum anderen Objekt springen kann oder nicht. Während des Tests hat sich auch gezeigt das unsere Gegner das SMART-System kaum verwendet haben, schade eigentlich! Es wirkt einfach so, als wäre das SMART-System noch nicht ganz ausgereift.

Grafisch nicht auf der Höhe!
Grafisch ist das Spiel leider kein Meisterwerk geworden. An vielen Stellen gibt es immer wieder Kanterflimmern und teils sind grafische Details zuerst etwas unscharf und werden erst nach kurzer Zeit nachgeschärft.

Positiv erwähnen möchten wir die farbenfrohe Levels, die abgesehen von den genannten Negativpunkten, wirklich überzeugen vermögen.

Fazit
Splash Damage hat es mit „BRINK“ teilweise geschaft den Einzelspieler- mit dem Multiplayer-Modus zu vermischen und somit etwas „Neues“ zu kreieren. Perfekt ist das Spiel leider nicht geworden, dafür hat es zu wenige Herausforderungen und aktuell noch diverse Bugs. Für Fans von Teamwork-Spielen ist das Spiel empfehlenswert, schliesslich ist es auch das A und O des Spiels.

Schlussendlich ist den Entwicklern ein solider Shooter gelungen.

Entwickler: Splash Damage
Publisher: Bethesda Softworks
Release: erschienen
Ab 16 Jahren geeignet

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = Meisterwerk!)

sterne-3

Wir vergeben 3 von möglichen 5 Sternen!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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