Testbericht: Dead Space 2

Heute im Test steht das heisserwartete Horror-Shooter Game „Dead Space 2“. Das Game wurde von Visceral Games entwickelt und Electronic Arts dient als Publisher. Das Game knüpft an den ersten Teil von Dead Space an und sorgt somit von der ersten Sekunde an für Spannung und viele gruselige Momente.

Der Story Modus

Bevor der Story Modus anfängt, gibt es noch für Dead Space Neulinge und zwar die Option zu sehen was bei Dead Space bisher geschah (unbedingt zu empfehlen). Im Story Modus können wir aus drei/vier Schwierigkeitsstufen wählen. Die folgenden Schwierigkeitsstufen stehen zur Auswahl:

  • Einfach (Die Gegner sind schwach. Mit etwas Anstrengung kann man überleben.)
  • Normal (Man kann nur überleben, wenn man mit der Munition wie auch der Gesundheit sparsam umgeht und einen geschickten Abzugfinger hat.)
  • Schwer (Für Dead Space Veteranen. Munition und Gesundheit sind seltener und die Gegner sind stärker.)
  • Fanatiker (Munition und Gesundheit sind spärlich und die Gegner werden einem das Leben zur Hölle machen.)
  • Hardcore (Dieser Modus ist selbsterklärend, wird aber erst später freigeschaltet.)

Ein kleiner Tipp dazu: Anfänger des Genres sollten am besten den einfachsten Modus auswählen. Da schon die mittlere Stufe ziemlich anspruchsvoll ist und man sehr oft gekillt wird.

Was finden wir Hui?
Die ganze Story ist super gemacht und verspricht sehr viel Spannung wie auch actionreiche und gruselige Momente. Die verschiedenen Momente wechseln sich dabei perfekt ab, es gibt auch ruhige Szenen in denen wir beispielsweise ein Rätsel lösen müssen. Bei diesen Szenen können wir die speziellen Werkzeuge von Isaac verwenden – die Stasis- und Kinesis-Werkzeuge. Durch die verschiedenen Rätsel wird das Spiel nie langweilig. Und wer bis jetzt gedacht hat, es handle sich bei Dead Space 2 um einen reinen Shooter, den müssen wir definitiv enttäuschen.

Während der Singleplayer Kampagne gibt es viele Speicherpunkte. Das finden wir absolut Top. Falls man stirbt, kann man einfach von vorigen Speicherpunkt weiterspielen und muss nicht nochmals das ganze Kapitel durchzocken, was doch ziemlich mühsam wäre.

Hui finden wir zudem, dass sich neben vielen Gegenständen auch Scheiben zerstören lassen und die Scherben danach mit der Kinesis-Fertigkeit auf die Gegner geschleudert werden können. Dies kann vor allem bei Munitionsknappheit ein entscheidender Vorteil sein. Mit der Stasis-Fertigkeit können wir die Necromorphs in Zeitlupe töten.

Vor dem TV bekommt man echtes Gänsehautfeeling geliefert und wir müssen an dieser Stelle auch zugeben, dass wir zwei, drei Mal wirklich erschrocken sind als plötzlich aus dem nichts etwas total unerwartetes passierte. Dennoch müssen wir hier auch Kritik äussern, weiteres dazu etwas weiter unten unter „Was finden wir Pfui“.

Neue Objekte für Isaac können nicht wie in anderen Shootern einfach in Schränken oder ähnliches gesammelt werden, sondern können in Form von Bauplänen bei den Shop-Automaten eingewechselt werden. Auch hier müssen wir uns gut überlegen, was wir für das weiterkommen benötigen. Muniton ist dabei nicht immer die beste Wahl!

Besonders beeindruckend hat uns  die atmosphärische Soundkulisse. So herrscht im Weltraum grösstenteils Stille und die Waffen sind nur sehr dumpf zu hören. Auch der dramatische orchestrale Soundtrack weiss zu überzeugen. Zudem kann Isaac im Gegensatz zum ersten Teil nun sprechen, was der Hauptfigur mehr Tiefe verleiht. Grafisch überzeugen vor allem die Charakteranimationen und die spektakulär inszenierten Actionsequenzen.

Die Singleplayer Kampagne bietet rund 13 Stunden Spielspass.

Was finden wir Pfui?
Zwar bietet Dead Space 2 weiterhin viele gruselige und überraschende Momente, im Vergleich mit dem Vorgänger aber doch merklich weniger. Während in Dead Space hinter jeder Ecke etwas überraschendes passieren konnte, ist dies bei Dead Space 2 nicht mehr der Fall.

Die Steuerung konnte uns teilweise nicht wirklich überzeugen. Während man mit dem linken Analog Stick vor und rückwärts läuft, steuert man mit dem rechten Analog Stick die Richtung. Dies kann bei manchen heiklen Momenten (z.B. Man wird aus dem nichts Angegriffen) zur Verwirrung führen. Dies legt sich aber nach ein paar Spielstunden und sollte für eingefleischte Genre-Fans kein Problem darstellen.

Die Albträume die Isaac hat, erinnern manchmal stark an die Spielserie „F.E.A.R“, wobei dies eigentlich nicht weiter Schlimm ist. Bei den sogenannten Hauptgegnern denen wir uns gegenüberstellen müssen, ist es manchmal ein wenig unübersichtlich wann die zwischen Sequenz vorbei ist und man loslegen kann. Da ist es nicht verwunderlich, wenn man vielleicht mal stirbt und es nochmals versuchen muss.

Der dramatische Soundtrack nimmt an manchen Stellen ein wenig Spannung weg. Wieso fragt Ihr euch? Nun, der Soundtrack verändert sich in manchen Situationen und dann ist man als Gamer schon vorbereitet das etwas passieren wird. Den Rucksack der Isaac trägt in denen wir Waffen, Munition, Gadgets und Medipacks verstauen können, scheint uns etwas klein geraten. So muss man mit der Munition sparsam umgehen. Falls die Munition ausgeht, ist immer noch die Telekinese-Fähigkeit von Isaac vorhanden, mit der wir die Möglichkeit haben unsere Gegner erstarren oder durch die Luft schleudern zu lassen. Zusätzlich erhalten wir auch von den getöteten Gegner Munition oder Geld für neue Waffen, Waffenmodifikation, Munition, Medipacks oder andere Gadgets.

Apropos Waffen.. Wir finden ein, zwei weitere Waffen hätten Isaac gut getan. Es ist etwas unverständlich, dass ein Scharfschützengewehr zur Auswahl steht, obwohl wir für diese Waffe in keinem Level wirklich Verwendung gefunden haben.

Für unseren Geschmack hat sich Visceral Games etwas zu wenig getraut. Grundsätzlich spielt sich das Spiel genau gleich, sogar manche Rätsel sind dieselben wie im Vorgänger. Natürlich muss dies nicht negativ gewertet werden, war schon der Vorgänger eines der besten Horror-Shooter-Games. Dennoch, etwas mehr hätten sich die Jungs schon einfallen bzw. trauen können. Für einen allfälligen dritten Teil, erhoffen wir uns ein paar Erneuerungen!

Multiplayer & Goodie
Mangels Gegner könnten wir den Multiplayer Modus nicht genügend Testen. Im Multiplayer-Modus können wir als Space Marines oder Necromorph spielen. , Letzteres macht doch ein wenig mehr Spass, da man das Spiel von einer ganz anderen Situation kennenlernt. Während die Space Marines damit beschäftig sind unterschiedliche Missionsziele zu erfüllen, könnt ihr euch gemütlich von hinten an euren Gegner an krabbeln und ihn angreifen. Dead Space 2 überzeugt aufgrund der packenden Story aber viel mehr im Singleplayer Modus als im Multiplayer Modus.

Zu „Dead Space 2: Limited Edition“ erhalten wir als Goodie noch „Dead Space Extraction“ mitgeliefert. Also ein Game im Game. Dies lässt auch ein Blick in die Vorgeschichte von „Dead Space 2“ zu. Dieselbe Version gab es schon für Nintento Wii und wurde jetzt etwas überarbeitet (HD-Grafik. Trophäen, usw..). „Dead Space Extraction“ wird mit dem PlayStation Move Controller gespielt. So müssen sich auch bewegungsfaule Gamer etwas bewegen :-).

Unser Fazit
„Dead Space 2“ ist wirklich ein gelungenes Game und nichts für Gamer mit schwachen Nerven. Die Levels sind sehr abwechslungsreich und mit viel Liebe zum Detail kreiert. Auch „Dead Space 2“ scheint wieder geschickt, unheimlich, ruhige und atmosphärische Abschnitte mit heissen Actionsequenzen zu mischen. Wir finden, dass „Dead Space 2“ zu den wohl besten Horror/Shooter Games dieses Jahr gehören wird, obwohl mit „F.E.A.R 3“ ein weiterer ähnliches Game erscheinen wird. „Dead Space 2“ wird mit der Zusatzversion (auf der Disc von Dead Space 2) „Dead Space Extraction“ (mit der Move spielbar) und dem Multiplayer positiv abgerundet.

Game kaufen oder Geld anders ausgeben?
Auf jeden Fall ist „Dead Space 2“ für alle Dead Space-Fans ein absolutes Muss. Wer aber nicht auf Horror-Shooter Games steht und sehr schwache Nerven oder ein schwaches Herz hat, sollte es lieber sein lassen. Für alle anderen können wir „Dead Space 2“ ohne wenn und aber empfehlen!

Entwickler: Visceral Games
Publisher: Electronic Arts
Release:
27. Januar 2011
Ab 18 Jahren geeignet!

Bewertungsskala (1 Stern = schlecht / 5 Sterne = meisterwerk!)

PS3Blog.ch vergibt 4 von möglichen 5 Sternen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei ABC Software Schweiz für das zur Verfügung gestellte Sample!

Über Bruno Rivas

Gründer von PS3Blog.ch. Seit Jahren begeisterter und leidenschaftlicher Gamer. Spielt vorwiegend Sport-, Racing- und Shooter-Games. Du findest mich auch auf Google+, Facebook und Twitter

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