Testbericht: Portal 2

Bereits der erste Teil von „Portal“ hat uns fast vom Hocker gehauen, obwohl er nur als Zugabe kostenlos für die Orange-Box beigelegt wurde! Der Puzzle-Shooter geht komplett neue Wege und das erfolgreich! Kann der Nachfolger „Portal 2“ die Messlatte nochmals höher stellen? So viel sei schon jetzt gesagt, ja! Alles weitere erfährt Ihr auf den nächsten Zeilen!

Die Entwicklerschmiede Valve spendiert „Portal 2“ im Einzelspieler-Modus rund 60 Kammern, dazu kommt ein online oder  zwei Spieler offline Koop-Modus mit einer komplett anderen Geschichte. Für den Einzelspieler-Modus benötigen geübte „Portal“-Spieler ungefähr 8 Stunden.

Knifflige Rätsel und tolle Geschichte!
Im Einzelspieler-Modus werdet ihr die Rolle von „Chell“ übernehmen, die schon im ersten Portal die „Hauptrolle“ übernommen hat. Verschlafen wacht Chell in einem der vielen Zimmer in Aperture City auf, wo er aufgefordert wird einige Übungen zu absolvieren. Danach vergehen mehrere Monate oder Jahre und Chell wacht wieder in demselben Zimmer auf – doch alles sieht jetzt ziemlich heruntergekommen aus. An ihrer Seite wartet auch schon Wheatley. Von Weathley sind wir während dem Spiel abhängig, denn nur zu zweit können sie von Aperture Science flüchten. Die weibliche KI GlaDOS will dies mit aller Macht vermeiden..

Wer den ersten Teil von „Portal“ nicht gespielt hat, kann trotzdem ohne Zweifel bei „Portal 2“ zugreifen. Zwar gibt es hier und da einige Textpassagen, die zurück zum ersten Teil führen, doch um das Spiel zu beenden, braucht ihr nur genügend Gribs! Witzig sind die vielen Diskussionen zwischen Weathley und KI GlaDOS. Durch die vielen witzigen Sprüche, vor allem von GlaDOS, sorgte das Spiel immer wieder für Lacher! Der Humor kommt in „Portal 2“ definitiv zu kurz! Wir gehen sogar soweit und sagen, dass in den letzten Jahren kein Spiel in Sachen Humor mit „Portal 2“ mithalten kann!

Am Anfang werdet ihr sanft in das neue Genre eingeführt, schliesslich hatten PlayStation 3-Spieler keine Gelegenheit das erste „Portal“ zu spielen. Durch das sanfte Einführen in das neuartige Bedienkonzept, erlernt ihr automatisch die diversen Gameplay-Elemente. „Chell“ ist am Anfang nur mit einer Portalkanone ausgestattet, im Verlauf der Story könnt ihr dann auch auf Kristallwürfel zählen, die es ermöglichen Laserstrahlen auf einen anderen Ort zu lenken. Mit der Portalkanone könnt ihr euch an vordefinierten Wänden (weisse Wände) sogenannte Portale eröffnen um dort hindurch zu gehen.

Das Gameplay ist Valve mehr als gelungen – wir sind nach wie vor begeistert. In jeder Kammer, so werden die Levels in Portal genannt, warten auf euch wieder neue Rätsel. Und wir garantieren, die Rätsel sind teils ziemlich knifflig! Im Verlauf der Story werdet ihr mit neuen und komplexeren Rätsel bedacht. Für Abwechslung ist in Portal gesorgt! Die Spielzeit hängt von Euch ab, wir benötigten knapp 7 Stunden um die Einzelspieler-Missionen bzw. Einzelspieler-Kammern zu beenden.

Zwei kleine Kritikpunkt müssen wir dennoch äussern. Wir hätten uns ein bisschen mehr Freiheit während der Rätsel gewünscht. Darüber hinaus wäre es bei den kniffligen Rätsel von Vorteil, wenn man eine optionale Hilfe aktivieren könnte. Sonst gibt es aber genügend Walkthroughs auf YouTube, die bei einem kniffligen Rätseln weiterhelfen.

Zu zweit in Aperture Science
Der Koop-Modus online oder offline als Splitscreen, bietet Euch eine komplett neue Story. Die Story spielt nach dem Einzelspieler-Modus, verrät euch aber glücklicherweise nichts davon! Im Koop-Modus könnt ihr in die Rolle vom Roboter Atlas (Blue) und P-Body (Orange) schlüpfen. Mit den beiden Robotern und ausgestattet mit je einer Portalkanone, heisst es die vielen Räume in Aperture Science zu bewältigen. Insgesamt gibt es fünf Kapitel, die alle mit einem speziellen Thema versehen sind. Der Schwierigkeitsgrad im Koop-Modus ist deutlich höher angesetzt, als noch im Einzelspieler-Modus. Schliesslich haben wir jetzt je 2 Portalkanonen zur Verfügung, womit wir bis zu vier Portale eröffnen können. Auch hier, hätten wir uns bei diversen Rätsel die optionale Hilfe gewünscht!

Der Koop-Modus ist voll auf Teamwork ausgerichtet, ohne den Spieler-Kollege kommt ihr ganz einfach nicht weiter. Im Splitscreen-Modus könnt ihr natürlich ohne Probleme Anweisungen geben, im online Koop-Modus sieht das schon anders aus. Es ist empfehlenswert, falls nicht vorhanden, ein Headset zu kaufen. Allenfalls könnt ihr auch Befehle mit einem Marker setzen oder mittels Gesten dem Spieler andeuten, was er machen soll.

Der Humor kommt auch im Koop-Modus nicht zu kurz. KI GLaDOS versucht die beiden Roboter gegeneinander auszuspielen.

Grafisch etwas veraltet, Synchronsprecher top!
Ein weiterer Kritikpunkt den wir Valve ankreiden müssen, ist die hauseigene Source-Engine. Die Source-Engine ist spürbar etwas in die Jahre gekommen. Doch hat es Valve geschafft, wohl das Maximum aus der angestaubten Engine herauszuholen.

Ein grosses Kompliment müssen wir den Synchronsprechern aussprechen! In vielen Fällen ist ja nur die englische Synchronisation empfehlenswert, nicht so in Portal 2. Der deutsche Synchronsprecher Tobias Meister hat es wirklich hervorragend hinbekommen! Dennoch kommt er nich ganz an das Niveau von der englischen Synchronisation heran, das übrigens von Stephen Merchant, gesprochen wird. Die Sprache könnt ihr übrigens bequem in den Einstellungen des Spiels ändern.  

Fazit
Valve hat seine Hausaufgaben perfekt gemeistert! Portal 2 ist ein Spiel mit viel Humor, tollen Rätsel und hohem Wiederspielwert! Alles was im ersten Teil „gut“ war, ist in Portal 2 „sehr gut“ umgesetzt worden. Valve hat viele neue Ideen in das Spiel eingebracht, so kann nicht die Rede von einer „Verschönerung“ des ersten Teils sein. Nur die etwas angestaubte Grafik müssen wir Valve ankreiden, in Zukunft wünschten wir uns eine etwas zeitgemässere Engine.

Sonst passt einfach alles zusammen, der Einzelspieler-Modus als auch der Koop-Multiplayer-Modus! Portal 2 – unserer Meinung nach ein Pflichtkauf!

Entwickler: Valve
Publisher: Electronic Arts
Release: erhältlich
Ab 6 Jahren geeignet

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = Meisterwerk!)

sterne45
Wir vergeben 4.5 von möglichen 5 Sternen!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

Auch interessant

So schauen Sie sich Videos auf PS3 an

Spielkonsolen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Seit langem kann man über die Gamingkonsole …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.