Testbericht: Operation Flashpoint Red River

Codemasters hat mit „Red River“ einen neuen Ableger der „Operation Flashpoint“-Reihe auf den Markt gebracht. Gerne erinnern wir uns an den ersten Teil von „Operation Flashpoint“, der damals wirklich neue Massstäbe setzen konnte. Die letzten Ableger konnten uns dagegen nicht mehr wirklich überzeugen. Wie sieht es mit „Operation Flashpoin: Red River“ aus? Kann Codemasters damit wieder bei den Taktik-Shooter-Fans punkten? Gerne beantworten wir Euch diese Fragen auf den nächsten paar Zeilen!

„Operation Flashpoint: Red River“ spielt im Jahr 2013 in Tadschikistan ab. Tadschikistan ist ein Hochgebirgsland, das an Usbekistan, Krigisistan, China und Afghanistan grenzt. Als Soldat der US-Marine müsst Ihr euch nicht nur mit der ITP (Islamische Turkestan Partei), sondern auch mit Einheiten der chinesischen Volksbefreiungsarmee. Die ITP wird im Spiel von den US-Marines übrigens auch gerne „Tadschi-Pisser“ genannt.

Kleine Anmerkung: Da das PlayStation Network nicht erreichbar ist, konnten wir den Multiplayer-Modus bislang nicht testen. Sobald das PlayStation Network wieder erreichbar ist, bemühen wir uns den Testbericht zum Multiplayer-Modus nachzureichen.

Die Kampagne – riesige Missionen!
Die Einzelspieler-Kampagne bietet euch 10 riesige Missionen, die sehr viel Spielraum für taktische Schritte offen lassen und anschaulich sind. Etwas schwammige Texturen und die „unscharfe“ Weitsicht, trüben die Stimmung etwas. Für eine Mission ist man übrigens gut und gerne 1 Stunde beschäftigt. Gegen die „Tadschi-Pisser“ und die Chinesen, müsst ihr euch nicht alleine durchkämpfen. Ihr seid einem 4-Mann starken Team untergestellt, inklusive Staff Sergeant Knox, der hier und da einige Sprüche (teils unter der Gürtellinie) fallen lässt. Genau diese Sprüche sorgen zwar am Anfang für eine gewissen Auflockerung, auf die Dauer gehen sie aber nur noch auf den Kecks!  Ein Tipp am Rande: Am besten schaltet ihr um auf die englische Synchronsprache.

Ihr seid zwar mit vier weiteren Soldaten im Team, doch lernt ihr die nie wirklich kennen. Die Story in der Kampagne setzt das Hauptaugenmerk nicht auf die Teamkollegen, sondern auf das was rund um uns passiert. Die Zwischensequenzen sind dabei äusserst gelungen, wie übrigens auch das Intro in das Spiel. Die Story verdient sicherlich keinen Oscar, sorgt aber mindestens ab der Hälfte des Spiels für Spannung und Abwechslung.

Den KI-Teamkollegen könnt ihr mittels Digitalsteuerkreuz und betätigen der R2-Taste Befehle geben. Die Befehle sind nicht zu kurz gekommen, es gibt dutzende Befehle die ihr eurem Team geben könnt. Die Befehle könnt ihr wahlweise an das ganze Team richten oder nur einzelnen Teammitglieder. Es kommt leider ab und zu vor, dass die KI-Teamkollegen etwas unverständlich agieren. Plötzlich sprinten sie einfach direkt den Gegnern in die Arme oder spatzieren total unmotiviert und langsam hinter uns her. Die Gegner-KI macht leider zu oft dieselben Fehler. Befehle hat es wie gesagt viele zur Auswahl. Doch um an die Befehle zu kommen, müsst ihr etwa umständlich auf eurem Pad gleich drei Tasten betätigen. Zwei hätten es doch auch getan, nicht Codemasters? Nahkampfkämpfe gelten als Mangelware,  die meisten Kämpfe werden auf Distanz ausgetragen. Jeder Schritt oder besser gesagt Schuss, sollte gut überlegt sein. Nur ein kleiner Fehler und ihr könnt die Mission von vorne starten. Der Schwierigkeitsgrad ist auch für erfahrene Spieler ziemlich anspruchsvoll. Gefallen hat uns der wirklich realistische Rückstoss der jeweiligen Waffen.

Codemasters hat ein Punktesystem eingeführt, das unserer Meinung nach da nichts zu suchen hat. Wir können also in den Missionen je nach Abschluss 3, 2 oder 1 Punkt(e) sammeln. Die Punkte können wir dann für spezielle Ausbildungen nutzen, um beispielsweise schneller Sprinten zu können. Zusätzlich zum Punktesystem gibt es ein Erfahrungssystem. Je höher die Erfahrung desto besser natürlich und je höher unsere Erfahrung ist, umso schneller können wir beispielsweise unsere Teamkollegen verarzten.

Unverständlich für uns, warum wir nicht über eine kleine Mauer springen können. Wir konnten nur an vordefinierten Orten über die Hindernisse springen, was einfach nicht mehr zeitgemäss ist!

Grafisch hinter der Konkurrenz
Viel fürs Auge bietet „Operation Flashpoint: Red River“ eigentlich nicht. Die Missionen sind zwar riesig, aber alles sieht irgendwie immer gleich aus. Sand dominiert das Bild, egal wo ihr hinschaut. Natürlich passt das zu Tadschikistan, doch wirkt die Landschaft somit sehr langweilig. Die Grafik kann auch sonst nicht mit der Konkurrenz mithalten. Immer wieder entdecken wir unscharfe Texturen und die Weitsicht ist für solch einen Shooter zu beschränkt. Bei den Animationen hat es sich Codemasters zu leicht gemacht, es fehlen einfach wichtige Animationen wie das verarzten eines Teamkollegen.

Fazit
Am Anfang haben wir uns die Frage gestellt, ob „Red River“ endlich wieder an die guten alten Zeiten anknüpfen kann. Nach dem Test müssen wir klar und deutlich sagen – Nein! Das Spiel bietet zwar riesige Missionen, viele taktische Möglichkeiten und durchaus interessante Distanzgefechte, die uns immerhin ein wenig an den ersten Teil erinnern. Doch auf der anderen Seite haben sich (zu) viele kleinere Fehler eingeschlichen, wie die KI-Gegner die teils unverständlich agieren oder die Mauern die wir aus welchem Grund auch immer nicht überspringen können. Ein grafisches Meisterwerk ist Codemasters ebenfalls nicht gelungen. Bei der Strory gibt es hingegen im Grunde genommen nichts auszusetzen. Mit Spielen wie „Crysis 2“ kann sie aber nicht mithalten, dafür fehlt der Story einfach die nötige Spannung.

Schlussendlich bleibt „Operation Flashpoint: Red River“ ein durchschnittlicher Shooter, der einmal durchgespielt, wahrscheinlich irgendwo in einer Schublade verschwinden wird.

Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Release: erhältlich
Ab 16 Jahren geeignet

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = Meisterwerk!)

sterne-3
Wir vergeben knappe 3 von möglichen 5 Sternen!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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3 Kommentare

  1. Ich habe das Spiel auf der Xbox 360. Das mit dem versetzten ist keine große Sache. Aber das mit den Fehlern die ihr genannt habt, unscharfe Objekte habe ich eigentlich noch gar nicht gesehen( es kann auch an meinen Augen liegen) und das mit den befehlen das die Ärger machen ist mir gar nicht aufgefallen. Und wenn Tadschikistan so sandig ist im Spiel sowie in echt macht mir nichts aus. Also meine Bewertung wäre wenigstens eine 4 (****) oder eine 3 1/2 (***1/2) weil mir das echt gefällt und da selbst auf normal ( niedrigste Stufe) die Missionen noch Konzentration brauchen weil Mann so schnell stirbt wie in echt( nicht so bei Call of Duty da kann man Rambo spielen 🙂 was aber dann unreell ist ) ich finde es hat eine Chance verdient! Danke N.R.

  2. ich bin es nochmal ich weiß das es auf PS2 getestet wurde aber da hab ich es bei einem Freund gespielt und es war eig gleich (außer das das bild dunkler ist) das find ich halt gut! 😉
    Für einen reellen taktischen shooter ist das eig ganz gut 🙂

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