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Testbericht: Killzone 3

Dieses Jahr erwarten uns diverse exklusive Titel für die PlayStation 3. „LittleBIGPlanet 2“ war eines davon, mit „Killzone 3“ folgt diesen Freitag bereits der nächste Streich von Sony! „Killzone 3“ stammt aus der niederländischen Entwicklerschmiede Guerrila Games, die sich mit „Killzone“ und „Killzone 2“ einen Namen in der Branche machen konnten. Der dritte Teil von Killzone wie auch die Fortsetzung des Krieges zwischen der ISA und den Helghast, wird von vielen Spielern schon sehnlichst erwartet. Im Vorfeld konnten wir uns durch eine Singleplayer-Demo und einer Multiplayer-Beta ein Bild von dem machen, was uns in der Retail-Version erwarten wird. Und das war allemal positiv! Die Grafik und das Gameplay konnte uns schon in der Demo bzw. in der Beta überzeugen.

Wir durften die Retail-Version des exklusiven PS3 Titels bereits Anspielen und Testen. Ob der Shooter von Guerilla Games die ersten beiden Titel nochmals übertreffen kann, erfährt ihr in den nächsten Zeilen von unserem Testbericht zu „Killzone 3“.

Installation? Nein!
Wir erinnern uns an „Gran Turismo 5“, wo wir während der Installation fast eingeschlafen sind. In „Killzone 3“ verzichten die Entwickler komplett auf eine Installation! Game einlegen und los geht es mit einer Intro-Videosequenz. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an Guerrila Games!

Der Anfang
Killzone 3 reiht sich nahtlos an das Ende von Killzone 2 ein. Rico erschiesst den Diktator der Helghast, Visari. Die Ermordung von Visari, rächen die Helghast mit einem nuklearen Gegenschlag. Die Hauptstadt Helghan wird durch den nuklearen Gegenschlag  dem Erdboden gleich gemacht. Die ISA Truppen werden dabei auseinander gerissen und über ganz Helghan verstreut. Die Helghast sind überall anzutreffen und zahlenmässig der ISA Truppen stark überlegen. Sev, der die Hauptrolle übernimmt, versucht mithilfe von Rico seine Kumpane zu retten. Als neuer Diktator von den Helghast, gelten nun der Admiral Orlock als auch der Waffenwissenschaftler Jorhan Stahl.

Singleplayer Kampagne / Missionen
Überraschung, Überraschung man fängt nicht als ISA Mitglied an, sondern muss sich durch ein Tutorial als Helghast Soldat kämpfen. An einem Schiesstand lernen wir, wie wir mit dem Maschinengewehr und der Pistole umgehen müssen. Hauptsächlich geht es darum, um unerfahrenen Killzone-Spieler die Steuerung vertraut zu machen

Die HD-Zwischensequenzen sind hervorragend inszeniert. Tolle Grafik und passender Sound sorgen für ein perfektes Ambiente. Im Game gibt es übrigens insgesamt rund 70 Minuten an HD-Zwischensequenzen zu bestaunen.

Ist die erste Mission erledigt, wird die Story um 6 Monate zurückverschoben. Als Sergant Thomas „Sev“ Sevchenko, kämpfen wir an der Seite von Rico gegen die Helghast (von den ISA-Truppen auch liebevoll Higs genannt). Hier und da kommt es zu Reibereien zwischen den beiden und Ihrem Captain. An dieser Stelle sei gesagt, dass Guerilla Games sehr auf die Community eingegangen ist. Denn schon in den ersten Minuten nach der ersten Mission, stehen wir in mitten eines Kreuzfeuers. Für gewaltige Action ist allemal gesorgt. Die verschiedenen Missionen mit unterschiedlichen Vehikeln zu meistern, macht besonders grossen Spass. Ob zu Fuss, als Sniper, in einem Panzer, in einem Luftschiff, mit einem Roboter oder mit einem Jetpag, das jagen von Helghast’s macht einfach unglaublichen Spass.

Die Geschichte von „Killzone 3“ wirkt eher blass und ein wenig enttäuschend. Es wird von der ISA wie auch von der Helghast Seite aus erzählt. Für unseren Geschmack etwas zu oberflächlich. Der Machtwechsel durch den Tod von Visari beinhaltet einen bitteren Nachgeschmack. Wieso fragt Ihr euch? Nun gewisse Sachen haben uns sehr stark an die früehere Deutsche Geschichte erinnert. Lange Mäntel, kurze Schnurrbärte, das Helhast Logo, alles deutet darauf hin. Falls dies tatsächlich so sein sollte (was fast nicht anders sein kann) so finden wir dies ziemlich Geschmackslos und Einfallslos.

Koop Modus
Da Sev und Rico zu fast 70% immer zusammen gegen die Helghast kämpfen, macht ein Koop-Modus definitiv Sinn. Es macht zu zweit mächtig Spass gegen die Helghast zu kämpfen. In manchen, hektischen Situationen geht der Überblick etwas verloren. Zusätzlich sind Ruckler während dem Spiel im Koop Modus nicht Zufall. Wieso der Koop Modus nicht im Online Spiel integriert worden ist, ist uns leider ein Rätsel.

Der Koop-Modus macht aber nur Spass, wenn Ihr auch einen grösseren TV besitzt. Wir empfehlen mindestens ein 40  Zoll TV. Ansonsten können die Texte nicht mehr erkannt werden.

Multiplayer Modus
Die Online-Lobby auf schnelles Matchmaking spezialisiert. Ihr stellt mit Filtern den gewünschten Modus, die Karte und so weiter ein, dann soll es ohne langes Rumsuchen auch schon losgehen. Wie es mittlerweile Standard ist für ernsthafte Multiplayer-Shooter, haben die Entwickler ein Karrieresystem eingebaut: Darin sind zwar alle fünf Klassen von Anfang an freigeschaltet, doch es gibt 30 Fähigkeiten sowie 18 Waffen, von denen ihr viele erst freischalten müsst. Die Karrierepunkte verdient ihr mit so ziemlich allen Aktionen im Spiel, ihr könnt sie gezielt in eine Klasse investieren oder in mehrere.  Anders als bei einigen, vergleichbaren Spielen, sind bei Killzone 3 Solo- und Multiplayermodus nicht verknüpft. Und selbstverständlich erhaltet ihr auch für Probespiele in der Botzone keine Karrierepunkte. Die Bots verhalten sich recht kompetent, schützen euch (falls ihr ein Target seid) oder versuchen Missionsziele zu erfüllen. Erwartet aber nicht das Teamwork wie mit einem eingespielten menschlichen Trupp. Die Spielzeit pro Karte beträgt 10 Minuten, aktuell gibt es fünf Maps, bei denen es, vorsichtig gesagt, nicht schwer ist, sich an einigen wenigen Punkten zu treffen.

3D und Move Steuerung
Leider verfügen wir über keinen 3D-fähigen TV, aus diesem Grund können wir keine detaillierte Bewertung abgeben. Wir konnten aber am Dark Day 2011 „Killzone 3“ an einem 3D-fähigen TV ausprobieren. Die Effekte sehen zwar nicht schlecht aus, doch haben uns die 3D Effekte auch nicht vom Hocker gehauen.

Allgemein müssen wir sagen, dass wir generell von den bisherigen 3D-Effekten in Spielen eher enttäuscht waren. Es ist halt noch eine relativ junge Technologie. Das Potenzial ist aber da, nur wurde es bislang nicht ausgereizt bzw. die technischen Fähigkeiten sind noch nicht soweit.

Gross angepriesen wurde die Move Steuerung. Doch im Praxistest konnte die Steuerung nicht überzeugen. Die Controller müssen für unseren Geschmack zu umständlich in den  Händen gehalten werden. Für Besserung sorgt da der eigens unter anderem für Killzone 3 entwickelte Sharp Shooter. Das geniale Zubehör vereint die beiden PlayStation Move Controller und die verschiedenen Tasten sind dadurch auch viel besser zu erreichen. Ohne Sharp Shooter macht die Steuerung mit PlayStation Move wenig bis gar keinen Spass.

Fazit
Fangen wir mit den positiven Aspekten an. Killzone 3 bietet ein sehr abwechslungsreiches Gameplay und durch die perfekte Musikwahl stimmt auch das Ambiente im Spiel. Die Explosionseffekte sehen in Killzone 3 schon fast beängstigend real aus und wir fühlten uns aber der ersten Minute mitten im Gefecht! So muss ein Shooter sein, actionpur ohne grosse Verschnaufpausen. Die HD-Zwischensequenzen und der Koop-Modus haben uns sehr gut gefallen und runden den sehr guten Eindruck des Edel Shooters ab.

Als klarer Minuspunkt müssen wir den sehr kurz geratene Singleplayer-Modus bewerten. Wir konnten das Spiel in knapp 8 Stunden durchspielen, hinzu kommen noch ungefähr 70 Minuten an HD-Zwischensequenzen. Und glaubt uns, wir sind keinesfalls die Shooter-Profis. Die Story bietet zwar actionpur, doch bietet sie nicht die Spannung die wir aus Killzone 2 kennen. Ausserdem finden wir den Levelaufbau etwas zu linear.

Entwickler: Guerrilla Games
Publisher: Sony Computer Entertainment
Release: erhältlich
Ab 18 Jahren geeignet

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = meisterwerk!)

Wir vergeben 4 von möglichen 5 Sternen!

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Über Alessandro Schmied

Mitgründer von PS3Blog.ch - Seit klein schon fleissig am Gamen. Am liebsten Sport -und Actiongames.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen tollen Testbericht! Habe mir soeben das Spiel bestellt! Weiter so Jungs!

  2. Cool.. danke für den Testbericht. Habe das Game schon durch 🙂

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