SOCOM: Special Forces

Eigentlich wollten wir mit dem Testbericht zum Taktik-Shooter “SOCOM: Special Forces” abwarten, bis das PlayStation Network wieder erreichbar ist. Wir haben uns nun entschieden, nur den Test zum Einzelspieler-Modus zu veröffentlichen. Immerhin konnten wir noch vor dem Ausfall, kurz die Koop-Missionen durchspielen. Im Multiplayer-Modus könnten sich übrigens bis zu 32 Spieler auf der Map taktisch bekämpfen. Wir erinnern uns an den SOCOM-Ableger “MAG”, bei der rund 256 Spieler gleichzeitig auf einer Map spielen konnten.

Der Einzelspieler-Modus bietet rund 14 Missionen (davon 4 Aufklärungsmissionen) und 32 unterschiedliche Waffen die mit “Updates” (Schalldämpfer, Laser, etc..) versehen werden können.

Einfach mal herumballern? Nicht in SOCOM!
“SOCOM: Special Forces” ist ein Taktik-Shooter, was eigentlich schon alles aussagt. Wer in SOCOM Special Forces ein Spiel à la “Killzone 3″ oder “Crysis 2″ erwartet, liegt komplett falsch und sollte definitiv die Finger von diesem Spiel lassen.

“SOCOM: Special Forces” spielt sich in einer fiktivien Region in Südostasien ab. Ein Revolutionär hat das Land übernommen und lässt alles aus dem Weg räumen, was ihm nicht passt. Mit Cullen Gray (der Protagonist) müsst ihr versuchen sein Ziel, eine der wichtigsten Wasserstrassen unter seine Kontrolle zu bringen, verübeln. Aber keine Angst ihr seid nicht allein, denn ihr werdet von vier erfahrenen Soldatinnen und Soldaten unterstützt.

Taktisch vorgehen ist das A und O in “SOCOM Special Forces”. Als Anführer der fünfköpfigen Gruppe, müsst ihr dem Team mittels Digitalkreuz Befehle geben. Die Gruppen sind in Team gelb und Team blau aufgeteilt, die über verschiedene Spezialitäten verfügen. Das Team gelb ist für das Nahgefecht ausgebildet, während das Team blau die Scharfschützen darstellen und die Gegner aus der Ferne gezielt ausschalten. Die KI unserer Kollegen erwies sich als gut und auch die Steuerung mittels Digitalkreuz wurde gut umgesetzt. Nicht nur die KI unserer Kollegen erwies sich als gut, sondern auch die der Gegner. Gefallen hat uns vor allem, dass sich die Gegner nicht all zu passiv verhalten haben, sondern gerne in die Offensive gegangen sind. Die Maps in den Missionen dagegen, hätten etwas grösser ausfallen dürfen.

Gut ist auch, dass die Missionen auf verschiedene Arten erfolgreich beendet werden können. Ob Ihr lieber im schleichen oder die Missionen mit gezielten Angriffen beenden wollt, diese Möglichkeit lassen euch die Entwickler in den meisten Missionen offen. Wer sich für das Schleichen in den Missionen entscheidet, sollte beachten, dass die getöteten Gegner auch versteckt werden müssen, ansonsten könnten weitere Gegner alarmiert werden. Dies geht ja bekanntlich nicht gut aus.

Granate werfen, leichter gesagt als getan!
Eine Granate werfen ist in “SOCOM: Special Forces” leider leichter gesagt als getan – zumindest dann, wenn man die Granate an einen bestimmten Ort werfen möchte. Im Spiel wird die Wurfbahn der Granate nicht angezeigt, so ist es extrem schwierig abzuschätzen, wo die Granate landen wird.

Das Deckungssystem wirkt ausgereift und wurde so umgesetzt, wie in anderen Genre-ähnlichen Spielen.

Die Story – für Unterhaltung ist gesorgt
Wie erwähnt bietet der Einzelspieler-Modus 14 Missionen, davon sind 4 Aufklärungsmissionen. Die Spielzeit beträgt akzeptable 7 bis 10 Stunden – wir hatten das Spiel nach knapp 7 Stunden durchgespielt. Im Spiel ist auch die NATO involviert, aus diesem Grund kommt die Story relativ wahrheitsgetreu rüber, obwohl das Spiel in einer fiktivien Region in Südostasien abspielt. Die Story ist zwar etwas geradlinig und sorgt selten für Überraschngen, doch fühlten wir uns dennoch in den 7 Stunden recht gut unterhalten.

Mehr Emotionen hätten dem Spiel allerdings gut getan. Die Dialoge während den Missionen lassen grösstenteils zu wünschen übrig.

Koop-Missionen – gelungen aber zu wenige Missionen
Die Koop-Missionen sorgen für gelungene Abwechslung. Insgesamt können fünf Spieler bei den Modi “Eliminierung” und “Spionage”  in den Kampf ziehen. Der Modi “Eliminierung” erklärt sich schon fast von selbst, hier geht es darum, einen ranghöheren Gegner zu töten. Bei der “Spionage” kommt es ganz darauf an, wie ihr mit den anderen Spielern untereinander harmoniert – die Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg! Ihr müsst dabei diverse Dokumente dem Gegner entwenden, ohne das dieser Wind davon bekommt.

Der Schwierigkeitsgrad kann teils selbst ausgewählt werden, da beispielsweise die Anzahl an Gegner erhöht werden kann. Enttäuschend ist die Anzahl an Koop-Missionen, gerade Mal je 5 Missionen gibt es zu bewältigen. Über DLC’s würden wir uns natürlich freuen.

Grafisch nicht auf der Höhe / PlayStation Move ok  / 3D-Modus sehr gut
Das Spiel setzt auf eine überarbeitete Version der etwas in die Jahre gekommene “MAG”-Engine. Mit Titeln wie “Crysis 2″ oder “Killzone 3″ kann die Grafik nicht mehr mithalten, dafür ist die “MAG”-Engine einfach zu wenig leistungsfähig. Nur damit ihr uns richtig versteht, die Grafik ist nicht schlecht aber auch nicht mehr Zeitgemäss. Den Entwickler ist es mit vielen Details gelungen, die Welten dennoch annschaulich zu gestalten.

“SOCOM: Special Forces” unterstützt die PlayStation Move Steuerung mittels Sharp Shooter. Die Steuerung funktioniert zwar einwandfrei, trifft aber ganz einfach nicht unseren Geschmack (wie auch bei “Killzone 3″ nicht). Bei hecktischen Schusswechseln, fühlten wir uns etwas benachteiligt mit dem Sharp Shooter, die Reaktionszeit ist einfach höher als mit dem Pad.

Der 3D-Modus funktionierte beinahe perfekt! Die Tiefenwirkung haben die Entwickler sehr gut hinbekommen. In den Einstellungen kann die 3D-Funktion nach Lust und Laune angepasst werden. Aufgrund der 3D-Funktion fällt die Bildrate etwas, doch beim Spielen bemerkt man diesen Umstand glücklicherweise nicht.

Fazit
“SOCOM: Special Forces” bewegt sich in einem ganz anderen Genre als beispielsweise die “Call of Duty”-Serie oder “Battlefield”-Serie. Das finden wir auch gut so! Im Einzelspieler-Modus werdet ihr während 7 bis 10 Stunden gut unterhalten, doch fehlt es für unseren Geschmack an Überraschungsmomenten und Emotionen. Die gute Waffenauswahl mit diversen Update-Möglichkeiten runden den grund soliden Shooter ab.

Entwickler: Zipper Interactive
Publisher: Sony Entertainment
Release: erhältlich
Ab 16 Jahren geeignet

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = Meisterwerk!)

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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