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Testbericht: MotoGP 10/11

Pünktlich zum Saisonstart der Motorrad WM hat Capcom das offizielle Spiel mit allen Fahrern & Teams „MotoGP 10/11“ auf den Markt gebracht. Wie gut schlägt sich die Motorrad-Simulation, das bei Monumental Games entwickelt wurde? Das erfährt Ihr in unserem Testbericht!

Das Spiel enthält alle Inhalte der MotoGP-Saison 2010, die Inhalte für die 2011 Serie wird in Kürze per Download-Update nachgereicht. Monumental Games verspricht ein verbessertes Fahrsystem und eine weiter ausgearbeitete Fahrphysik.

Installation optional
Wer möchte kann sich einige Daten auf der Festplatte der PlayStation 3 installieren. Vorteil der Installation? Das Spiel startet um einiges schneller, wenn die Daten auf der Festplatte bereits installiert sind.

Arcade oder doch Simulation?
Ohne Zweifel, MotoGP 10/11 ist eine äusserst schwierige Rennsimulation geworden, vor allem dann, wenn keine der unzähligen Hilfeeinstellungen aktiviert worden ist. Es gibt vier verschiedene Simulationsgrade – Leicht, Mittel, Schwer und Wahnsinn. Alle die Simulationsgrade sind bereits mit Hilfeeinstellungen vorkonfiguriert. Die Hilfeeinstellungen könnt ihr natürlich eurem Geschmack anpassen.

Viele Einstellungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass ihr eure Maschine bis ins letzte Detail nach eurem Geschmack konfigurieren könnt. Die Änderungen am Motorrad wirken sich danach auch spürbar auf der Strecke aus. Die Einstellungsmöglichkeiten empfehlen wir bewusst nur erfahrenen Motorrad-Spielern.

Die Steuerung ist äusserst schwierig in den Griff zu bekommen. Wir landeten viele Male neben der Strecke oder fuhren schnurstracks in einen Reifenstapel. Wer nur eine Sekunde zu spät bremst, wird die nächste Kurve wahrscheinlich nicht richtig erwischen. Bei einer schnellen links – rechts Kurve, ist es fast unmöglich die Kurve perfekt zu bekommen. Zu schwerfällig bewegt sich unser Fahrer auf die andere Seite.

Die Entwickler haben mit den Anfängern offensichtlich mitleid, im Pausenmenü könnt ihr die Option „zweite Chance“ aktivieren. Damit wird die Zeit etwas zurückgespult. Die Option „zweite Chance“ kann immer wieder benutzt werden, eine Limite gibt es nicht. Uns hat die Option „zweite Chance“ zwar immer wieder von einem dummen Fehler gerettet, doch passt es unserer Meinung nach nicht in eine Simulation.

Die Richtung von MotoGP 10/11 stimmt, langsam aber sicher können wir  von einer ausgereiften Motorfahrzeug-Simulation sprechen.

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Lorenzo, Pedrosa oder doch Rossi? Der Karriere-Modus
Im Karriere-Modus könnt ihr euch den Fahrer und das ganze Team selber zusammenstellen. In der 125ccm startet ihr die Karriere und müsst euch hocharbeiten bis in die Königsklasse, die MotoGP. Dabei könnt ihr euer Team bis ins kleinste Detail zusammenstellen, ja sogar die Farben des Teams könnt ihr auswählen. In einem Rennstahl benötigt ihr neben den Mechanikern, unter anderem auch einen PR Berater oder Ingenieure die euer Motorrad weiter verbessern. Geld für die Angestellten bekommt ihr von den Sponsoren, das heisst ihr müsst auch selber entsprechende Sponsorenverträge unterschreiben. Je besser das Team ist, desto mehr Geld erhaltet ihr natürlich von den Sponsoren. Im Karriere-Modus gibt es ein Levelsystem, bei dem ihr mit diversen Leistungen Punkte sammeln könnt und somit in der Meisterschaft aufsteigen.

Sehr interessant ist der Offline-Koop-Modus, der den Entwicklern wirklich gelungen ist. In dem Modus kann ein weiterer Spieler als Teamkollege in eurem erstellten Team einsteigen. Die Rennen werden dann im Splitscreen ausgetragen, was den Entwicklern wirklich sehr gut gelungen ist.

Weltmeisterschaft & Herausforderung
Neben dem Karriere-Modus gibt es mit der Weltmeisterschaft und der Hausforderung zwei weitere interessante Herausforderungen. In der Weltmeisterschaft geht es darum in allen drei Klassen – 125ccm, Moto2 und MotoGP am Ende der Saison ganz oben auf der Gesamtrangliste zu stehen. Hier könnt ihr einen der lizenzierten Fahrer auswählen, in der MotoGP wären das beispielsweise Dani Pedrosa, Lorenzo oder Rossi.

Wer sich nicht um das Team-Management kümmern will, der ist in der Weltmeisterschaft richtig. Hier müsst ihr euch nur ums erfolgreiche Fahren kümmern. Wie in der Realität könnt ihr an einem Rennwochenende das Training, Qualifying und Rennen bestreiten. Wer mit der Rennstrecke bereits vertraut ist, kann das Training und oder das Qualifying überspringen. Wer das Qualifying auch überspringt, muss einfach von der letzten Startreihe ins Rennen starten.

Auch hier steht wieder die Option „zweite Chance“ zur Auswahl. Weiteres dazu findet ihr im Abschnitt „Arcade oder Simulation“.

Die Herausforderung dürfte nur dann Spass machen, wenn ihr schon etwas Übung im Spiel habt. Den hier gibt es kein Training und Qualifying und ihr müsst die Rennen innerhalb einer bestimmten Zeitvorgabe beenden. Der Zeitvorrat wird dann in das nächste Rennen übernommen. Glücklicherweise könnt ihr auf relativ einfache Art und Weise etwas mehr Zeit dazu verdienen. Beispielsweise gibt es einen Zeitboni für Fahrten im Windschatten des Gegners und perfekte Fahrweise (keine Ausritte ins Grüne!). Wie viel Zeit ihr noch habt, ist eindeutig auf dem Bildschirm in grosser Schrift zu erkennen. Damit ihr die Zeit ja nicht aus den Augen bekommt..

Geschwindigkeitsgefühl – top! Details – mangelware!
Die Grafik von MotoGP 10/11 kann auf den ersten Blick durchaus überzeugen. Vor allem hat uns das Geschwindigkeitsgefühl, die detaillierten Fahrer und Motorräder als auch die Cockpit-Ansicht sehr gut gefallen. Auf der anderen Seite, wirkt die Strecke etwas leblos. Auf den Tribünen gibt es keine Fans die uns anfeuern – nichts.

Fazit
MotoGP 10/11 bringt viele gute Ansätze mit. Darunter der Karriere-Modus, die Herausforderungen, alle Lizenzen und das tolle Geschwindigkeitsgefühl. Auf der anderen Seite haben wir Gegner die uns gerne von der Strecke werfen und die äusserst schwierige Steuerung.

Für alle hartgesottenen Motorrad-Fans ist MotoGP 10/11 sicher ein interessantes, wenn auch schwieriges Spiel. Für alle anderen, empfehlen wir zuerst die kostenlose Demo aus dem PlayStation Store herunterzuladen.

Entwickler: Monumental Games
Publisher: Capcom
Release: erhältlich
Ab 3 Jahren geeignet

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = Meisterwerk!)

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Wir vergeben 3 von möglichen 5 Sternen!

Anmerkung der Redaktion: Der Testbericht hat sich leider durch die Ferien von Alessandro Schmied und mir etwas hinausgezogen.  

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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